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90PLUS » El-Mala-Poker: Geht der BVB jetzt über seine eigene Schmerzgrenze?
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El-Mala-Poker: Geht der BVB jetzt über seine eigene Schmerzgrenze?

Eve Kreisenberg
06.08.26, 16:09
Eve Kreisenberg
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Said El Mala
Foto: Getty Images

Seit Wochen zieht sich das Tauziehen zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln um Said El Mala schon hin. Nun hat der BVB laut „Sky“ nachgelegt – mit einem Angebot, das erstmals näher an die von Köln geforderten 50 Millionen Euro heranreicht als alle bisherigen Offerten.

Ein neues Angebot mit vierstelliger Fixablöse

Borussia Dortmund bereitet laut „Sky“ eine neue Offerte vor, die noch in dieser Woche in Köln eingehen soll. Geplant ist demnach eine Sockelablöse von 40 Millionen Euro zuzüglich Bonuszahlungen. Die „Bild“ ergänzt, dass die BVB-Verantwortlichen darüber nachdenken, damit über die eigene, zuvor kommunizierte Schmerzgrenze von 45 Millionen Euro hinauszugehen. Entscheidend sei laut dem Boulevardblatt vor allem die fixe Ablöse: Sobald diese bei 40 Millionen Euro beginne, wachse auch die Hoffnung, dass Köln bei der Gestaltung der Bonuszahlungen flexibler werde – genau das würde der BVB mit dem neuen Angebot erfüllen.

Wie sich der Poker bis hierhin entwickelt hat

Der Weg zu diesem Punkt war lang. Das erste konkrete Angebot der Dortmunder soll bei rund 34 Millionen Euro fixer Ablöse plus knapp zehn Millionen Euro an Boni gelegen haben – am Geißbockheim abgelehnt. Die Kölner Bosse sollen intern sogar verärgert gewesen sein, weil sich das Gesamtpaket nach Auszahlung aller Boni auf maximal rund 42 bis 44 Millionen Euro belaufen hätte. Die eigene Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro hat der FC seither nicht angetastet; laut „Bild“ hatte der BVB intern zwischenzeitlich sogar beschlossen, diese Summe auf keinen Fall zu zahlen. Erst der neue Vorstoß mit vierstelliger Fixablöse („eine 4 vorne“) signalisiert nun echte Bewegung.

Kölns Position: kein Verkaufsdruck in Sicht

Kölns Geschäftsführer Sport Thomas Kessler hatte zuletzt öffentlich klargestellt, dass bislang kein Angebot vorliege, das ernsthafte Verhandlungen rechtfertige. Der FC kann sich diese Ruhe leisten: El Mala ist noch bis 2030 gebunden, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Sky-Insider Florian Plettenberg brachte zuletzt sogar Skepsis ins Spiel und berichtete, in Köln glaube man nicht mehr daran, dass tatsächlich noch ein Angebot komme, das zum Abschluss führt.

Nicht nur der BVB ist an El Mala interessiert

Der Marktwert des 19-Jährigen ist in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, und das zeigt sich auch im Kreis der Interessenten. Neben Dortmund wurden bereits der FC Bayern München, Manchester City, Paris Saint-Germain, Inter Mailand, der FC Barcelona und Brighton & Hove Albion mit El Mala in Verbindung gebracht. Ein Premier-League-Klub wie Brighton könnte ihn sogar zum bis dahin teuersten Abgang der Kölner Vereinsgeschichte machen – noch bevor El Mala überhaupt ein einziges Pflichtspiel für die Profis von Viktoria Köln kommend absolviert hätte, aus deren Nachwuchs er 2024 für rund 300.000 Euro gekommen war.

Die Alternativen, falls Köln hart bleibt

Sollte der Deal am Ende doch scheitern, hat der BVB nach eigenen Angaben bereits einen Alternativenkreis definiert: Jadon Sancho (vereinslos), Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki und Yeremay Hernández von Deportivo La Coruña werden als mögliche Ausweichoptionen gehandelt. Auch Ibrahim Mbaye von Paris Saint-Germain soll laut anderen Berichten eine Option sein, wäre allerdings ebenfalls nicht deutlich unter 40 Millionen Euro zu bekommen. Bereits sicher ist dagegen der Neuzugang Konstantinos Karetsas, der in dieser Woche für rund 30 Millionen Euro von KRC Genk kam – Dortmund hat damit in diesem Sommer bereits über 60 Millionen Euro in neue Offensivkräfte investiert, ohne dass El Mala bislang dabei wäre.

Was für einen Wechsel spricht

Trotz des zähen Verhandlungsverlaufs gilt El Mala selbst als klar auf einen Wechsel zu Dortmund fixiert: Ihm soll bereits ein Fünfjahresvertrag vorliegen, und der Champions-League-Fußball beim BVB gilt als starkes Argument in seinem Kopf. Bei der Borussia sieht man in dem pfeilschnellen Rechtsfuß einen potenziellen Unterschiedsspieler für die Offensive – auch wenn intern durchaus bekannt ist, dass ihm wegen seiner untypischen Ausbildung außerhalb eines Bundesliga-Leistungszentrums noch Nachholbedarf im Spiel gegen den Ball zugeschrieben wird.

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