Die große CL-Vorschau (1/8) – Gruppe A: Atletico, Dortmund, Monaco, Brügge

UEFA CL/EL

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Am Dienstag, den 18. September, startet die Gruppenphase der UEFA Champions League. Es gibt einige Neuerungen, so zum Beispiel die verschiedenen Anstoßzeiten, denn ab der kommenden Saison werden die Spiele um 18:55 und um 21 Uhr angepfiffen. Real Madrid konnte den Wettbewerb nun dreimal in Folge gewinnen, auch diesmal versuchen 31 Teams die „Königlichen“ von ihrem Thron zu stoßen. Wir blicken ausführlich auf alle Gruppen und liefern die wichtigsten Informationen!

Den Anfang macht die Gruppe A mit Atletico Madrid, Borussia Dortmund, der AS Monaco und dem Club Brügge. 

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Atletico Madrid

(letzte Saison: Sieg in der Europa League)

In der vergangenen Saison enttäuschte Atletico Madrid in der Champions League, als man in der Gruppenphase bereits die Segel streichen musste. Die Transfersperre hatte natürlich Auswirkungen, auch wenn diese im Winter beendet war und Atletico mit Vitolo und Diego Costa nachlegen konnte. In der zweiten Saisonhälfte spielten die „Rojiblancos“ dann in der Europa League und stellten unter beweis, dass sie auch mit einem sehr kleinen Kader in der Lage sind entsprechende Leistungen zu zeigen. Die individuelle Überlegenheit, die Atletico in zahlreichen Spielen in der Europa League auf den Platz bringen konnte, war in der Verbindung mit der gewohnt guten Einstellung unter Diego Simeone entscheidend für den Erfolg. Als Gewinner der Europa League qualifizierte sich Atletico automatisch für die Königsklasse, allerdings hätte man auch über die Liga keine Probleme gehabt. In diesem Sommer wurden wichtige Kaderproblemstellen angegangen und teilweise sehr gut gelöst, Diego Simeone hat seine Wunschspieler verpflichten können und nun einen Kader zur Verfügung stehen, der in Europa wieder auf allerhöchster Ebene für Furore sorgen kann. 

 

Die Transfers im Sommer

Zugänge: G. Martins (Sporting CP), A. Adan (Betis), S. Arias (PSV), N. Kalinic (AC Milan), Rodri (Villarreal), T. Lemar (AS Monaco)

Abgänge: L. Vietto (Leihe, Fulham), Jonny Castro (Leihe, Wolves), A. Moreira (Leihe, Aston Villa), A. Werner (Leihe, Huesca), B. Mensah (Leihe, Kayserispor), Gabi (Al Sadd), F. Torres (Sagan Tosu), E. Velazquez (Rayo Vallecano), S. Vrsaljko (Inter), P. Malong (Mainz 05), D. Jota (Wolves), K. Gameiro (Valencia)

 

Ein sanfter Umbruch

Ein radikaler Kaderumbruch war bei den „Colchoneros“ im Sommer nicht notwendig. Erfahrene Spieler wie Torres und Gabi haben den Verein verlassen, jüngere Alternativen mussten her – und das gelang auch mit den Neuverpflichtungen Kalinic und Rodri. Insbesondere der junge Mittelfeldspieler Rodri, der aus Villarreal verpflichtet wurde, ist enorm vielversprechend und kann dem Team ein wichtiges Element geben. Die Transferperiode von Atletico ist insgesamt als sehr clever zu bezeichnen, vor allem hat man die Chance gewittert Gelson Martins ablösefrei von Sporting zu verpflichten. Er kann in der Offensive entscheidende Akzente setzen, mit seiner immensen Geschwindigkeit und seinen Fähigkeiten im Dribbling auch tiefstehende Gegner vor Probleme stellen.

(Photo by Denis Doyle/Getty Images)

Antonio Adan ist zudem ein zuverlässiger Ersatztorhüter, Kalinic kann vor allem den Spielertypen Diego Costa in der Offensive entlasten und für ihn einspringen, wenn dieser eine Pause benötigt. Zudem ist mit Thomas Lemar einer der Schlüsselspieler aus Monaco nach Madrid gewechselt. Lemar bringt mit 22 Jahren bereits ein enormes Qualitätsspektrum mit, verfügt schon jetzt über viel internationale Erfahrung, gewann im Sommer die Weltmeisterschaft und sorgt dafür, dass Saul und Koke häufiger im Mittelfeldzentrum auflaufen können. Doch auch Lemar könnte, je nach Aufteilung, eine Rolle in einem Dreiermittelfeld ausüben, insofern wird Atletico nur noch unberechenbarer. Rechtsverteidiger Arias, der von der PSV kam, wird vor allem dafür sorgen müssen, dass der Ersatz für Juanfran (33), wenn dieser den Verein in den kommenden Jahren verlässt, leichter fällt. 

