PSG vs St. Etienne: Kampf um den Titel im Coupe de France!

Vorschau

Vorschau | Die reguläre Saison in der Ligue 1 wurde abgebrochen, aber die beiden Pokalendspiele finden statt. Im Coupe de France trifft PSG auf Saint-Etienne.

Anpfiff der Partie ist am Freitag, 21:10 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Kaltstart für beide: Wer kommt besser rein?
  • PSG will nach Meistertitel auch den ersten Pokalsieg der Saison
  • Saint-Etienne will den Favoriten ärgern

PSG: Wo steht man wirklich?

Die Pause, die Paris Saint-Germain bedingt durch den Saisonabbruch in der Ligue 1 hatte, war lang. Sehr lang. Für PSG ist dieses Endspiel – wie für den Gegner auch – ein Kaltstart, auch wenn zuletzt erste Testspiele stattgefunden hatten. Ein K.O.-Spiel zum Start ist etwas Besonderes, aber es ist ein guter Test für die Champions League, die ebenfalls in einem Spiel ausgetragen wird.

Die aktuelle Form von Paris Saint-Germain ist nur schwer einzuschätzen. In den letzten Tests zeigte sich die Mannschaft sehr spielfreudig, das tut sie unter Trainer Thomas Tuchel (46) aber häufig. Bei einer Offensive, bestehend aus Technikern wie Neymar (28) und pfeilschnellen sowie abschlussstarken Angreifern wie Kylian Mbappe (21) ist das auch nicht überraschend.

PSG Monaco
(Photo by ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/AFP via Getty Images)

Daran lässt sich schon erkennen, dass eine offensive Ausrichtung für PSG den Weg zum Erfolg ebnen soll. Neymar und Mbappe sind nicht die einzigen Ausnahmekönner, mit Mauro Icardi (27), Angel di Maria (32) und Pablo Sarabia (28) stehen weitere Topspieler zur Verfügung. Und mindestens drei von ihnen werden gemeinsam auflaufen und versuchen, die Gäste von Beginn an unter Druck zu setzen.

Die Frage nach dem System ist eine sehr interessante. Vor dem Abbruch der Saison spielte PSG häufig im 4-4-2-System, schlug so auch Borussia Dortmund in der Champions League. Das Personal gibt diese Formation definitiv her, in den Testspielen variierte Tuchel viel, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und jedem Spieler zumindest einen gewissen Rhythmus zu geben. Der Einsatz von Juan Bernat (27) ist noch offen, ansonsten dürften alle Spieler zur Verfügung stehen. 

Saint-Etienne will den Favoriten ärgern

Die reguläre Saison der AS Saint-Etienne war alles, nur nicht zufriedenstellend. Am Ende fand sich die Mannschaft im Tabellenkeller wieder, was überhaupt nicht den eigenen Ansprüchen entsprach. Die Vorzeichen vor dem Pokalendspiel sind also klar, man ist krasser Außenseiter. Doch das wäre man auch auch gewesen, hätte man die Ligue 1 auf Platz sechs abgeschlossen.

Es ist schwierig, eine Einschätzung zu treffen, wie gut Saint-Etienne nun aus der langen Pause kommen wird. Das Trainerteam um den erfahrenen Claude Puel (58) wird jedenfalls die richtigen Schlüsse aus der schwachen Saison gezogen und an den nötigen Stellschrauben gedreht haben.

Auch die Aussagen des Trainers vor dem Endspiel zeigen, dass sich die AS Saint-Etienne in der Außenseiterrolle wohl fühlt. „Wir sind Außenseiter, aber das Ziel ist es, unser Spiel durchzuziehen und auf dem Platz Spaß zu haben. Wir haben nichts zu verlieren“, beschwor Puel seine Mannschaft auf der Pressekonferenz.

Dafür hat die Puel-Elf aber etwas zu gewinnen. Und das ist nicht völlig unrealistisch. Denn blendet man die schwache Saison aus, lässt sich feststellen, dass die Qualität im Kader gar nicht so schlecht ist. Loic Perrin (34), Yann M’Vila (30), Denis Bouanga (25) – in allen Mannschaftsteilen stehen gute Spieler im Aufgebot. Zudem will Wahbi Khazri (29) seine allenfalls durchschnittliche Saisonbilanz aufbessern – im Idealfall mit dem Titel. 

Prognose

Im Normalfall wird sich PSG in diesem Spiel durchsetzen, doch was ist nach einer solch langen Pause und in einem Endspiel schon normal? Der Außenseiter aus Saint-Etienne rechnet sich durchaus etwas aus, muss die Fehler dafür aber auf ein Minimum reduzieren.

Mögliche Aufstellungen:

PSG: Navas – Dagba, Marquinhos, Kimpembe, Kurzawa – Gueye, Verratti, di Maria, Neymar – Mbappe, Icardi

AS Saint-Etienne: Ruffier – Debuchy, Perrin, Fofana, Gabriel Silva – M’Vila, Youssouf, Dioussé – Hamouma, Bouanga, Khazri

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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