Das „zentrale“ Problem von Mönchengladbach

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Borussia Mönchengladbach schied gestern aus dem DFB-Pokal aus. Auch in der Bundesliga läuft es in dieser Saison nicht nach Plan. Die Gründe für die zumindest etwas enttäuschende Saison sind vielschichtig. Vieles hat mit der Besetzung im Mittelfeldzentrum zu tun. Eine Problematik, die sich in der kommenden Saison noch einmal zuspitzt, wenn nicht effizient gehandelt wird.

Max Eberl ist ein Mann, der sein Handwerk versteht. Er ist gut vernetzt, bewies häufiger ein gutes Händchen bei Spielertransfers und seine Vorausplanung ist in vielen Fällen herausragend. Doch auch ein Max Eberl muss sich in manchen Bereichen Kritik gefallen lassen. Bereits in der vergangenen Saison war die Besetzung im zentralen Mittelfeld mit Xhaka, Nordtveit und Dahoud relativ dünn. Glücklicherweise gab es keine großen Verletzungssorgen und man konnte die Saison mit diesen drei Spielern durchziehen.

(Photo by Sascha Steinbach/Bongarts/Getty Images)

Die Abgänge von Xhaka und Nordtveit

Als sich abzeichnete, dass sowohl Xhaka als auch Nordtveit den Verein nach England verlassen, musste Eberl das Mittelfeldzentrum umplanen. Mit Xhaka ging ein Führungsspieler, der auf dem Platz Aggressivität und den unbändigen Willen vorlebte. Nordtveit war ein taktisch gut ausgebildeter Spieler, der Lücken zulief und im Passspiel wenig Risiko ging, aber auch wenige Fehler produzierte. Dahoud wurde ein wenig der große Druck genommen. Der junge Deutsch-Syrer konnte sich auf Nordtveit und Xhaka verlassen, sämtliche Paarungen im Mittelfeldzentrum waren zumindest grundsolide.

Nun wurde man in Mönchengladbach auf die Situation von Christoph Kramer aufmerksam. Kramer, der während seiner Leihzeit in Gladbach zu überzeugen wusste, war nicht zufrieden in Leverkusen. Der Wechsel war schnell nur noch Formsache und ein Teil der Millionen, die man für Xhaka einnahm, waren wieder reinvestiert. Doch Kramer ist kein Spieler wie Xhaka. Für das Gladbacher Spiel war der Schweizer besonders wichtig, seine langen Bälle inszenierten zahlreiche Angriffe, sein nicht kopfloses Stürmen nach vorne erzeugte nicht selten Verwirrung in der gegnerischen Defensive. Hinzu kamen seine Distanzschüsse.

 

Warum sonst nur Strobl?

(Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

Christoph Kramer ist ein laufstarker Spieler, kann viele Lücken schließen, ist technisch trotz seiner Schlaksigkeit nicht schlecht ausgebildet. Allerdings ist der Nationalspieler kein Stratege. Mit Tobias Strobl verpflichtete die Borussia einen zentralen Mittelfeldspieler ablösefrei aus Hoffenheim. Der 26-Jährige ist ein guter Ergänzungsspieler, der in Hoffenheim einen soliden Eindruck hinterließ, doch hier machte Max Eberl einen entscheidenden Fehler. Man ging erneut nur mit drei Spielern für diese Königsposition in die Saison und die Qualität hatte sich verschlechtert.

Dabei spielte Gladbach in der Königsklasse. Die punktuelle Einbindung eines Sow oder Benes in allen Ehren, diese beiden Spieler haben noch einen langen Weg vor sich. Sicherlich zeigte gerade Benes in den letzten Wochen ansprechende Leistungen, aber er ist offensiver ausgerichtet als Dahoud und ihm fehlt es gerade unter Druck noch an der nötigen Entscheidungsfindung, der Handlungsschnelligkeit und dem formidablen Passspiel. Ein weiterer Transfer im Mittelfeld wäre wichtig gewesen. Denn wenn Kramer oder Dahoud langfristig ausfallen, muss Tobias Strobl über Wochen oder gar Monate regelmäßig spielen.