 

Stärker in der Breite, mehr Möglichkeiten

Nach einer Saison mit beschränkten Möglichkeiten aufgrund der bereits angesprochenen Transfersperre hat Atletico nun entscheidend in die Breite investiert. Der Kader ist zwar immer noch nicht enorm groß, verfügt lediglich über 20 Spieler exklusive der ein oder anderen Ergänzung aus dem Jugendbereich, aber ist qualitativ sehr hochwertig besetzt, die Optionen in der Breite verursachen kaum einen signifikanten Qualitätsverlust, selbst die Schlüsselspieler können also ersetzt werden. Die Flexibilität wurde bereits angedeutet, Lucas kann als Innenverteidiger und Linksverteidiger eingesetzt werden, Koke und Saul innen sowie außen spielen, Correa auf dem Flügel und in der Spitze eingesetzt werden. 

Der „kleine“ Kader sorgt natürlich auch dafür, dass alle Spieler auf ihre Einsatzzeiten kommen. Das Durchschnittsalter mag mit 27,1 Jahren zwar recht hoch erscheinen, aber viele Spieler befinden sich in einem idealen Alter zwischen 25 und 29, die älteren Spieler wie Filipe Luis (33), Diego Godin (32) und Juanfran (33) sind immer noch wichtige Stützen im Team. Auch deswegen ist die Personalpolitik bei Atletico sehr gut, es wurden bereits Probleme behoben, bevor diese entstanden sind. Entsprechende Pläne werden auf den anderen relevanten Positionen ebenfalls schon in der Schublade liegen. 

 

Die Suche nach der Schwachstelle 

Zusammenfassend kann man festhalten, dass der Kader von Atletico definitiv allerhöchsten Ansprüchen genügt. Diego Simeone muss nun versuchen aus diesem hervorragenden Fundament eine Elf zu formen, die neben dem hochaggressiven und intensiven Fußball, den man aus den letzten Jahren kennt, auch fußballerisch noch mehr Akzente setzen kann. Das Personal dafür ist vorhanden, dieser Prozess wird aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das merkte man auch beim Saisonstart in der spanischen Liga, dieser verlief nämlich etwas holpriger als erhofft. Dennoch sprühen Mannschaft und Trainer vor Tatendrang, die Anpassungen werden mit der Zeit definitiv Früchte tragen.

Eine große Schwachstelle findet man im Kader von Atletico Madrid nicht. Die Mischung aus Physis und Eleganz ist wohl besser denn je, stark verteidigende Gegner können noch besser als zuletzt bearbeitet werden und die Optionen von der Bank sind überdies vielversprechender. Bei Standards ist die Mannschaft defensiv wie offensiv stark, die Ordnung auf dem Platz ist ohnehin eines der wichtigsten Kriterien der Simeone-Philosophie. Wenn Atletico das Glück hat und nur wenige Verletzungen beklagen muss und sich die Mannschaft über einen langfristigen Zeitraum in Topverfassung befindet, wird dieser Gegner nur sehr schwer zu schlagen sein.

 

Player to Watch: Rodrigo Hernandez

Bei all den großen Namen, die Atletico in diesem Sommer verpflichten konnte, gerät Neuzugang Rodrigo „Rodri“ Hernandez ein wenig in Vergessenheit. Doch das völlig zu Unrecht, denn wer Rodri zuletzt beim FC Villarreal verfolgt hat, der wird schnell ein Fan von dessen Spielstil geworden sein. Der mittlerweile 22-jährige verbrachte einen Großteil seiner Jugendzeit bei Atletico, ehe er sich 2013 dem FC Villarreal anschloss. Dort gelang ihm sukzessive der Sprung in die Startelf, insbesondere in der vergangenen Saison zeigte er fantastische Leistungen. Trotz seiner 1,91m ist er ein eleganter Spielertyp, der sich durch kluge und vorausschauende Bewegungen auszeichnet. Rodri erinnert in seinem gesamten Auftreten durchaus ein wenig an Sergio Busquets vom FC Barcelona.

(Photo by GABRIEL BOUYS / AFP)

In der Defensive sticht seine Antizipationsfähigkeit hervor, im Spielaufbau verfügt Rodri über eine enorme Ruhe am Ball. Er erkennt Räume und ist auch unter Bedrängnis in der Lage den Ball präzise zu verteilen. Darüber hinaus ist sein Kopfballspiel formidabel, er vereint also defensive und offensive Qualitäten. Einen Spieler dieser Qualität für 20 Millionen Euro zu verpflichten dürfte sich als absoluter Glücksgriff für Atletico herausstellen. Natürlich benötigt ein Spieler in seinem Alter eine gewisse Anpassungszeit, aber einerseits wird ihm Diego Simeone diese Zeit geben, andererseits verfügt er insgesamt über zu viele wichtige Elemente für das Spiel von Atletico. Rodri wird seinen Weg gehen, aller Voraussicht nach auch schon in dieser Saison. 

