Sporting CP vs FC Porto – Bewährungsprobe gegen den Meister

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Vorschau | In der noch jungen Saison in der Primeira Liga kommt es direkt zu einem Spitzenspiel. Sporting CP empfängt den Meister FC Porto im Estadio José Avlalade.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 21:30 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Sporting CP will zurück an die Spitze
  • FC Porto: Unterfangen Titelverteidigung
  • Der Meister wackelt zum Start

Sporting CP

In der öffentlichen Wahrnehmung gehört der Sporting Clube de Portugal aus Lissabon zu den drei großen Klubs im Land des amtierenden Europameisters. Allerdings geht diese Perspektive nicht wirklich mit den sportlichen Leistungen konform. Während der FC Porto und Stadtrivale Benfica jede Saison die Meisterschaft unter sich ausmachen, haben die Leones mit dieser Frage schon länger nichts mehr am Hut. Das letzte Mal konnte sich Sporting im Jahr 2002 als bester Verein Portugals bezeichnen, just als ein gewisser Cristiano Ronaldo (35) den Sprung ins erste Team schaffte. Lediglich in dieser Kategorie ist Sporting noch auf Augenhöhe mit den beiden Rivalen: Die eigene Jugendarbeit.

Solche Institutionen mögen auch Porto und Benfica für sich beanspruchen, die größte Qualität kommt aus den Reihen der Grün-Weißen: Neben Ronaldo bildete Sporting unter anderem Weltfußballer Luis Figo (47), Nani (33) oder Ricardo Quaresma (37) aus. Bei diesem Hintergrund sind die Errungenschaften in den letzten beiden Dekaden deutlich zu wenig. Zumindest gewann der Klub aus der portugiesischen Hauptstadt vor einem Jahr mal wieder den nationalen Pokal. Die Spielzeit danach wurde dennoch abermals dennoch fernab der anderen beiden Spitzenklubs geprägt. Dazu verlor Sporting auch noch im vergangenen Januar Kapitän Bruno Fernandes (26) an Manchester United.

Sporting lief nur auf einem enttäuschenden vierten Rang über die Ziellinie in der Primeira Liga. Unter diesen Voraussetzungen wirkt es umso beeindruckender, dass der Verein deutlicher besser in die neue Saison startete. Nach zwei Spielen hat Sporting die Maximalausbeute von sechs Punkten und liegt auf dem dritten Rang (alle anderen Teams in unmittelbarer Nähe bestritten ein Spiel mehr). Zu den aufstrebenden Kreis um Akteure wie Jovone Cabral (22) oder Nuno Mendes (25) gesellt sich seit kurzem wieder Rückkehrer und Europameister Joao Mario (27).

(Photo by PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP via Getty Images)

FC Porto

Während die Gastgeber seit fast zwanzig Jahren auf den ganz großen Wurf in der Primeira Liga warten, hat der FC Porto eine deutlich kleinere Durststrecke hinter sich. Allerdings sah der einstige Serienmeister und vor allem Champions-League-Sieger von 2004 in der abgelaufenen Dekade kaum Land im Rennen mit Benfica. Der Rekordmeister aus der Hauptstadt gewann unter anderem von 2014 bis 2017 vier Titel in Folge und dazu auch noch 2019. Porto grätschte 2018 wenigstens einmal zwischenrein und schafften auch 2020 erneut den Sprung an die Spitze.

Genau dorthin gehört der Verein aus der Hafenstadt nach dem eigenen Selbstverständnis. Doch im Gegensatz zu Befinca mussten die Dragoes in der abgelaufenen Transferperiode einen extremen personellen Aderlass hinnehmen. So verließen noch um den Deadline Day elementare Stütze wie Danilo Pereira (29/zu PSG) oder Alex Telles (27/zu Manchester United) den Verein. Demgegenüber konnte der FC Porto zumindest mit Felipe Anderson (27/West Ham) einen qualitativ hochwertigen und prominenten Neuzugang präsentieren. Daneben können sich die späten Leihgeschäfte mit Marko Grujic (24/Liverpool) sowie Malang Sarr (21/Chelsea) durchaus sehen lassen.

Der Start in die neue Spielzeit kann dennoch mit dem erwähnten negativen Aspekt in Verbindung gebracht werden. Nach zwei Auftaktsiegen verlor die Mannschaft von Trainer Sergio Conceicao (47) zuhause mit 2:3 gegen Underdog CS Maritimo. Zum Vergleich: Im Vorjahr verlor Porto in 34 Spielen insgesamt überhaupt nur vier Mal. Das Unterfangen Titelverteidigung scheint somit unabhängig von der starken Konkurrent bei Benfica kein leichtes Unterfangen zu werden.

(Photo by FERNANDO VELUDO/AFP via Getty Images)

Prognose

Die Gäste befinden sich nach einem personellen Aderlass noch ein wenig in der Findungsphase. Die Gastgeber präsentierten sich dagegen bisher in guter Verfassung. Daher dürften die Vorteile heute Abend latent bei Sporting liegen. Jedoch sollte man den FC Porto als Titelverteidiger niemals abschreiben. Dennoch genügen die bisherigen Eindrücke nicht, um die Rolle als Favorit heute inne zu haben.

Mögliche Aufstellungen:

Sporting CP: Adan – Luis Neto, Coates, Feddal – Porro, Matheus Nunes, Pedro Goncalves, Mendes – Tiago Tomas, Vietto, Santos

FC Porto: Diogo Costa – Manafa, Mbemba, Pepe, Sanusi – Otavio, Felipe Anderson, Sergio Oliveira – Corona, Marega, Diaz

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(Photo by PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP via Getty Images)

Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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