 

 

Probleme in der Saison 16/17

So ergaben sich in dieser Saison einige Probleme. Dahoud, der zweifelsohne talentiert ist, kann noch nicht über ein Jahr konstant auf einem derart hohen Niveau spielen, wie er es müsste, um die Borussia durch eine Saison zu tragen. Es fehlt an einem Spieler, der ebenfalls kreative Elemente einbringt und Dahoud ersetzen kann. Hier wurde ein Fehler in der Kaderplanung gemacht, hier hätte man noch einmal nachbessern müssen. Natürlich ist es schwer gleich drei Spieler im Mittelfeldzentrum neu zu integrieren, aber gerade Kramer kannte die Borussia und hatte keine Anpassungsprobleme.

Seit Anfang März fehlt Kramer wegen eines Innenbandrisses. Strobl ist seitdem Stammspieler und der Druck auf Dahoud ist noch einmal gestiegen. Er muss sich häufiger die Bälle weiter hinten abholen, muss die Spieleröffnung im Mittelfeld komplett alleine übernehmen und wirkt manchmal etwas überfordert, geht zu viel Risiko, weil es einfach komplizierter geworden ist die entsprechenden Räume in der Offensive zu bespielen. Strobl ist ein solider Spieler, aber es fehlt ihm an einigen fußballerischen Fähigkeiten. Gestern gegen Frankfurt hat er es mehrfach verpasst, das Spiel mit einem Ball über 20-30 Meter schnell zu machen, Dynamik in die Offensive zu bringen.

 

Der Abgang von Dahoud

(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images )

Strobl sollte also eher der 4. Spieler im Mittelfeldzentrum sein. Nach dieser Saison wechselt nun auch noch Dahoud nach Dortmund. So ergibt sich erneut eine Problematik. Eigentlich müsste Gladbach zwei Spieler verpflichten. Der junge Laszlo Benes spekuliert natürlich auch auf mehr Einsätze, gerade auf der Dahoud-Position. Er muss sich aber noch einige Defensivfähigkeiten aneignen, um dort weiterhelfen zu können. Gladbach wird mit Vincenzo Grifo in Verbindung gebracht, der für die 8er-Position allerdings auch zu offensiv ausgerichtet ist und eher weiter vorne eingeplant wird.

Es wird also ein Stratege gesucht. Im Optimalfall gibt es sogar zwei Neuzugänge im Mittelfeld. Der Abgang von Dahoud ist zwar bitter für Gladbach, aber auch eine Chance die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Sicherlich gibt es noch andere Baustellen im Kader, aber das Mittelfeldzentrum als absolute Königsposition sollte Priorität genießen. Gerade weil in den vergangenen Wochen wieder häufiger Probleme aufgetreten sind, die Eberl, Hecking & co. aufgefallen sein müssen.

 

Gerüchte um Amiri, weitere Kandidaten

Zuletzt gab es Gerüchte, wonach Mönchengladbach an Hoffenheims Amiri interessiert sei. Da die TSG aber bereits Süle und Rudy verliert und sich womöglich für die Königsklasse qualifiziert, scheint ein weiterer Abgang eines Schlüsselspielers unwahrscheinlich. Dieter Hecking soll sich für Luiz Gustavo interessieren, der Brasilianer wäre aber teuer und würde zudem ein hohes Gehalt verlangen. Es gibt aber noch zahlreiche andere plausible Lösungen. Gladbach hat immer noch eine gute Perspektive.

Ein Maximilian Arnold aus Wolfsburg könnte eine spielerisch relativ gute Lösung sein. Er wird allerdings auch teuer, andererseits verfügt Gladbach noch über zahlreiche finanzielle Mittel. Die Verantwortlichen haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und einige Rücklagen angehäuft, sodass eine Saison ohne internationalen Wettbewerb problemlos machbar ist. Ein weiterer sehr interessanter Name ist Leander Dendoncker. Der Belgier spielt beim RSC Anderlecht und ist im Mittelfeldzentrum neben Youri Tielemans gesetzt. Dendoncker besitzt fußballerische Klasse, ist aber auch defensivstark. Allerdings hat er seinen Vertrag im vergangenen Herbst bis 2021 verlängert, es wären sicher 15 Millionen Euro an Ablöse fällig.

