Bricht Gladbach den Bann bei Roses Rückkehr mit dem BVB?

Vorschau

Vorschau | Zum Topspiel des Wahlwochenendes trifft Schwarz-Grün, Borussia Mönchengladbach auf Schwarz-Gelb, Borussia Dortmund. Während es bei den Fohlen noch überhaupt nicht läuft, hakt es beim BVB besonders an einer Stelle. Im Fokus: Marco Rose.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 18:30 Uhr, Live bei Sky.

  • Borussia Mönchengladbach: Kommen die Fohlen gegen Ex-Trainer Rose aus dem Tief?
  • Borussia Dortmund: Standardschwäche – noch stimmt auch das Ergebnis
  • Rose-Rückkehr birgt besondere Brisanz, Max Eberl beschwichtigt

Gladbacher Tief vor Rose-Rückkehr

Es läuft noch nicht viel zusammen am Niederrhein. Zwar begann die Saison mit einem 1:1 gegen den FC Bayern äußerst verheißungsvoll. Doch der allgemeine Trend zeigt nach unten. Aus den restlichen vier Spielen konnte Borussia Mönchengladbach einzig gegen Bielefeld (3:1) noch punkten, musste bislang drei Niederlagen einstecken und konnte noch kein einziges Spiel ohne Gegentor gestalten.

Im Zentrum sucht die Borussia noch nach Struktur und Balance. Während Adi Hütter (51) gegen Bielefeld noch im 3-4-2-1 auflaufen ließ, entschied er sich in Augsburg für ein 4-2-3-1, mit Denis Zakaria (24) sowie Florian Neuhaus (24) auf der Doppelsechs. Letzterer ist aber einen Halbtonschritt weiter vorne, im zentralen Mittelfeld, besser aufgehoben. Und im Angriff fehlt es den Gladbachern an Durchschlagskraft: 14,2 Torschüsse benötigen sie für einen Treffer. Nur Fürth, Bielefeld und Augsburg zeigen sich bislang noch großzügiger.

Frustrierte Gesichter bei Borussia Mönchengladbach gegen Augsburg

Bildquelle: imago

Die Aussichten für Borussia Mönchengladbach könnten rosiger sein, vor dem Besuch des Ex-Trainers. Seinen Name steht rund um den Borussia-Park inzwischen auf dem Index. Bereits im Frühjahr hing dort ein Banner mit schwarz-gelben Lettern „Kein Söldner steht über dem Verein – sofort raus mit dem charakterlosen Schwein!“ Nach Ansicht der Fans waren die Bindung von Marco Rose (45) zum Verein und die Versprechen, die er machte, mehr Schein als Sein.

Die Sieglosserie nach der Ankündigung seines Abgangs dahingehend lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Nun werden beide erstmals seit dem Tag X zusammengeführt.Wenngleich sich Max Eberl (48) wünscht, „dass wir uns nicht nur in diesen Kleinkrieg begeben“, so darf man trotzdem davon ausgehen, dass sich an diesem Samstagabend viel Energie entladen wird. Vor allem, wenn auch sportlich nicht viel zusammenläuft, am Niederrhein.

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Standards als Standard im BVB-Spiel

Wesentlich besser sieht es  – zumindest ergebnistechnisch – bei Borussia Dortmund aus. Von acht Pflichtspielen gewann der BVB sechs. Einzig im Supercup gegen den FC Bayern (1:3) sowie in Freiburg (1:2) setzte es Niederlagen. Vergangenen Sonntag gab es ein 4:2 über Union Berlin. Es war ein typisches Spiel für den BVB in der Saison 2021/22. Einerseits führte man bereits 3:0, ließ Union aber trotzdem noch auf 2:3 herankommen, bevor Erling Haaland (21) auf äußerst artistische Art und Weise den Sieg klarmachte.

Das Hauptproblem in der Defensive: Standardsituationen. Max Kruse (33) traf vom Punkt. Zehn Minuten vor Schluss durfte Andreas Voglsammer (29) nach einem Eckball einköpfen. Auch beim 2:1 bei Beşiktaş fiel das Gegentor durch Francisco Montero (22) im Zuge einer Freistoßflanke. Sechs von Elf Treffern (54,5%) kassierte Dortmund nach ruhenden Bällen, Spitzenwert in der Bundesliga.  

 

 

 

Kapitän Marco Reus (32) war trotz des Heimsieges am DAZN-Mikrofon angefressen: „Wir bekommen wieder mal ein dummes Standard-Gegentor. Ich glaube, das war schon das vierte oder fünfte dieses Jahr. Daran müssen wir schleunigst arbeiten, weil wir uns so immer um den Lohn und die Arbeit bringen.“ Bislang konnte Dortmund wettbewerbsübergreifend einzig das Pokalspiel in Wiesbaden (3:0) ohne Gegentreffer überstehen. In Gladbach bekommt der BVB die nächste Chance. Denn bislang stimmt das Ergebnis. Trotzdem gibt es bei der Rose-Elf noch einige Stellschrauben, an denen gedreht werden muss, damit der Standard kein Standard im BVB-Spiel bleibt.

Prognose

Man darf sich auf ein äußerst intensives und temporeiches Spiel zwischen Gladbach und dem BVB einstellen. So wie sich beide Mannschaften bislang defensiv präsentierten, sicherlich auch ein torreiches. Vergangene Saison gewann Gladbach sein Heimspiel gegen die Dortmunder mit 4:2. Es war der erste Sieg nach elf Pflichtspielniederlagen in Folge. Wenn die Fohlen diesen Erfolg wiederholen wollen, müssen sie vor allem in puncto Effizienz zulegen. Momentan sieht es eher nach einem Unentschieden oder einem Sieg für Schwarzgelb aus.  

 

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Scally, Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Zakaria – Herrmann, Stindl, Pléa – Embolo

Borussia Dortmund: Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel – Bellingham, Dahoud – Reus – T. Hazard, Haaland

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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