Champions League | Der FC Bayern dominiert die 90PLUS-Elf der Endrunde

Champions League
UEFA CL/EL

Nach den nationalen Ligen ist nun auch die Champions League zu einem Ende gekommen. Der FC Bayern gewinnt nach 2013 das zweite „Triple“ der Vereinsgeschichte und dominiert dementsprechend die Elf des Turniers, über welche von der 90PLUS-Redaktion abgestimmt wurde.

  • Die Finalisten FC Bayern und PSG stellen alle Akteure der Elf der Endrunde
  • Ein starker Manuel Neuer führt den FCB zum Titel
  • Neymar findet seinen Platz, Kylian Mbappe jedoch nicht

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern)

An eine starke Bundesliga-Saison konnte Manuel Neuer (34) in der Champions-League-Endrunde anknüpfen. Der 34-Jährige erlaubte sich zuvor gegen Chelsea noch einen Patzer, ehe er das deutsch-deutsche Torwartduell gegen Marc-Andre ter-Stegen klar für sich entschied. Im Halbfinale gegen Lyon avancierte er zum Fels in der Brandung, gegen PSG zum Man of the Match.

Im Spielaufbau ohne große Wackler, auf der Linie Weltklasse: Neuer war der beste Torwart der Champions-League-Endrunde.

Abwehr: Joshua Kimmich (FC Bayern)

Aufgrund der Verletzung von Benjamin Pavard musste Joshua Kimmich (25) auf der ungeliebten Rechtsverteidiger-Position auflaufen und schloss da an, wo er zuvor mit seiner Versetzung ins Mittelfeld aufgehört hatte. Sein Offensivgeist belebte den Flügel und sorgte für noch mehr Gefahr im letzten Drittel. Gegen Barcelona steuerte der 25-Jährige ein Tor und eine Vorlage bei, gegen Lyon glänzte der Nationalspieler mit zwei weiteren Assists.

Defensiv spürte man den Ausfall von Pavard durchaus, doch offensiv ist Kimmich nunmal eine andere Hausnummer, wie er auch im Endspiel bewies: Beim entscheidenden Treffer gegen Paris flankte perfekt auf den Kopf von Kingsley Coman. Ein Tor und insgesamt vier Vorlagen in drei Spielen sprechen eine klare Sprache.

Abwehr: Thiago Silva (Paris Saint-Germain)

In den letzten Spielen für den französischen Serienmeister unterstrich Thiago Silva (35) seine Wichtigkeit. Die Spritzigkeit aus früheren Tagen geht ihm zwar langsam verloren, doch seine Ruhe und seine Fähigkeiten in Sachen Zweikampfstärke und Spieleröffnung können weiterhin fast jedem Team der Welt helfen.

Gute Leistungen gegen Atalanta und Leipzig krönte er mit einer noch besseren Performance im Finale gegen den FC Bayern. Zusammen mit Presnel Kimpembe nahm er Robert Lewandowski gut aus dem Spiel, für den großen Wurf reichte es am Tag seines Abschieds jedoch nicht.

Abwehr: Presnel Kimpembe (Paris Saint-Germain)

Presnel Kimpembe (25) hat durch das Vorrücken von Marquinhos endgültig seinen Platz gefunden und zeigte auf allerhöchstem Niveau, dass er der Aufgabe gewachsen scheint. Der schnelle Verteidiger ergänzte sich perfekt mit seinem Nebenmann Thiago Silva und konnte gerade durch seine Spieleröffnung glänzen.

Der 25-Jährige ließ sich gegen keinen Gegner aus der Ruhe bringen und war einer der Hauptgründe, warum der Spielaufbau von PSG so geschmeidig aussah. Ein richtig starkes Turnier des Innenverteidigers.

(Photo by LLUIS GENE/POOL/AFP via Getty Images)

Abwehr: Juan Bernat (Paris Saint-Germain)

Der offensivfreudige Linksverteidiger überzeugte bei PSG durch gute Leistungen. Gegen Atalanta war Juan Bernat (27) einer der Aktivposten, gegen Leipzig setzte er mit seinem 3:0 den Deckel drauf. Der Spanier schaltete sich im Spielaufbau ein, spulte ein unheimliches Pensum auf der linken Außenbahn ab und agierte ballsicher.

Aber auch bei ihm reichte es für den großen Coup nicht. Der 27-Jährige bewies aber, dass er in einem funktionierenden System eine echte Stütze sein kann.

