El Destino: LaLiga! – Das Aufstiegsrennen der zweiten spanischen Liga!

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Während sich in der Primera División alle Blicke in Richtung El Clásico wenden ist das Duell um den Aufstieg in der Segunda División, der zweiten spanischen Liga, bereits in vollem Gange. Das Feld ist bunt gemischt – mit dabei: Zwei Absteiger, ein Aufsteiger und ein Dauergast.

Zur Info: In Spanien steigen die ersten beiden Teams der Segunda División direkt in die Primera División auf, der dritte Aufsteiger wird durch ein Aufstiegs Playoff der Plätze drei bis sechs ermittelt. Somit reicht ein sechster Tabellenplatz aus, um direkt am Aufstiegsrennen beteiligt zu sein.

 

 

UD Levante – Mission Wiederaufstieg

Nach einer starken Erstligasaison 2011/12 und einem verdienten sechsten Platz ging es für die Granotas, die Frösche, langsam aber sicher bergab. In der Saison 2013/14 erreichte man noch Platz 10, zwei Jahre später folgte dann der Abstieg als Tabellenletzter und damit im Sommer der große Umbruch.

Mit Diego Mariño, Zouhair Feddal und Deyverson sind nur drei von insgesamt vierzehn Spielern genannt, welche im Sommertransferfenster für 3,8 Mio.€ ihren Weg zu anderen Vereinen fanden, zudem gab Levante-Urgestein Juanfran sein Karriereende bekannt.

Um dies zu kompensieren investierte Sportdirektor Tito knappe 2 Mio.€ in Neuzugänge, komplettiert wird der Kader durch die Rückkehrer Roger Martí, Jason und Rafael Martins.

Dass Tito ein gutes Händchen bei Transfers hat zeigt die aktuelle Tabellenführung, 31 Punkte aus 15 Spielen, 4 Punkte Vorsprung auf Platz zwei.

Rückkehrer Martí führt die Torschützenliste der Segunda División mit aktuell 10 Treffern an und auch die Transfers scheinen eingeschlagen zu haben, so hat Levante neben der besten Tordifferenz (+10) der Liga auch die sicherste Defensive (nur 12 Gegentore).

Schlüssel zum Erfolg ist Trainer Juan Muñiz, welcher das Amt Juli 2016 übernahm und zuvor bereits Racing Santander und den FC Málaga trainierte. Ihm ist es in kürzester Zeit gelungen, ein funktionierendes Team rund um Kapitän Pedro López zu installieren.

Verläuft die Saison weiterhin erfolgreich für Levante, sollte der direkte Wiederaufstieg in die Primera División somit absolut machbar sein!

(Photo by Manuel Queimadelos Alonso/Getty Images)

 

FC Girona – Auf Kurs Richtung Vereinsgeschichte?

Nach einem dramatischen dritten Platz in der Saison 2014/15, als man am letzten Spieltag den Aufstieg noch durch ein Gegentor in der 91. Minute verspielte und in der letzten Saison nur den vierten Platz erreichte, spielt der FC Girona auch diese Saison wieder um den Aufstieg in die Primera División mit. Ihre Leistungen haben die Katalanen, wegen ihrer weiß- roten Trikots auch “Albirrojos” genannt, nicht zuletzt Trainer Pablo Machín zu verdanken, welcher das Team seit Amtsantritt Anfang 2014 aus dem Mittelfeld zu einer der Top Adressen der Segunda División formte.

Der zweite Tabellenplatz kommt nicht von ungefähr, Girona ist mit 13 Punkten aus den letzten sechs Spielen das aktuell formstärkste Team der Liga.

Machín kann sich dabei auf drei Akteure ganz besonders verlassen, welche großen Anteil am guten Start seines Teams haben: Routinier Borja García sowie die beiden Neuzugäng Portu und Samuele Longo. Zusammen bilden die drei den offensiven Dreizack der Katalanen und kommen bis dato auf 15 Tore und 6 Vorlagen. Sollte es Machín gelingen die starken Leistungen seines Teams über die gesamte Saison zu halten könnte am Ende tatsächlich der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte des FC Girona in die Primera División die Belohnung sein.