Weiterhin könnte sich Gladbach zumindest um eine Leihe bemühen. Es kann nicht schaden bei einem großen Klub anzuklopfen und einem Mittelfeldtalent eine Perspektive zu bieten. Somit hätte man noch ein weiteres Jahr Zeit um einen zweiten Neuzugang zu finden, der langfristig bleiben kann. Ein Beispiel für eine solche Leihe wäre Marcos Llorente von Real Madrid, der zurzeit auf Leihbasis in Alaves spielt. Grundsätzlich gibt es in Dänemark, Belgien, Frankreich oder den Niederlanden viele interessante junge Spieler. Gladbach muss das Scouting intensivieren und einen kreativen Transfer tätigen. Vielleicht auch zwei. Und Max Eberl kann genau das.

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

Alle Kommentare


  • Hardi sagt:

    Klasse Bericht, endlich schreibt mal jemand fundiert. Darüber hinaus hat Gladbach auch im Sturm ein richtiges Problem. Fehlt ein Rafael, tut sich die Mannschaft schwer das offensive Spiel im letzten Drittel schnell und sicher zu gestalten. Einem Hazard fehlt der spielerische „Werkzeugkasten“, oft wirkt er viel zu hektisch, seine Flanken & Pässe sind häufig ungenau. Im Zentrum fehlt ein echter Strafraumstürmer. Vor allem gegen Frankfurt wurde das Problem deutlich, die hohen Flanken fanden keinen Abnehmer, Hahn kann diese Position mit Sicherheit nicht ausfüllen. Ein B.Wood aus Hamburg wäre genau der Richtige. Auf den Flügeln wirken die „lieben Jungs“ Hermann & Hoffmann viel zu brav, sicherlich gut ausgebildete Fussballer, aber gegen abgezockte – läuferisch starke Gegenspieler hoffnungslos überfordert – siehe Frankfurt. Es gibt viel zu tun !!!

    • K. Maus sagt:

      Diese Saison ist völlig verkorkst. Das jeweilige Aus gegen völlig verunsicherte und wirklich nicht gute Schalker in der EL und gegen die Frankfurter Durchschnittstruppe im Pokal sprechen Bände über den Zustand des Teams.

      Mitverantwortlich dafür ist natürlich auch die lange Verletztenliste. Allerdings müsste man auch einmal hinterfragen, warum so viele Spieler sich verletzt haben und warum die Genesung fast regelmäßig viele Wochen oder gar Monate dauert. Ist die Mannschaft tatsächlich fit? Ist die Qualität der medizinischen Betreuung ausreichend gut?

      Der zweite wesentliche Grund ist die unzureichende Kaderplanung durch den Sportdirektor Eberl, dessen Jugendwahn dazu führt, dass sich die Mannschaft nicht stabilisieren kann. Der Kader war ferner für die Teilnahme an 3 Wettbewerben deutlich zu schwach aufgestellt.

      In MG muss man sich endlich einmal entscheiden, ob man künftig in Steine (Hotels und Museen) oder Beine investieren will. Wenn man weitermacht wie bisher, bleibt Borussia ein Ausbildungsverein für andere Clubs (s. Abgänge von Dahoud und Christensen) und es muss jedes Jahr wieder von vorne begonnen werden. Diese schlechte Saison hat überdeutlich gezeigt, dass Borussia nur unter optimalen Vorzeichen in der Lage ist, das internationale Geschäft zu erreichen und dort auch wenigstens einigermaßen erfolgreich zu sein. Selbst wenn Eberl viel Geld in die Hand nehmen würde, wird es sehr schwer werden, gestandene Spieler von einem Wechsel zur Borussia zu überzeugen, da man sich dort leider nur im Ausnahmefall international präsentieren kann – und genau das wollen ambitionierte Spieler.

  • Micha sagt:

    Guter Artikel. Ich finde auch, dass man in solch einer wichtigen Position nun investieren muss. Interessant, dass Leander Dendoncker angeführt wird. Ich verfolge die (im Gegensatz zur deutschen auch spannenden) Ligen in Belgien und den Niederlanden relativ genau und der Herr Dendoncker ist sehr interessant. Er hat eine gute Übersicht, ist groß gewachsen und hat einen guten Schuss. Ihn würde ich mir sehr wünschen. Tielemans ist in der Tat eine Granate. Aber da sind andere Kaliber dran. Es ist aber mehr als fraglich ob der RSCA beide zentrale Mittelfeldspieler in einer Transferperiode abgeben würde. Tielemans dürfte sicher nach dieser Saison für sehr viel Geld den Verein wechseln.