 

Die 90PLUS-Prognose

Atletico Madrid hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als unangenehmer Gegner gemacht. Das ist dabei keinesfalls abwertend konnotiert, sondern eine Respektsbekundung. Diego Simeone hat einen Spielstil implementiert, den er selbst Jahr für Jahr verfeinern wollte und weitgehend auch konnte. In dieser Saison hat Atletico gute Chancen um wieder eine sehr gute Rolle in der Champions League zu spielen. In der Gruppe A gelten die „Colchoneros“ nicht zu Unrecht als Favorit. Der Gruppensieg ist das Ziel – und keinesfalls ein unrealistisches.

Manuel Behlert

 

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Borussia Dortmund 

(letzte Saison: Achtelfinale EL)

Am letzten Spieltag der Saison konnte Borussia Dortmund auf dramatische Art und Weise das oberste Saisonziel erfüllen. Am Ende einer turbulenten Saison mit zwei Trainern und mehr enttäuschenden als erfolgreichen Momenten konnte die direkte Champions-League-Qualifikation gesichert werden. Platz 4 reichte in der Bundesliga erstmals für eben diese und wurde von den Dortmundern erreicht. Auch international hinterließ man im letzten Jahr einen blamablen Eindruck. Unter Peter Bosz schied man sang- und klanglos in der Gruppenphase der Champions League aus. Einen Sieg gab es dabei nicht zu bejubeln, nicht einmal gegen APOEL Nikosia. In der Europa League scheiterte man dann unter Peter Stöger in zwei Duellen gegen RB Salzburg, ebenfalls ohne sich mit Ruhm zu bekleckern. In diesem Jahr soll mit einem neuen Trainer wieder alles besser werden bei den Dortmundern. Das heißt, dass das Weiterkommen und Überwintern in der Champions League das Ziel ist.

 

Die Transfers des Sommers

Zugänge:  Abdou Diallo (FSV Mainz), Thomas Delaney (Werder Bremen), Axel Witsel (TJ Quanjian), Marius Wolf (Eintracht Frankfurt), Marwin Hitz (FC Augsburg), Eric Oelschlägel (Werder II), Achraf Hakimi (Real Madrid, Leihe), Paco Alcacer (FC Barcelona, Leihe)

Abgänge: André Schürrle (FC Fulham, Leihe), Andriy Yarmolenko (West Ham United), Sokratis (FC Arsenal), Mikel Merino (Newcastle United), Gonzalo Castro (VfB Stuttgart), Erik Durm (Huddersfield Town), Dominik Reimann (Holstein Kiel), Felix Passlack (Norwich City, Leihe), Roman Weidenfeller (Karriereende), Nuri Sahin (Werder Bremen)

 

Der große Umbruch in Schwarzgelb

Lucien Favre ist das Gesicht des gewünschten Neustarts bei der Borussia. Der Schweizer Trainer soll endlich wieder Konstanz in das Spiel und vor Allem auch das Umfeld Dortmunds bringen. Die letzten, stürmischen Jahre, haben an Fans und Führungsebene ebenso Spuren hinterlassen wie an den Spielern. Deshalb war schon vor Ende der letzten Saison von Watzke und Zorc ein Umbruch angekündigt worden. Mehrere Spieler sollten den Verein verlassen und Platz machen für unbelastete Verstärkungen. Auch die Mentalität der Mannschaft stand des Öfteren zur Debatte, also wurde dies schnell ein wichtiger Punkt im Transfergebaren der Borussia. Der Kader sollte verändert werden, und das im großen Stil. Gelungen ist dies leider nur zum Teil. Nicht alle Spieler, deren Perspektive in Dortmund nicht mehr vorhanden ist, wurden abgegeben, der Kader ist deswegen noch sehr groß – zu groß. Das ist eine Situation, die alles andere als ideal ist, auch wenn auf der Zugangsseite namhafte Deals an Land gezogen werden konnten.

