Bayern in Gladbach: Neues Negativresultat oder Auftaktsieg? Das Streitgespräch!

Mönchengladbach Bayern
Bundesliga

Spotlight | Die neue Saison in der Bundesliga startet mit einem echten Klassiker. Borussia Mönchengladbach empfängt den FC Bayern am Freitagabend! Auswärtsreisen in den Borussia-Park waren für den Rekordmeister in den letzten Jahren selten entspannt, einige Duelle gingen an die Fohlen. Droht also der Fehlstart?

  • Borussia Mönchengladbach gegen Bayern: Knaller zum Auftakt
  • Der Rekordmeister sah zuletzt im Borussia-Park selten gut aus
  • Offene Fragen für beide Teams nach der Vorbereitung

In der Vorsaison verlor der FC Bayern nach 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen erwischten den Rekordmeister eiskalt. 2019/20 war es ein Last-Minute-Sieg, der den Borussia-Park zum Beben brachte. Auch 2017/18 musste sich der Branchenprimus in Mönchengladbach geschlagen geben. Die Bilanz der letzten Jahre ist ernüchternd. Fünf der letzten sieben Spiele bei den Fohlen gewann Bayern nicht, vier davon gingen sogar verloren. Nach einer holprigen Vorbereitung mit vielen Blessuren und einigen Spielern, die spät in das Training einstiegen, stellt sich die Frage: Droht dem FC Bayern ein Fehlstart in Mönchengladbach?

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Bayern startet kalt – Fehlstart droht!

Ja, dem FC Bayern droht ein Fehlstart in Mönchengladbach. Im Gegensatz zu dem amtierenden Meister konnte die Borussia am Montag (1:0) in Kaiserslautern ihr erstes Pflichtspiel schon bestreiten. Zwar war die gebotene Leistung keineswegs furchteinflößend, für den nötigen Rhythmus vor dem Eröffnungsspiel war die Partie dennoch wertvoll. Das Pokalspiel der Münchner  wurde indes aufgrund von Corona-Fällen beim Bremer SV abgesagt. Sie starten somit „kalt“ in das Eröffnungsspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Hinzu kommt, dass Julian Nagelsmann (34) auf einige verletzte Leistungsträger verzichten muss und viele Nationalspieler erst vor wenigen Wochen zur Mannschaft gestoßen sind. Das ist eine große Chance für die „Fohlen“, deren Lazarett sich wieder etwas lichtet. Alassane Plea (28) wird nach überstandener Kapselverletzung und Einsatzminuten in Kaiserslautern wohl wieder zur Startelf gehören. Ebenfalls zurückgreifen kann Adi Hütter (51) auf Marcus Thuram (24) und Jonas Hofmann (29), die wieder voll ins Training eingestiegen sind. Obwohl es für 90 Minuten natürlich nicht reichen wird, bieten die beiden Leistungsträger wertvolle Optionen für den Österreicher.

Gladbach Bayern

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Viel spricht vor dem Bundesligaauftakt für einen Sieg der Gastgeber aus Mönchengladbach. Mit Adi Hütter haben sie einen Trainer an der Seitenlinie stehen, der die Bayern schon in der vergangenen Saison mit Frankfurt schlagen konnte. Auch wenn der Rekordmeister in nahezu allen Bundesligapartien als Favorit auf den Platz geht, ist die Chance, ihm ein Bein zu stellen, selten größer als heute. Achja, noch etwas: Seit einer gefühlten Ewigkeit verlor der FC Bayern kein Auftaktspiel mehr. Letztmals gegen? Korrekt, Borussia Mönchengladbach, 2011.

Kilian Thullen

Die individuelle Klasse schlägt Gladbach

Natürlich: In Mönchengladbach sieht der FC Bayern oft nicht gerade gut aus. Nicht selten geht ein Spiel im Borussia-Park verloren, doch in diesem Jahr ist das anders. Was zeichnete Gladbach bei den letzten Erfolgserlebnissen gegen Bayern nahezu immer aus? Die Eingespieltheit. Auch in der letzten Saison war das Konstrukt der Fohlen eingespielt, die Automatismen stimmten und das Selbstvertrauen war vorhanden. Nun steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie und alle Dinge müssen sich noch irgendwie finden. Soweit zur Borussia.

Eine solche Konstellation, also die Tatsache, dass beide Mannschaften noch nicht im Rhythmus sind und in der Vorbereitung sowie zum Auftakt einige Spieler ausfielen/ausfallen, sorgt dafür, dass es wohl noch einmal mehr auf die individuelle Klasse ankommt. Und genau hier liegt der Vorteil des FC Bayern. Robert Lewandowski (32), Serge Gnabry (25), Joshua Kimmich (26) & co. können einen Gegner auch dann sezieren, wenn nicht alle Elemente des Spiels vollumfänglich funktionieren. Zweifelsohne dürfte der Rekordmeister noch nicht in der Lage sein, Gladbach in deren eigenen Stadion an die Wand zu spielen, ein Sieg aufgrund der individuellen Klasse ist aber definitiv realistisch.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor: Trainer Julian Nagelsmann (34) konnte zwar noch nicht sehr viel mit dem Gros der Mannschaft einstudieren, dafür kann er ein Spiel extrem gut lesen und während der Partie entscheidende Anpassungen vornehmen. Diese müssen nicht einmal personeller Natur sein, auch ein neuer Aufbau oder eine Systemanpassung im Nuancenbereich kann ausschlaggebend sein. Kurzum: Diesmal gewinnt Bayern im Borussia-Park!

Manuel Behlert

 

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