    Luiz Gustavo möge uns bitte erspart bleiben. Viel zu teuer und auch nicht mehr „hungrig“. Und auch keiner, der eine Mannschaft mitreißt.

    Aus der Bundesliga würde ich mir einen Gonzalo Castro wünschen. Er ist mega erfahren, er kennt die Bundesliga, kommt aus der Region (ok, aus Wuppertal…70 Kilometer weit weg) und wäre auch vom Charakter her einer der passen würde. Ich weiß nur nicht inwieweit das machbar wäre. Es wäre wohl zu schön.

  • Alexander sagt:

    sehr guter beitrag, vielen dank. kramer kommt vielleicht ein bisschen schlecht weg, von dem halte ich mehr – er hat ja überhaupt nicht in einen rhythmus finden können diese saison, bei den vielen verletzungen. und wenn er fehlt, sieht das, was gladbach im zentralen mittelfeld aufzubieten hat, wirklich nicht gut aus. vielleicht sollte man perspektivisch mal den 10-millionen-mann kolodziedzak auf die position ansetzen, wenn man ihm schon hinten links nichts zutraut.

  • Uwe sagt:

    toller, sachlicher und detailierter Bericht. Vielleicht sollte D.H. seinen 6er Strobel und Kramer auch mal sagen, das es eben nicht verboten ist, in aussichtsreicher Position auch mal aufs Tor zu schiessen und eben nicht den inzwischen nervigen Sicherheitspass zurück oder nochmal quer zu spielen. Mo’s Abgang wird uns noch weh tun, denn der mit Sicherheit hochtalentierte Benes braucht noch etwas Zeit um u.a. auch sein Defensivverhalten zu verbessern. Mir fehlt bei unserer Borussia seit Jahren ein echter Knipser und vielleicht sollte man mal über Petersen aus Freiburg nachdenken, denn zum einen spielt der da eher eine Ersatzrolle (aber er trifft und trifft und….) und zum anderen könnte er vielleicht unsere oft zahlreichen u. hochkarätigen Torchancen im Tor unterbringen. Leider haben wir genau aus diesem Grund gerade in diesem Jahr zu Hause (HSV, SGE, TSG, Köln, W-bg. ….) zu viele Punkte verschenkt, die allein aufgrund der teilw. unzähligen Torchancen verdient gewesen wären. Aber lange Rede kurzer Sinn….ich vertraue Max total und bin sicher, das wir in der kommenden Runde wieder angreifen werden. Und vielleicht schaffen wir es ja aktuell doch noch auf einen Euro-Platz.

    • hans aus Thale ...Sachsen Anhalt sagt:

      auch ich finde wir brauchen endilch einen Knippser …warum nicht Petersen den finde ich geil und abgezogt vorm Tor

  • Uwe sagt:

    es wäre gut wenn diese Beiträge bei Max Eberl ins Postfach kommen. Einfacher kann man die Situation nicht beschreiben

  • Heiner sagt:

    Hahn , Drmic und Hofmann bitte auch weg !!!!!

  • Volker sagt:

    Sehr gute Analyse.
    Will man international spielen, dann sind Spieler wie Strobl in der U23 besser aufgehoben. Ein netter Typ, der uns aber überhaupt nicht hilft. Im Gegenteil, alles wird langsam, die Mitspieler werden mit verunsichert und das in dem Bericht beschriebene „Zusammenspiel“ mit Dahoud, ist absolut zutreffend. Warum sieht das von den Verantwortlichen keiner ?
    Heute gegen Mainz hat man wunderbar gesehen, wie sich das Spiel ohne ihn verändert.
    Wir haben ja auch noch Spieler (Doucoure / Kolo) die noch gar nicht zeigen konnten welche Qualitäten sie haben. Also, bitte auch nicht blindwütig einkaufen (ein Stürmer der auch Tore schießt wäre allerdings nicht schlecht).


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