UEFA Best Player in Europe Award – die bisherigen Preisträger

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Heute Abend wird in Monaco erneut der beste Spieler eines europäischen Vereins gekürt. Die jährliche Auszeichnung gibt es seit dem Jahr 2011. Wir blicken auf die bisherigen Preisträger.

Für den „UEFA Best Player in Europe“-Award (umgangssprachlich immer noch: „Europas Fußballer des Jahres“) sind in diesem Jahr Cristano Ronaldo (Real Madrid), Lionel Messi (FC Barcelona) und Gianluigi Buffon (Juventus Turin) nominiert. Ähnlich wie bei dem Ballon D´Or wird ebenso dieser Award von dem Argentinier und dem Portugiesen dominiert – wenn auch nicht in der gleichen extremen Art und Weise.

 

2011 – Lionel Messi (73,6%, FC Barcelona)

2. Xavi (FC Barcelona)

3. Cristiano Ronaldo (Real Madrid)

Mit überwältigender Mehrheit wurde Messi im Jahr 2011 der erste Preisträger. Damals war der FC Barcelona unter Pep Guardiola in der dominantesten Phase und hatte erst jüngst zum zweiten Mal in drei Jahren die Champions League gewonnen. Auch national konnte sich keiner mit den Katalanen messen, die dritte Meisterschaft in Folge war 2011 ein weiteres Indiz für ihre Dominanz. Dementsprechend wurde die Preisverleihung auch von Barca-Spielern dominiert.

(Photo by LLUIS GENE/AFP/Getty Images)

 

2012 – Andrés Iniesta (35,8%, FC Barcelona)

2. Lionel Messi/Cristiano Ronaldo (FC Barcelona/Real Madrid)

Vor fünf Jahren ereignete sich die bisher knappste Abstimmung. Allerdings hatte Andrés Iniesta einen entscheidenden Vorteil: Es war EM-Jahr und Spanien dominierte das dritte große Turnier hintereinander. Iniesta wurde beim zweiten EM-Titel in Folge zum besten Spieler des Turniers in Polen und der Ukraine gewählt. Unüblicherweise gab es hingegen keine Berücksichtigung für Spieler des Champions League-Siegers Chelsea. Von daher wurde der Gewinn des Spaniers im Anschluss ein wenig kritisch gesehen, obwohl der Regisseur zu dieser Zeit wohl auf der Spitze seines Schaffens stand.

(Photo by David Ramos/Getty Images)

 

2013 – Franck Ribery (67,9 %, FC Bayern München)

2. Lionel Messi (FC Barcelona)

3. Cristiano Ronaldo (Real Madrid)

Gegen die Argumente eines mehr als überzeugenden Triple-Gewinns konnte selbst das Superstar-Duo Messi & Ronaldo nichts ausrichten. Franck Ribery spielte die wohl beste Saison seiner Karriere und gewann – absolut berechtigt – die begehrte Trophäe. Der Franzose wurde ebenfalls als Favorit für den Ballon D´Or wenige Monate später gehandelt. Zum Unmut von Ribery und der Verantwortlichen des FC Bayern gewann diese Auszeichnung im Januar 2014 jedoch Ronaldo, obwohl der Portugiese im Jahr 2013 keinen Titel mit seinem Verein erringen konnte.

(Photo by ADRIAN DENNIS/AFP/Getty Images)

 

2014 – Cristiano Ronaldo (48,1%, Real Madrid)

2. Manuel Neuer (FC Bayern München)

3. Arjen Robben (FC Bayern München)

Ronaldo Vs. zwei Mal FC Bayern: Im Jahr der Weltmeisterschaft in Brasilien wurde DFB-Keeper Manuel Neuer von vielen als Favorit gesehen. Am Ende machte das Rennen um den Award erstmals CR7, der mit einem Torrekord in der Champions League maßgeblich zum Gewinn von „La Decima“ beitrug. Da genügten auch die herausragenden individuellen Leistungen von Neuer und Arjen Robben beim interkontinentalen Schlagabtausch nicht. Der Deutsche zog auch wenige Monate später beim Ballon D´Or den Kürzeren gegenüber dem Portugiesen.

(Photo by VALERY HACHE/AFP/Getty Images)

 

2015 – Lionel Messi (90,7%, FC Barcelona)

2. Luis Suarez (FC Barcelona)

3. Cristiano Ronaldo (Real Madrid)

Bedeutet ein Gewinn in der Champions League automatisch den Gewinn der Trophäe? Zu der Annahme kann man zumindest langsam kommen. Im ersten Jahr, in welchem das legendäre Sturm-Trio „MSN“ bei Barca so richtig zündete, gewann Messi den Titel zum zweiten Mal – mit dem bisherigen Rekordergebnis. Ähnlich dominant walzte die „Blaugrana“ in der Saison 2014/15 durch die nationalen und internationalen Wettbewerbe. Aus diesen Gründen waren viele Experten der Ansicht, dass die Nominierung von Ronaldo eigentlich eher Neymar gebührt hätte.

(Photo by Denis Doyle/Getty Images)

 

2016 – Cristiano Ronaldo (72,7%, Real Madrid)

2. Antoine Griezmann (Atletico Madrid)

3. Gareth Bale (Real Madrid)

Gewinn der Europameisterschaft, Gewinn der Champions League: Aufgrund dieser phänomenalen Errungenschaften gab es im letzten Jahr wenig Zweifel, wie der Gewinner heißen würde. Ronaldo gewann die Trophäe zum zweiten Mal in seiner Karriere. Sein Teamkollege Gareth Bale konnte sich durch herausragende Leistungen im Klub und bei der EM in den elitären Kreis spielen. Antoine Griezmann dürfte den erstmaligen Sprung auf das Podest hingegen mit gemischten Gefühlen gesehen haben: Mit Klub und Land scheiterte in den jeweiligen Endspielen um die großen Titel jedes Mal an dem Portugiesen.

(Photo by FRANCISCO LEONG/AFP/Getty Images)

 

Und 2017?

„Ich hasse dich“, soll Griezmann 2016 im Scherz zu Ronaldo nach der Verleihung gesagt haben. Ob Buffon, welchem Ronaldo im Mai wohl die letzte Chance auf den Gewinn der Champions League genommen hat, bei einer Niederlage heute ähnliches sagen würde? Zumindest ist es durchaus wahrscheinlich, dass der Italiener auch heute den Kürzeren ziehen wird. Mit dem Gewinn der spanischen Meisterschaft und der erstmaligen Titelverteidigung in der europäischen Königsklasse hat Ronaldo erneut starke Argumente auf seiner Seite. Daher ist es zu erwarten, dass der Portugiese als erster Spieler diese Auszeichnung zum dritten Mal entgegennehmen wird.

(Photo by GLYN KIRK/AFP/Getty Images)

 

 

Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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