Arsenal startet gegen Leicester in die Wochen der Wahrheit

Vorschau

Vorschau | Zum Auftakt des 34. Spieltags der Premier League empfängt der FC Arsenal Leicester City. Für die Gunners beginnen die Wochen der Wahrheit.

Anpfiff der Partie ist am Dienstag, 21.15 Uhr, Live bei Sky.

  • Arsenal hat vier Spiele in Serie gewonnen
  • Leicester geht auf dem Zahnfleisch
  • Für Arsenal starten die Wochen der Wahrheit

Arsenal: Europäischen Platz festigen

Vier Siege in Serie, drei davon ohne Gegentor, zuletzt ein überzeugendes 2:0 bei den schwer zu schlagenden Wolverhampton Wanderers. Der FC Arsenal scheint den misslungenen Restart gut verkraftet zu haben und knüpft nun dort an, wo man vor der Coronavirus-Pause aufgehört hatte. Im Kalenderjahr 2020 hat nur Meister Liverpool (31) mehr Punkte geholt als die Gunners (25).

Mittlerweile ist Arsenal wieder auf Kurs, doch noch die Europa League einzutüten. Trotz prinzipiell höheren Ambitionen sollte das die Gemüter im Norden Londons nach einer desaströsen Hinrunde zufrieden stellen. Der aktuelle Platz acht dürfte bei einem Ausschluss Manchester Citys aus der Champions League dazu genügen. Diese ist übrigens nun sechs Punkte entfernt. Das man dieses Wort überhaupt nur wieder in den Mund nehmen kann, liegt an Mikel Arteta (38), der Arsenal wieder in die Spur gebracht hat.

Nun warten auf seine Mannschaft allerdings einige schwierige Aufgaben. Leicester City, Tottenham Hotspur, FC Liverpool und Manchester City im FA-Cup-Halbfinale. „Wir haben Momentum. Jetzt kommen wir einen entscheidenden Punkt, wo wir innerhalb von zwei Wochen auf Top-Teams treffen“, sagte Arteta auf der Pressekonferenz vor dem ersten Gegner, Leicester City.

Gegen den Drittplatzierten steht dem Spanier ein nahezu unveränderter Kader zur Verfügung. Nicolas Pépé (25) der am Samstag Vater wurde, kehrt zurück. Für Calum Chambers (25), Pablo Mari (26), Gabriel Martinelli (19) und Bernd Leno (28) ist die Saison gelaufen. Mesut Özil (31) und Mattéo Guendouzi (21) sind nach Disziplinlosigkeiten weiterhin außen vor. „Die Situation ist unverändert“, sagte Arteta.

In Anbetracht des eng-getakteten Spielplans, könnte der Trainer etwas rotieren. Dauerbrenner und Hoffnungsträger Bukayo Saka (18) könnte eine Pause erhalten. Alexandre Lacazette (29), dessen Zukunft unklar ist, erhebt nach seinem entscheidenden 2:0 gegen die Wolves Startelfansprüche.

Leicester: Champions League sichern

Es deutete sich bereits vor der Coronavirus-Pause an: Nach einer sensationellen Hinrunde ging dem feinen aber kleinen Kader von Leicester City etwas die Puste aus. In den fünf Spielen vor und drei Spielen nach dem Restart gab es nur einen Sieg – ein 2:0 gegen Aston Villa m 9. März. Das war übrigens auch das letzte Spiel, bei dem Jamie Vardy traf.

Am Samstag konnten der Stürmer und die Foxes endlich wieder aufatmen. Leicester holte ein bequemes 3:0 über Crystal Palace und bei Vardy platzte rechtzeitig zum Erreichen der 100-Premier-League-Tore-Marke der Knoten. Der Vorsprung auf Platz fünf beträgt nur noch drei Zähler, der auf Platz sechs drei weitere. Das ist wohl auch der Abstand, den es zu halten gilt, wenn Manchester City tatsächlich aus der Königsklasse ausgeschlossen wird. Ein Vardy zurück in Form und als treffsichere Speerspitze des direkten Offensivspiels wird für die Rückkehr auf die große europäische Bühne essentiell sein.

„Wir wussten, dass wir besser werden mussten, aber das Selbstbewusstsein, dass es dir gibt, ist riesig. Man will die Spieler lächeln sehen, wenn sie nicht siegen, ist das schwer“, sagte Trainer Brendan Rodgers (47) auf der PK. Mit diesem Schwung soll nun die Auswärtsaufgabe bei Arsenal bewältigt werden – es wäre der erste Sieg in der Fremde seit dem 1. Januar 2020.

Grund zur Sorge gibt dabei die Personallage. Linksverteidiger Ben Chilwell (23) und Spielmacher James Maddison (23) drohen ebenso wie Ayoze Perez (26) auszufallen. Da Leicester ohnehin auf Ricardo Pereira (26) und Daniel Amartey (25) verzichten muss, wäre das nur schwer zu kompensieren.

(Photo by JASON CAIRNDUFF/POOL/AFP via Getty Images)

Prognose

Arsenal hat einen Lauf, Leicester dagegen geht auf dem Zahnfleisch und hat einiges an Intensität eingebüßt. Darüber hinaus sind die Foxes 2020 in der Fremde zu zahm. Die Gunners sollten mindestens einen Punkt holen, tendenziell eher drei.

Mögliche Aufstellungen

Arsenal: Martinez – Mustafi, Luiz, Kolasinac – Soares (Bellerin), Xhaka, Ceballos, Tierney – Pépé, Nketiah (Lacazette), Aubameyang

Leicester: Schmeichel – Justin, Evans, Soyuncu, Fuchs – Ayoze, Ndidi, Tielemans, Barnes – Iheanacho, Vardy

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(Photo by Mike Egerton/Pool via Getty Images)

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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