(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Wie es sich für einen Umbruch gehört, startete Dortmund nicht sehr konstant in die Saison. Ein zahnloser Auftritt im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth geriet nur nicht zur absoluten Katastrophe, weil in der Nachspielzeit der Ausgleich und in der Verlängerung der Siegtreffer zum 2:1 erzielt werden konnte. Am ersten Bundesliga-Wochenende hingegen, zeigte die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht. Im, von Favre gewählten 4-3-3, konnten die Dortmunder trotz eines Rückstandes in der ersten Minute mit Kampf und Leidenschaft überzeugen und den Konkurrenten mit 4:1 bezwingen. Am darauffolgenden Spieltag schien Favres 4-3-3 um das zentrale Mittelfeld herum, das gegen Leipzig noch so begeisterte, zahnlos und gegen Hannover 96 kam nur ein 0:0 zustande. Die Dortmunder befinden sich immer noch in einer Probierphase, Favre selbst scheint noch nicht hundertprozentig zufrieden zu sein, dreht weiter an Stellschrauben. Zudem haben einige prominente Spieler, allen Voran Mario Götze, noch keinen Platz im System des Schweizers gefunden.

 

Ungewohnter Transfersommer

Im Gegensatz zu den letzten Jahren gibt es schon einmal eine wirklich positive Nachricht für BVB-Fans in diesem Transfersommer: Es wurden mehr namhafte Spieler verpflichtet als abgegeben. Und: Ein großer Verlust musste nicht hingenommen werden. Es konnten mit Schürrle, Yarmolenko, Sokratis, Castro und Sahin mehrere Gutverdiener vom Gehaltszettel gestrichen werden, sportlich waren sie für den Trainer wohl nie die erste Wahl und hätten sich ohnehin mit einem Bank- oder Tribünenplatz anfreunden müssen.. Die Krux bei den Abgängen liegt in diesem Sommer eher bei denen, die geblieben sind. Unter anderem Sebastian Rode sowie Jeremy Toljan und, etwas unverständlicherweise, Shinji Kagawa sollten den Verein wohl noch verlassen, konnten aber nicht an den Mann gebracht werden. Dies bläht den Kader auf eine ungemütliche Größe auf, die immer wieder dafür sorgen wird, dass sich Spieler mit vermeintlichem Startplatzanspruch auf der Bank oder gar der Tribüne wiederfinden werden. Eine Herausforderung von Favre wird es sein, die Stimmung im Kader dennoch positiv zu halten und die definitiv vorhandenen Ressourcen im Rahmen der intensiven europäischen Wochen clever zu nutzen.

(Photo by SASCHA SCHUERMANN / AFP)

Auf der Zugangsseite hingegen konnte der BVB voll überzeugen. Mit Abdou Diallo wurde Manuel Akanji ein weiterer, unbestritten talentierter Innenverteidiger an die Seite gestellt. Schon jetzt scheint klar zu sein, dass Diallo sich einen Stammplatz erkämpft hat. Auch Thomas Delaney kam von einem Ligakonkurrenten und soll dem Mittelfeld mit seinem Einsatz und seiner Dynamik helfen. Delaney ist körperlich stark und genau der Typ Mentalitätsspieler, nach dem gesucht wurde. In seinen ersten Auftritten konnte er dies nicht nur unterstreichen, sondern zeigte auch immer wieder einen gesunden Vorwärtsdrang und sorgte für Gefahr bei Standards. Als Königstransfer kann Axel Witsel gesehen werden, der für 20 Millionen Euro aus China losgeeist wurde. Vom ersten Tag an hinterließ der Belgier einen guten Eindruck und agierte als umsichtiger Spielgestalter und Lenker auf der Sechserposition. Mit dem am Deadline Day verpflichteten Paco Alcacer gesellt sich zudem eine weitere interessante Offensivoption dazu.

 

Favres Suche

Wie schon zuvor angesprochen scheint Lucien Favre noch nicht völlig zufrieden mit „seinem“ Borussia Dortmund. Nicht nur gilt der Schweizer als Perfektionist, der wohl selten rundum zufrieden ist, es war auch für Außenstehende in den ersten Spielen klar ersichtlich, dass der Mannschaft noch die absolute Sicherheit, das absolute Selbstvertrauen fehlt. Während Favre in den Vorbereitungsspielen sowie in den ersten Pflichtspielen Phillip und/oder Reus in der Spitze agieren ließ, ist nun mit Paco Alcacer ein neuer Mittelstürmer hinzugestoßen. Wie schon beim Testspiel gegen den VFL Osnabrück ersichtlich, wird es nun Favres Aufgabe sein, den Spanier in das Spiel der Borussia einzubinden. Denn während die Defensive rund um Torwart Roman Bürki und die Viererkette Schmelzer-Akanji-Diallo-Piszczek erst einmal gesetzt scheint (und schon sehr stabil wirkt), gibt es in der Offensive noch Fragezeichen, nicht zuletzt aufgrund des Überangebots im Kader. Hat Favre in beiden Bundesligaspielen auf eine Dreierzentrale bestehend aus Delaney, Witsel und Dahoud gesetzt, ist es eine berechtigte Frage was mit Götze und Weigl in nächster Zeit passiert. Gerade gegen Hannover hat zudem offensiv einiges gefehlt, es wurden sehr wenig Chancen kreiert, Neuzugang Marius Wolf enttäuschte als Pulisic-Ersatz. Es wird also noch einiges an Zeit vergehen, bis Favre die Perfektion gefunden hat nach der er strebt.

