Der deutsche Schiedsrichter Tobias Stieler beendet seine internationale Laufbahn. Wie am 10. September 2026 bekannt wurde, verlässt der 45-Jährige zum Jahresende freiwillig die FIFA-Liste. In der Bundesliga will Stieler nach zwölf Jahren im internationalen Geschäft weiterhin als Unparteiischer im Einsatz bleiben.
Die Entscheidung
Stieler steht seit 2014 auf der FIFA-Liste und leitete sein erstes Champions-League-Spiel im Jahr 2017. Nach eigenen Angaben verbindet er den Rückzug mit einem Gefühl der Erleichterung, seine internationalen Ziele erreicht und dabei viele Erfahrungen gesammelt zu haben. Die zwölf Jahre bezeichnete er als intensive Zeit mit Höhen und Tiefen.
Der Schritt erfolgt nach Angaben aus dem Schiedsrichter-Umfeld freiwillig. National bleibt Stieler dem deutschen Profifußball als Bundesliga-Schiedsrichter erhalten.
Der Hintergrund
In seiner internationalen Laufbahn leitete Stieler nach Angaben von Schiedsrichter-Fachseiten 22 Spiele in der Champions League, 26 in der Europa League und drei in der Conference League. Sein Champions-League-Debüt gab er 2017 in der Partie zwischen Juventus Turin und Olympiakos Piräus. Über zwölf Jahre gehörte er damit zum festen Kreis der international eingesetzten deutschen Unparteiischen.
Mit 45 Jahren zählt Stieler zu den erfahrensten Schiedsrichtern im deutschen Fußball. Auf nationaler Ebene will er weiter pfeifen. Sein Rückzug bedeutet, dass dem deutschen Schiedsrichterwesen ein erfahrener Name für internationale Einsätze fehlen wird.
Wie es weitergeht
Mit Stieler verlassen zum Jahreswechsel weitere deutsche Unparteiische die FIFA-Liste: die Assistenten Lasse Koslowski und Christian Gittelmann sowie die Schiedsrichterin Karoline Wacker. Offizielle Angaben des DFB zu den Nachrückern auf der internationalen Liste stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch aus. Der deutsche Schiedsrichterbereich muss seine Besetzung im Europapokal damit ab 2027 neu ordnen.