 

 

FC Sevilla B – Abschlussklasse 2015

Letzte Saison erst aus der Segunda División B, der dritten spanischen Liga, aufgestiegen ist das Team rund um Trainer Diego Martinez bereits auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Martinez trainiert die Zweite Abteilung der Andalusier bereits seit Juli 2014, vorher war er unteranderem Co-Trainer unter Unai Emery.

Mit einem Durchschnittsalter von nur 20 Jahren stellt Sevilla den mit Abstand jüngsten Kader der Liga, dennoch lassen sich die Leistungen des Teams sehen: 27 Punkte aus 16 Spielen und somit punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Girona, der lediglich beim Torverhältnis die Nase vorn hat. Betrachtet man das schnelle Spiel der Andalusier fallen sofort die spritzigen beiden Außen Borja Lasso und Curro auf, welche bereits auf neun Torbeteilungen kommen und gemeinsam die gefährlichste Flügelzange der Liga bilden. Im zentralen Mittelfeld findet sich mit Antonio Cotán ein weiterer andalusischer Rohdiamant. Auch er hat bereits zwei Tore und eine Vorlage zu verbuchen und durfte letzte Saison bereits gegen Espanyol Barcelona Erstligaluft schnuppern.

Als Reserveteam des FC Sevilla ist es der Mannschaft von Martinez jedoch nicht gestattet in derselben Liga wie die erste Mannschaft des Vereins zu spielen, somit ist ein Aufstieg in Primera División nicht möglich. Es wird sich zeigen, ob dieses noch sehr junge Team den Anstrengungen einer 42 Spiele andauernden Saison standhalten kann, an spielerischem Potenzial wird es jedenfalls nicht mangeln!

 

 

FC Getafe – Neustart möglich?

Hinter den Top-Drei der Segunda División ist das Feld breit, neun Teams sind in schlagweite auf die begehrten Plätze vier bis sechs. Ein Name, der dort jedoch heraussticht, ist der des FC Getafe. Nach zwölf Jahren Erstligafußball musste der Madrider Vorstadtklub letzte Saison als Tabellen 19. den Abstieg in die Zweitklassigkeit antreten. Nun soll auch hier der direkte Wiederaufstieg folgen. Dass dies jedoch nicht leicht von der Hand gehen muss, zeigt der FC Getafe auf.

Nach einem zunächst holprigen Saisonstart und nur 5 Punkten aus den ersten 9 Spielen wurde die Reißleine gezogen: Trainer Juan Esnáider wurde freigestellt und von Pepe Bordalás als neuem Trainer ersetzt. Bordalás gelang die Kehrtwende und führte Getafe vom 18. zu einem vielversprechenden fünften Tabellenplatz. Trotz des Aufwärtstrends ist die Lage in Getafe noch nicht entspannt, Stammtorwart Vincente Guaita fällt aufgrund einer Handgelenksverletzung lange aus, auch in der Innenverteidigung sind mit Cala und Cata Diaz zwei wichtige Spieler verletzt. Hoffnung macht hingegen Stürmer Jorge Molina, welcher in den letzten beiden Spielen traf und Getafe so 6 Punkte und somit den Anschluss an die oberen Tabellenplätze sicherte.

Doch hier liegt auch das große Problem Getafes – die Offensive: Molina, welcher als Ersatz für den zu Espanyol Barcelona abgewanderten Mittelstürmer Álvaro Vázquez geholt wurde, ist mit 4 Toren erfolgreichster Torschütze seines Vereins. An einer fehlenden Abstimmung unter den Mitspielern kann diese Ladehemmung jedoch nicht liegen, ist Molina nur einer von insgesamt fünf Spielern, welche im Sommer ihren Weg von Real Betis Sevilla in die Startelf Getafes gefunden haben. Wirklich überzeugen konnte das gesamte Team bisher nicht, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Getafe im Winter mit neuen Spielern nachlegen wird, um so die Tabellenspitze in Angriff nehmen zu können.

 

 

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