 

Player to Watch: Manuel Akanji

Der Schweizer Nationalspieler wurde bereits in der letzten Saison verpflichtet und zeigte schon 2017/18 gute Leistungen in einem alles andere als einfachen Umfeld. Wie gut Akanji in seinen jungen  Jahren bereits ist konnte man auch bei der Weltmeisterschaft im Sommer sehen, als er der Stabilisator einer defensiv kompakten Schweizer Mannschaft war. Mit Diallo hat er nun einen jungen, ebenfalls individuell starken Innenverteidigerpartner neben sich, die Zusammenstellung erinnert stark an die Anfangszeiten von Subotic und Hummels.

(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

In der Champions League soll Akanji nun die positiven Eindrücke des Sommers und der ersten Saisonspiele bestätigen. Gegen attraktive und offensivstarke Gegner dürfte der Schweizer in der Abwehr enorm gefordert werden, muss konstante Leistungen zeigen. Seine Qualitäten passen ideal zum Favre-Fußball, Akanji verfügt über einen guten Spielaufbau, eine gute Antizipation, besitzt einen starken Antritt und ist physisch stark. Die kommende Saison dürfte für ihn und für seine Entwicklung enorm wichtig sein.

 

Die 90PLUS-Prognose

Atletico Madrid ist der Favorit in der Dortmund-Gruppe. Das heißt für die Borussen muss es gegen Monaco um den zweiten Platz gehen, ein Ausscheiden in der Gruppenphase soll unbedingt vermieden werden. Und es gibt realistische Möglichkeiten für die Dortmunder. Hauptkonkurrent Monaco befindet sich nach einer weiteren interessanten Transferphase in einem Umbruchsjahr und sollte den Borussen in puncto Kaderqualität keineswegs überlegen sein. Die Hauptfrage ist eher, ob Favre bis zum Start der Champions League weitere sichtbare Fortschritte mit der Mannschaft machen konnte. Da die Defensive in diesem Jahr deutlich stabiler wirkt und die Offensive qualitativ enorm beeindrucken kann, könnte Dortmund tatsächlich wieder in die KO-Phase einziehen.

Julius Eid

 

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AS Monaco 

(letzte Saison: Vorrundenaus Champions League)

Die AS Monaco qualifizierte sich durch einen starken 2. Platz in der Ligue 1 in der abgelaufenen Saison für die UEFA Champions League. Zwar war der Rückstand auf Meister PSG mit 13 Punkten deutlich, die Saison war insgesamt aber ein voller Erfolg. Wieder einmal mussten die Monegassen auf Abgänge reagieren, wieder einmal  gelang dies sehr gut. Neue Talente spielten sich in den Vordergrund und abgesehen von der schwachen Leistung in der Champions League konnte man in Monaco zufrieden sein. Auch in diesem Sommer hatte Trainer Leonardo Jardim wieder mit Abgängen zu kämpfen, Schlüsselspieler wie Thomas Lemar, Fabinho und Keita Balde verließen das Team und müssen ersetzt werden. Die Ansprüche der Franzosen sind auch in dieser Saison groß, die Gruppenkonstellation ist aber alles andere als einfach. 

 

Die Transfers im Sommer

Zugänge: A. Golovin (ZSKA Moskau), B. Henrichs (Bay. Leverkusen), W. Geubbels (Ol. Lyon), J.-E. Aholou (Straßburg), N. Chadli (West Bromwich Albion), Pelé (Rio Ave), R. Pierre-Gabriel (St.-Etienne), A. Barreca (Torino), S. Grandsir (Troyes), J. Panzo (Chelsea U18), S. Diop (Stade Rennes B), J. Gaspar, Y. Ait Benasser (Leihende)

Abgänge: K. Mbappe (PSG), Fabinho (Liverpool), T. Lemar (Atletico), T. Kongolo (Huddersfield), R. Ghezzal (Leicester), S. Meite (Torino), A. Diakhaby (Huddersfield), J. Moutinho (Wolves), Keita Balde (Inter), R. Vinaigre (Wolves), G. Boschilia (Leihe, Nantes), A. Bongiovanni (Leihe, Cercle Brügge), J. Mexique (Leihe, Chalet), I. Diallo (Leihe, Brest), G. Dias (Leihe, Nottingham), Elderson, L. Traore (vereinslos)

 

Großer Kader, nächster Neuanfang

Leonardo Jardim ist seit 2014 als Cheftrainer der AS Monaco im Amt und kennt sich mit der Situation aus, Abgänge kompensieren zu müssen. In der Saison 2017/18 waren es unter anderem Mbappe, Mendy und Bernardo Silva, nun eben Moutinho, Lemar und Fabinho. Die Transferpolitik der Monegassen ist auf die Verpflichtung von talentierten Spielern ausgelegt, nur selten wird ein „fertiger“ Spieler nach Monaco gelotst. Der Kader ist auch aufgrund der zahlreichen jungen Spieler sehr groß, der Jardim muss versuchen diesen Kader in den verschiedenen Wettbewerben zu nutzen um die Spieler bei Laune zu halten. Das wird nicht einfach, gerade weil sich zu Saisonbeginn eine neue Hierarchie entwickelt und neue Automatismen generiert werden müssen.

