Heidenheim gegen Bremen – die Entscheidung in der Relegation

Heidenheim Werder Relegation
Vorschau

Vorschau | Im Rückspiel in der Relegation kämpft Heidenheim um den Aufstieg, während Bremen nach schwacher Leistung im Hinspiel unter großem Druck steht. Das Heimteam kann Historisches schaffen, für Werder geht es um alles.

Anpfiff der Partie ist am Montag, 20:30 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Heidenheim gewann die letzten fünf Heimspiele
  • Werder hat nur wegen seiner Auswärtsstärke die Relegation erreicht
  • Im Hinspiel enttäuschten die Bremer, aber Heidenheim blieb ohne Auswärtstor

Heidenheim hofft auf die Heimstärke

Heidenheims Trainer Frank Schmidt (46) war mit dem Auftritt seiner Mannschaft am Donnerstag im Hinspiel zufrieden. „Wir haben eine disziplinierte Leistung gezeigt“, sagte er nach Spielende. Der Außenseiter hielt über 90 Minuten im Weserstadion gut mit. Werder war am Anfang mit deutlich mehr Ballbesitz feldüberlegen, die klareren Chancen hatten aber die Gäste, die kurz vor dem Schlusspfiff ihre besten Gelegenheiten nicht nutzten. Heidenheim lauerte immer wieder auf Bremer Fehler, und spielte dann schnell nach vorne. Das brachte Bremen in der Abwehr manches mal Probleme. Die Chance auf ein Auswärtstor war also da, aber auch so geht Heidenheim mit einer guten Ausgangsposition in das Rückspiel zu Hause.

Denn Heidenheim ist extrem Heimstark. 37 von 51 möglichen Punkten holte das Team von Frank Schmidt in der 2. Bundesliga zu Hause und ist damit die zweitstärkste Heimelf der Liga. Die Ergebnisse in eigenen Stadion wurden zu einem entscheidenden Faktor im Aufstiegskampf, die vergangenen fünf Heimspiele gewann Heidenheim. Die letzte Niederlage kassierte der FCH im Oktober und ist seit zwölf Partien an der Brenz ungeschlagen.

Die Heimstärke kann nun den Weg ebnet für den Aufstieg in die Bundesliga – Heidenheim wäre das 57. Ligamitglied. Die Stärke der Heidenheimer sind neben sauberer Technik die Physis und die Athletik. Das Spiel der Mannschaft ist laufintensiv. Schmidt wird heute Abend wohl wieder auf ein 4-4-2 mit Doppelsechs setzen. Die defensive Stabilität wird wichtig für den Außenseiter, im Hinspiel ließ man nur eine klare Bremer Torchance zu. Schmidt hat vor dem Hinspiel gezeigt, dass seine Mannschaft auch mal rotieren kann, er nahm im Vergleich zur Niederlage in Bielefeld am 34. Spieltag drei Änderungen vor. Gesetzt sind die beiden wichtigsten Offensivakteure Niklas Dorsch (22) im Mittelfeld und Tim Kleindienst (24) im Sturm. Mit Marc Schnatterer (34) dürfte der Mannschaftskapitän und „Mister Heidenheim (seit 2008 im Verein) eine weitere Option im Angriff sein.

 (Photo by Carmen Jaspersen/AFP via Getty Images)

Werder Bremen muss sich steigern

„Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns“, sagte Florian Kohfeldt (37) nach dem Hinspiel. Werder ist mit dem Heidenheimer Spiel nicht zurecht gekommen und fand wenig Lösungen im Spiel nach vorne. Gerade fünf Tage nach dem fulminanten Heimsieg über Köln (6:1) war das eine Enttäuschung. Werder kontrollierte das Spiel zwar vor allem im ersten Durchgang, tat sich mit wenig Tempo gegen gut organisierte Heidenheimer aber schwer. In der Abwehr überstand Werder aber einige schwierige Situationen und verteidigte auch Standards erfolgreich. Vor allem Ecken sind Werders größte Schwachstelle.

Dass Werder mit Druck umgehen kann, haben die drei Auswärtssiege, als man schon fast abgestiegen war, gezeigt. Auch am letzten Spieltag nutzte Bremen die Chance gegen Köln eindrucksvoll. Im Hinspiel gegen Heidenheim flatterten aber augenscheinlich die Bremer Nerven. Das Aufbauspiel war wieder zu behäbig und einfachste Pässe kamen, wie schon im gesamten Saisonverlauf, nicht an. Was den Bremern Hoffnung macht, ist ihre Auswärtsbilanz: Seit dem Restart gewann Werder drei Auswärtsspiele und verlor nur in Mainz. In allen vier Partien in der Fremde traf das Team.

Kohfeldt forderte vor dem Spiel von seiner Mannschaft vor allem einen emotionalen Auftritt. Fußballerisch ist Werder besser besetzt als Heidenheim, es ging aber am Donnerstag zu keinem Zeitpunkt wirklich ein Ruck durch die Mannschaft, wie wenige Tage zuvor gegen Köln. Werder muss engagierter auftreten und mit Tempo spielen. Nur so findet man Lücken. Kohfeldt muss in der Abwehr auf Kapitän Niklas Moisander (34) verzichten, der im Hinspiel die gelbrote Karte sah. Kevin Vogt (28) kehrt stattdessen nach einer Sperre zurück. Taktisch spielt Werder wohl wieder im 4-3-1-2 mit Yuya Osako (30), Niklas Füllkrug (27) und Milot Rashica (24) als forderste Offensivspieler.

 (Photo by Carmen Jaspersen/AFP via Getty Images)

Prognose

Der 1.FC Heidenheim ist nicht so ein krasser Außenseiter, wie im Vorfeld angenommen, das hat das Hinspiel gezeigt. Ob der Heimstärke des Zweitligisten erwartet Werder eine schwere Aufgabe. Nur wenn Bremen Spielwitz und Tempo entwickelt, kann Heidenheim geknackt werden. Ein Bremer Auswärtssieg ist unwahrscheinlich, ein Auswärtstor könnte aber die Rettung für Werder bringen.

Mögliche Aufstellungen:

1.FC Heidenheim: Müller – Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf – Dorsch, Griesbeck, Kerschbaumer, Schnatterer – Kleindienst, Thomalla

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Vogt, Friedl – M. Eggestein – Bargfrede, Klaassen – Osako – Rashica, Füllkrug

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(Photo by Carmen Jaspersen/AFP via Getty Images)

Piet Bosse

Fasziniert von diesem einen langen Pass in die Spitze. Hat eine Schwäche für deutschen und französischen Fußball. Seit 2019 bei 90PLUS.

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