Mittelfeld: Thiago (FC Bayern)

Die Qualitäten des spanischen Spielmachers sind (kurioserweise) umstritten, doch spätestens im Finale verdeutlichte Thiago (29) nochmal seinen Wert für den FC Bayern. Seine klugen Pässe im Spielaufbau, gepaart mit seiner Ruhe und Übersicht sorgten dafür, dass der deutsche Rekordmeister Paris vor allem in der zweiten Halbzeit weitestgehend unter Kontrolle hatte.

Gegen den FC Barcelona war der Spanier einer der besten Spieler auf dem Feld. Gegen Lyon flachte seine Leistung zwar ein wenig ab, doch zum Abschluss seiner Bayern-Zeit absolvierte Thiago insgesamt ein sehr starkes Champions-League-Turnier.

Mittelfeld: Marquinhos (Paris Saint-Germain)

Der Brasilianer wurde von Thomas Tuchel (49) vom gebürtigen Innenverteidiger zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult. Marquinhos (26) präsentierte sich zweikampfstark und resolut, ließ aber dabei auch offensive Akzente nicht vermissen. Gegen Atalanta erzielte der brasilianische Nationalspieler den wichtigen Ausgleichstrefffer, gegen RB Leipzig die Führung.

Tuchels-Allzweckwaffe war der vielleicht wichtigste Spieler im Kader der Franzosen, schaffte es aber ebenso wenig, seine Leistungen mit einem Titel zu krönen.

(Photo by LLUIS GENE/POOL/AFP via Getty Images)

Mittelfeld: Serge Gnabry (FC Bayern)

Der deutsche Nationalspieler bewies einmal mehr, dass er ein Mann für die wichtigen Spiele ist. Gegen Barcelona erhöhte er zum 3:1, gegen Lyon avancierte er zum Spieler des Spiels. Serge Gnabry (25) ist auf dem Weg zur Weltklasse und untermauerte seine Qualitäten in der Champions-League-Endrunde.

Im Finale blieb er zwar weitestgehend blass, doch ohne seine Treffer hätte es der FCB vermutlich nicht ins Endspiel geschafft.

Mittelfeld: Thomas Müller (FC Bayern)

Dass der Ur-Bayer noch nicht in den „Altglascontainer“ gehört, bewies er im Finalturnier. Gegen Barcelona brachte er seine Farben früh in Führung und sorgte später mit dem 4:1 für die Vorentscheidung. Gegen Lyon und Paris war Thomas Müller (30) immer anspielbereit und führte die Offensive mit seiner Erfahrung an.

Nicht zu vergessen sind seine Qualitäten im Gegenpressing. Müller gab den Ton an und sicherte sich das zweite Triple seiner Karriere. Auch er ist deswegen ein sicheres Mitglied unserer Elf der Endrunde.

(Photo by Matt Childs/Pool via Getty Images)

Mittelfeld: Neymar (Paris Saint-Germain)

Für ein Tor reichte es nicht, dennoch war der Brasilianer der wahrscheinlich spektakulärste Spieler der Endrunde. Neymar (28) zeigte sich gewohnt ballsicher und ließ seine Gegner im Dribbling wie Fahnenstangen stehen. Gegen Atalanta leitete der 28-Jährige beide Treffer ein, gegen Leipzig brillierte er mit einer Weltklasse-Vorlage.

Aber auch defensiv zeigte sich Neymar verbessert und ging wichtige Wege mit. Seine Starallüren hatte der Offensivspieler unter Kontrolle und auch wenn es nicht für den Titel reichte, unterstrich Neymar auch endlich mal wieder sportlich, wieso er nach wie vor als einer der besten Spieler der Welt gilt.

Sturm: Robert Lewandowski (FC Bayern)

Der Pole ist am Ziel seiner Träume. Robert Lewandowski (32) gewann endlich die Champions League und hatte als Torschützenkönig daran einen maßgeblichen Anteil. Neben seinen überragenden Qualitäten vor dem gegnerischen Gehäuse nahm der Pole wie gewohnt auch eine essentielle Rolle im Kombinationsspiel der Bayern ein.

Er stellte sich zudem in den Dienst der Mannschaft, wich auf die Flügel aus und war ständig anspielbar. Lewandowski traf gegen Barcelona und Lyon, gegen PSG verhinderten nur der Pfosten und Keylor Navas das 16. Tor im zehnten Spiel.

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(Photo by DAVID RAMOS/POOL/AFP via Getty Images)

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