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Entsprechend holprig verlief auch der Saisonstart in der französischen Ligue 1. In den ersten 3 Spiele wurden lediglich 4 Zähler eingefahren, starke und schwache Phasen wechselten sich in den Spielen ab. Vieles wirkte noch undurchdacht, die Mannschaft muss sich erst einmal finden. Doch wenn es einem Trainer zuzutrauen ist diese noch fehlende Homogenität schnell zu generieren, dann Jardim. Der 44-jährige Portugiese gilt als hervorragender Taktiker, der nicht nur die individuellen Fähigkeiten der jungen Spieler fördert, sondern diese auch in ein passendes System einbinden kann.

 

Zahlreiche kluge Ergänzungen

Betrachtet man den Kader und die Neuzugänge in diesem Sommer, dann fällt auf, dass sich die AS Monaco erneut eine spannende Mannschaft zusammengestellt hat. Gerade die Verpflichtung von Benjamin Henrichs könnte eine entscheidende sein, denn der Außenverteidiger kann auf beiden Seiten eingesetzt werden – und das nahezu ohne Qualitätsverlust. Auch mit Aleksandr Golovin, der bei der Weltmeisterschaft im Sommer einer der Shootingstars war, hat man Qualität im zentralen Mittelfeld hinzuholen können. Beide haben gute Chancen auf einen Stammplatz und dürften der Mannschaft enorm weiterhelfen.

Zudem ist Nacer Chadli als erfahrenes Element für die Offensive sehr wichtig, Barreca könnte in Monaco den nächsten Schritt machen, Pelé, Geubbels und auch Aholou sind wichtige Ergänzungen für die Breite. Die Frage wird sein wie schnell es Leonardo Jardim gelingt eine Stammformation zu finden, die auch gegen diese starken Gegner in der Gruppe A Lösungen finden wird. Die mangelnde Erfahrung hat sich schon in der letzten Spielzeit bemerkbar gemacht, wenngleich die Erwartungen nach dem enttäuschenden Abschneiden 2017/18 in dieser Saison nicht so hoch sein dürften.

 

Eine Frage der Ausrichtung

Leonardo Jardim muss natürlich auch den Spielstil an die neuen Gegebenheiten und den Kader anpassen. In den vergangenen Jahren stellte er aber seine Wandlungsfähigkeit desöfteren unter Beweis. Bei seiner Amtsübernahme legte Jardim viel Wert auf die Defensive, gewann in seiner Auftaktsaison die Gruppe C in der Königsklasse mit einer Tordifferenz von 4:1 nach 6 Spielen, war enorm effizient. In den Folgejahren wurde die Offensive immer wichtiger, insbesondere 2016/17 spielten die Monegassen phasenweise herausragenden Fußball, warfen Manchester City mit einer Angriffsreihe aus Bernardo Silva, Lemar, Mbappe und Falcao aus der Champions League. Die vielen Abgänge von Schlüsselspielern haben natürlich Auswirkungen auf den Spielstil, Jardim hat aber garantiert auch in dieser Saison einige Ideen parat.

Entscheidend dürfte sein, wie schnell diese umgesetzt werden können. Ein System mit einem Stürmer und einer flexiblen offensiven Dreierreihe ist ebenso möglich wie die Installation von Stevan Jovetic als hängende Spitze. Das spielte er bereits zu Saisonbeginn und auch in den vergangenen Spielzeiten sehr häufig. Jovetic bringt technische Fähigkeiten mit und fühlt sich rund um Radamel Falcao spielend sehr wohl. Hier verfügt er über genügend Freiheiten, kann sich den Ball aus der Tiefe abholen und beim Kreieren von Chancen helfen. Leonardo Jardim verfügt also insgesamt über viele Möglichkeiten und kann auf die jeweiligen Ausrichtungen der Gegner reagieren, mehrere Systeme spielen, auch im Spiel mit wenigen Anpassungen elementare Veränderungen vornehmen.

