Awards 2017 | Der Flop-Transfer des Jahres

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Das Jahr neigt sich dem Ende, der rote Teppich ist bereits ausgerollt! Es ist wieder Zeit für die heiß begehrten 90PLUS Jahres-Awards! Wer war 2017 der beste Spieler, wer die beste Mannschaft? Was waren die Top-, bzw. Flop-Transfers? Die Redaktion um Chris McCarthy, Marius Merck, Manuel Behlert, David Theis, Nico Scheck und Moderator Christian spricht in einem 90PLUS On Air Spezial über ihre persönlichen Nominierungen.

Natürlich handelt es sich hierbei um unsere persönlichen Präferenzen, aber auch ihr als Community könnt abstimmen, wer von unseren Vorschlägen die Awards der entsprechenden Kategorien am ehesten verdient hätte! Keiner dabei? Dann hinterlasst uns einen Kommentar mit euren Vorschlägen!

2. Flop-Transfer

Im Gegensatz zu den Top-Transfers des Jahres haben die Flop-Transfers die großen, teilweise durch überzogene Ablösesummen übertriebenen Erwartungen im Jahr 2017 nicht rechtfertigen können. Natürlich können diese Spieler sich noch zurechtfinden und einschlagen, doch Stand heute sind die folgenden Akteure, unserer Ansicht nach, ihre Ablöse nicht wert…

 

Alex Oxlade-Chamberlain

(August 2017, 38 Millionen Euro, Arsenal FC -> Liverpool FC)

(Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Hochtalentiert, aber meistens kopflos und daher zum Außenverteidiger umgeschult : Die „Gunners“ dürften sich über die 38 Millionen Euro des FC Liverpool im Sommer selbst ein wenig gewundert haben.

Seine Qualitäten konnte der Engländer bisher noch nicht groß einbringen, erst recht nicht im zentralen Mittelfeld. Von einem Stammplatz bei den „Reds“ ist er, nicht nur auf seiner Wunschposition, zurzeit weit entfernt. Aktuell zeigt die Formkurve des oftmals unkonzentrierten Engländers langsam wieder in die richtige Richtung, doch in der Vergangenheit war genau das sein Problem: Konstant Leistung abrufen, gerade gegen die Großen. Gemessen an der hohen Ablösesumme und dem angeblichen Grund für den Wechsel, nämlich im zentralen Mittelfeld spielen zu wollen, war der Transfer bisher eher als Flop zu bewerten. Endgültig abschreiben kann man Alex Oxlade-Chamberlain aber noch lange nicht.

Marius Merck

 

Kelechi Iheanacho

(August 2017, 28 Millionen Euro, Manchester City City -> Leicester City)

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Bei einem 21-Jährigen von Flop zu sprechen ist natürlich hart und nach erst fünf Monaten bei seinem neuen Arbeitgeber natürlich etwas verfrüht, doch nicht nur wir haben Leicesters Verpflichtung von Kelechi Iheanacho für 30 Millionen Euro von Manchester City als einen der Transfer-Coups des Sommers bezeichnet. Der Nigerianer deutete bereits letzte Saison an, über welch immenses Potential er verfügt, als er in 29 Einsätzen und trotz nur 31 Minuten pro Partie sieben Tore schoss und drei weitere vorbereitete. Kaum einer, nicht mal Pep Guardiola, der eine Rückkaufoption in Höhe von 60 Millionen festschreiben ließ, zweifelte daran, dass der Stürmer mit mehr Einsatzzeiten bei den Foxes ein voller Erfolg werden würde.

Bisher ist das Zwischenfazit des Transfers allerdings ernüchternt, denn Iheanacho bringt es bei insgesamt neun Einsätzen auf lediglich 255 Spielminuten, also 3 Spielminuten weniger pro Einsatz als letzte Saison bei Manchester City, und pendelte die letzten fünf Spieltage sogar nur zwischen Bank und Tribüne, ohne überhaupt auf dem Platz zu stehen.

Noch hat der Nationalspieler genügend Zeit, den großen Erwartungen gerecht zu werden, doch Stand jetzt ist er einer der größten Enttäuschungen des letzten Transferfensters.

Chris McCarthy

 

Andre Silva

(Juli 2017, 38 Millionen Euro, FC Porto -> AC Milan)

In der Spielzeit 2016/17 machte der junge Portugiese Andre Silva beim FC Porto auf sich aufmerksam, erzielte 21 Tore, 4 davon in der Champions League. In Portugal galt er schnell als der neue Hoffnungsträger, der die Rolle als Mittelstürmer in der Nationalmannschaft über Jahre hinweg ausfüllen kann. Im Sommer fädelte die Berateragentur „Gestifute“ (Football Leaks-Lesern dürfte sie bekannt vorkommen) einen Deal ein und Silva wurde für fast 40 Millionen Euro zum besonders kaufwütigen AC Mailand transferiert. Er sollte eines der Gesichter des Umbruchs, der Revolution der „Rossoneri“ sein, enttäuschte aber bisher ähnlich wie der runderneuerte Verein. 8 Pflichtspieltore konnte er zwar erzielen, allerdings in der Europa League und in der Qualifikationsrunde gegen eher unterdurchschnittliche Gegner. In der Liga ging er bisher komplett leer aus, wurde häufig herausrotiert oder kam erst als Joker, hat noch extrem viel Luft nach oben.

Manuel Behlert

 

Ebenfalls zu erwähnen: Leonardo Bonucci, Bernardo Silva, Davy Klaassen, Gabigol, Camarasa

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