Fulham vs Arsenal: Londoner Euphorie zum Auftakt

Vorschau

Vorschau | Der FC Fulham und der FC Arsenal eröffnen die Premier-League-Saison 2020/2021, zwei Londoner Klubs, bei denen Euphorie herrscht.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 13.30 Uhr, live auf Sky.

  • Fulham: Schritt eins zum Klassenerhalt?
  • Arsenal: Die Euphorie mitnehmen!
  • Bernd Leno wohl im Tor – Entscheidung gefallen?

Fulham: Aus 2018 lernen

Das Motto des FC Fulham für die Saison 2020/2021 lautet „besser machen“. Besser als nach dem letzten Aufstieg 2018, als für über 100 Millionen Euro der Aufstiegskader verändert wurde. Die Mannschaft fand niemals zusammen, der direkte Abstieg war nicht zu verhindern.

Auch nicht durch Scott Parker (39), der damals während der Saison 2018/2019 das Traineramt übernahm. Der Engländer steht bei der Rückkehr in die Premier League weiterhin an der Seitenlinie. Und auch die Aufstiegsmannschaft, die in den Aufstiegsplayoffs die Nerven behielt, ist nahezu komplett in Takt.

Dazu gehören die Leistungsträger Anthony Knockaert (28, Brighton) und Harrison Reed (25, Southampton). Sie konnten nach ihren Leihen fest verpflichtet wurden. Punktuell verstärkt wurde das Team ebenfalls. Southampton-Leihgabe Mario Lemina (26) verstärkt das Mittelfeld. Mit Antonee Robinson (23, Wigan) und Kenny Tete (24, Lyon) wurden zwei vielversprechende Außenverteidiger an Land gezogen. Im Tor erhält Marek Rodak (23) trotz einer starken Saison Konkurrenz in Person von Alphonse Areola (27, Leihe, PSG).

„Das Ziel ist es, in der Liga zu bleiben“, stellte Parker auf der Pressekonferenz klar und betonte: „Letztes Jahr war es anders, da waren wir nie der Underdog, immer der Favorit.“

Photo: Imago

Trotz der neuen Kontinuität gibt es beim FC Fulham noch Zweifel. Zweifel an der Qualität der Mannschaft, aber auch an Scott Parker, dessen Spiel zuweilen sehr pragmatisch war. Genau das könnte in der Beletage und gegen Arsenal aber der Schlüssel sein: Die Mannschaft konzentriert sich auf das, was sie kann und ist durchaus in der Lage, selbst ein Team wie Arsenal zu ärgern.

Die Abwehr um Michael Hector (28), in der Championship eine Säule, wird die ganze Saison über gefordert sein. Die Zuarbeit des Mittelfelds, in dem der aufstrebende Josh Onomah (23) zu einem Schlüsselspieler heranwächst, wird jedoch essenziell sein. Die Hoffnungen ruhen allerdings auch in Liga eins auf den Schultern von Aleksandar Mitrović (25), der im Aufstiegsjahr 26 Tore erzielte. In der Premier League waren es 2018/2019 nur elf. Doch im Südwesten Londons soll bekanntlich einiges anders laufen als noch vor zwei Jahren.

Alle 20 Teams vor dem Saisonstart: Die große Vorschau zur Premier League

Arsenal: Den nächsten Schritt machen

Mikel Arteta (38) hat in seinen ersten neun Monaten als Chef-Trainer einiges geleistet. Er hat beim FC Arsenal eine Mannschaft übernommen, die nicht mehr wie eine spielte, ihr eine klare Identität verpasst und zwei Titel gewonnen.

Bis seine Vision allerdings die erwünschten Früchte trägt, wird es Zeit und Arbeit benötigen. Wie das Endprodukt aussehen kann, demonstrierten die Gunners am Saisonende mit zwei taktischen Meisterleistungen im FA-Cup gegen Manchester City und Chelsea im Finale. 2020/2021 gilt es nun, die Formschwankungen auszumerzen, konstant und vor allem auch überzeugend gegen die Kleinen der Premier League zu performen. Der nächste Schritt soll gemacht werden, während man die Top-Four wieder ins Visier nimmt.

(Photo by CATHERINE IVILL/POOL/AFP via Getty Images)

Zu diesem Vorhaben gehört zur Erleichterung aller im Norden Londonds auch Führungsspieler und Torgarant Pierre-Emerick Aubameyang (31). Die Vertragsverlängerung des Gabuners wird in Kürze bekannt gegeben. Damit er und seine Offensivkollegen aus dem Vorjahr endlich mehr Chancen erhalten, buhlt Arsenal noch um die Dienste von einem X-Factor im Mittelfeld. Thomas Partey (27, Atlético) oder Houssem Aouar (22, Lyon) werden als Verstärkung gehandelt. Beide könnten dem ansehnlichen Grundspiel der Gunners schmerzlich vermisste Zielstrebigkeit einhauchen.

Gegen Fulham wird allerdings voraussichtlich noch das altgediente Personal richten müssen, sodass auch ein Verbleib beim 3-4-3 wahrscheinlich ist. Neuzugang Willian (32) ist wohl zunächst ein Kandidat für die Bank. Selbige wäre für den zuletzt aussortierten Mesut Özil (31) mittlerweile ein Fortschritt.

In der Defensive dagegen sollte Innenverteidiger-Hoffnung William Saliba (19), der bereits im Vorjahr für 30 Millionen Euro von St. Etienne verpflichtet wurde, sein Debüt feiern. Neuzugang Gabriel vom OSC Lille könnte aufgrund der Verletzungen in der Innenverteidigung ebenfalls erstmals zum Zug kommen. David Luiz (33) und Sokratis (32) sowie die langzeitverletzten Pablo Marí (27), Shkodran Mustafi (28) und Calum Chambers (25) fallen allesamt aus. Im Tor dürfte dagegen Bernd Leno (28) wieder einsatzbereit sein. Obwohl Emiliano Martinez (28) die starken Leistungen des Deutschen nach dessen Verletzung sogar toppte, ist es der Argentinier, der den Klub wohl verlassen wird. Ein Bericht des Guardian bestätigt dies, demnach wird Martinez nicht einmal im Kader von Arsenal stehen.

Prognose

Der FC Arsenal geht als klarer Favorit in das Duell gegen den FC Fulham. Aufstiegs-Euphorie wird beim Underdog sicherlich eine Rolle spielen, doch ohne Zuschauer wird die Mannschaft von Scott Parker auf die ansteckende Stimmung von den Rängen verzichten müssen. Die Gunners setzten sich knapp durch.

Mögliche Aufstellungen

Fulham: Rodak (Areola) – Odoi, Ream, Hector, Bryan – Lemina, Reed, Cairney – Knockaert, Mitrovic, Cavaleiro

Arsenal: Leno – Saliba, Holding, Tierney – Bellerin, Xhaka, Ceballos, Maitland-Niles – Aubameyang, Nketiah (Lacazette), Pépé

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Photo: Imago

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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