 

Player to Watch: Rony Lopes

Im Jahr 2015 sicherte sich die AS Monaco die Dienste von Offensivspieler Rony Lopes. Mittlerweile ist der Portugiese 22 Jahre alt und reif genug um in dieser Saison Verantwortung zu übernehmen. Die Zeit, die er auf Leihbasis (2016-2017) in Lille absolviert hat, war für Lopes entscheidend. Dort konnte er Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln und sich regelmäßig empfehlen. Mittlerweile ist Lopes aus der Mannschaft der Monegassen nicht mehr wegzudenken, der Klub will schon jetzt den 2020 auslaufenden Vertrag mit dem technisch versierten Linksfuß, der 2017/18 an 29 Treffern beteiligt war, verlängern.

(Photo by CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP/Getty Images)

Rony Lopes wird in dieser Saison noch einmal mehr im Mittelpunkt stehen, nachdem Baldé und Lemar abgegeben wurden. Er bringt das Potenzial mit um den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen, zum absoluten Schlüsselspieler zu reifen. Schon zum Saisonauftakt war Lopes ein häufig gesuchter Fixpunkt im Offensivspiel der Monegassen, der versuchte Radamel Falcao und dessen Kollegen in Szene zu setzen. Der 1,74m große Lopes ist schnell, wenig, verfügt über ein sehr gutes Auge und handelt instinktiv richtig. Bereits jetzt steht er bei einigen Topklubs auf der Scoutingliste, mit einer guten Saison 2018/19, auch in der Königsklasse, könnte er der nächste Kandidat für einen Abgang eines Topspielers sein.

 

Die 90PLUS-Prognose

Die Transferphase der AS Monaco verlief sehr ordentlich, der Kader ist breit aufgestellt und verfügt über viele verschiedene Spielertypen, aber gleichzeitig gibt es auch noch zu viele offene Fragen, die in der kurzen Zeit bis zum Start der Gruppenphase kaum alle beantwortet werden können. Wenn alles ideal läuft kann der Klub aus Frankreich sicherlich um Platz 2 mitspielen, als „Pflicht“ kann man aber lediglich das Erreichen der Europa League und somit Platz 3 bezeichnen.

Manuel Behlert

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Club Brügge 

(letzte Saison: nicht qualifiziert)

Mit dem ersten Platz und der Meisterschaft in Belgien gelingt Club Brügge die direkte Qualifikation zur Champions League. Nach einem Jahr Abstinenz können die Belgier sich also wieder auf das große europäische Parkett freuen. Für einen belgischen Verein wurde zudem enorm viel Geld in neue Zugänge gesteckt. Dies liegt allerdings auch an namhaften Abgängen, viele Käufe wurden eher getätigt um den Qualitätsverlust aufzufangen. Auch jetzt steht Brügge souverän an der Tabellenspitze in ihrer Heimat, in der Champions League weht allerdings ein anderer Wind.

 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: K.Rezaei (RSC Charleroi), M.Mitrovic (Besiktas), K.Letica (Hajduk Split), S. Schrijvers (KRC Genk), S. Amrabat (Feyenord), C.Mata (RSC Charleroi), M. Rits (KV Mechelen), A. Danjuma (Nijmegen), L. Peres (Ituano)

Abgänge: A. Limbombe (Nantes), A.Diaby (Sporting), T. Pina (Alaves), A.Scholz (Midjylland), S. Coopman(KV Oostende), J.Perbet (RSC Charleroi), N. Storm (KV Mechelen), E. Acolatse (Sint-Truiden), J. Teunckens (Royal Antwerp), F. Brodic (Catania)

 

Das belgische Spitzenteam

Seit dem Sommer 2013 ist Club Brügge immer unter den Top 2 Belgiens gewesen. Nachdem der Trainer Michel Preud’Homme das Amt von Juan Carlos Garrido übernahm, führte er die Brügger auf Platz 2 der Liga. Dies war zuvor in der Saison 11/12 auch Christoph Daum gelungen. Doch in der darauffolgenden Saison sollte Preud’Homme den Club Brügge zur ersten Meisterschaft seit 10 Jahren führen. Auch in der Folgesaison konnte dieser Erfolg wiederholt werden. Dies ist wohl auch letztendlich der Grund warum der Meistertrainer im Jahr 2017 seinen Hut nehmen musste. Der Erfolgshunger war gestiegen und man wurde nur Zweiter. Ivan Leko kam also nach Brügge um zu übernehmen und tat das, was von ihm erwartet wurde. Er wurde Meister. In den letzten 5 Jahren kann der Club Brügge also auf 3 Meisterschaften und zwei zweite Plätze zurückblicken und gilt damit logischerweise als Nonplusultra des belgischen Fußballs.

(Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Trotz namhafter Abgänge konnten Schlüsselspieler gehalten werden, darunter Kapitän Ruud Vormer, der unter anderem mit dem hochtalentierten Nakamba ein gutes Mittelfeldgespann bilden kann, das mit Amrabat noch sinnvoll ergänzt wurde. Gerade der 30-jährige Vormer ist der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz, gibt die Kommandos im Zentrum, spielt den zentralen Part vor der Dreierkette und kümmert sich nicht nur um die Zerstörung der gegnerischen Angriffe, sondern auch um den Spielaufbau, versucht kreative Elemente einzubringen. Zudem ist er ein Ansprechpartner für junge Spieler, ein Führungsspiel auf dem Platz, gilt als einziger Spieler, der keinesfalls ausfallen darf.

 

Wilder Sommer, guter Start

Trotz aller Erfolge in Belgien ist Brügge zwangsläufig in einer Position in der wichtige Spieler in größere Ligen abgegeben werden. So kam es auch diesen Sommer. So wurde unter Anderem der linke Flügelspieler Anthony Limbombe nach Nantes in die Ligue 1 abgegeben. Der 24-Jährige war mit 12 Scorerpunktenbei 27 Einsätzen maßgeblich am Gewinn der letzten Meisterschaft beteiligt. Immerhin konnten 8 Millionen Euro für diesen Verkauf generiert werden.

Weitere 5 Millionen brachte dann noch Stürmer Abdoulay Diaby ein, den es zu Sporting nach Portugal zog. Der Angreifer kann ebenso 27 Einsätze und sogar 17 Scorerpunkte (11 Tore) in der Meistersaison vorweisen. Wie zu erwarten hat der Club Brügge also im Transfersommer vor Allem auf der Stürmerposition reagiert und Kaveh Rezai vom Ligakonkurrenten RSC Charleroi verpflichtet. Der 26-Jährige erzielte in der letzten Saison 12 Tore und war dem Meister 5 Millionen wert. Zusätzlich wurde der junge Schrijvers von KRC Genk für 3 Millionen verpflichtet um für mehr Abwechslung auf der Stürmerposition zu sorgen.

Es wurden also durchaus einige Eckpfeiler der letzten, erfolgreichen Saison umgeworfen und neu ausgerichtet. Dennoch zeigt das Team von Ivan Leko keinerlei Anpassungsprobleme und hat die ersten 6 Spiele der neuen belgischen Saison mit 5 Siegen und einem Unentschieden ausgesprochen erfolgreich absolviert. Die Tabelle wird souverän angeführt. Vor Allem Rezai erwies sich bis jetzt als Volltreffer und erzielte in diesen 6 Partien schon vier Tore. Die Anpassungen des neuen Trainers tragen also schon jetzt Früchte, der positive Trend soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.

 

Player to Watch: Emmanuel Dennis

Der 20-jährige Nigerianer ist eigentlich auf der Mittelstürmerposition zuhause, spielt unter Ivan Leko aber überwiegend einen offensiven Part rechts vor der Dreierkette. Sein Defensivverhalten ist noch ausbaufähig, die punktuell entstehenden Lücken müssen gesamtmannschaftlich geschlossen werden. Doch die Elemente, die Dennis in der Offensive einbringt, sind zu wertvoll um auf sie zu verzichten. 2017 wechselte Dennis für nicht einmal 2 Millionen Euro aus Luhansk nach Brügge, seinen Wert hat er seitdem bereits enorm steigern können.

(Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

In den ersten 5 Einsätzen in der laufenden Saison erzielte Dennis zwei Treffer. Natürlich muss er sich noch an seine neue Rolle gewöhnen und sich sukzessive defensiv steigern, aber grundsätzlich bringt er die richtigen Qualitäten mit um auf der Außenbahn zu brillieren. Der 1,74m große Stürmer ist schnell, dribbelstark und verfügt über einen enormen Zug zum Tor, gleichzeitig fehlt es ihm an der nötigen Physis um sich im Zentrum zu behaupten, auch deswegen ist die neue Position eine Chance um sich noch weiter in den Fokus zu spielen. In der Champions League wird er vor allem im Umschaltspiel gefordert sein, wenn die Belgier aus einem Ballgewinn blitzschnell Gefahr kreieren wollen.

 

Die 90PLUS-Prognose

Die Belgier sind zwangsläufig der absolute Underdog in dieser Gruppe. Sollte jedes Team seine Qualität auf den Platz bringen, dann ist für die Belgier alles andere als Platz 4 fast ein Wunder. Trotz aller Erfolge im Heimatland ist man nicht ansatzweise auf Augenhöhe mit Topmannschaften aus den großen europäischen Ligen. Sollte der dritte Platz gelingen, wäre dies ein Erfolg, der wohl vor Allem dann zustande kommen könnte, wenn Ivan Leko das Team zu Höchstleistungen pushen und die Gruppengegner „auf das eigene Niveau herunterziehen“ kann. 

Julius Eid 

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