Der FC Schalke 04 hat einen Abnehmer für Christian Gomis gefunden. Der 26-jährige Angreifer wechselt für eine Saison auf Leihbasis zum spanischen Zweitligisten CD Teneriffa, der sich zusätzlich eine Kaufoption sichert.
Die Eckdaten
- Modell: Leihe für eine Saison, mit Kaufoption für Teneriffa
- Höhe der Kaufoption: nicht bekannt
- Vertrag auf Schalke: läuft bis 30. Juni 2029
- Motiv: Spielpraxis für den Spieler, Gehaltsersparnis für den Klub
Zuerst hatte die WAZ über den Vorgang berichtet, Sky griff die Personalie ebenfalls auf. Eine offizielle Bestätigung der Vereine steht noch aus.
Vom Deadline-Day-Zugang zum Verkaufskandidaten
Gomis war am 1. September 2025 – ebenfalls am letzten Tag des Transferfensters – für rund 1,5 Millionen Euro vom FC Winterthur nach Gelsenkirchen gekommen und hatte einen Vertrag über vier Jahre unterschrieben. Die Erwartungen erfüllte er nicht.
In der Zweitliga-Saison 2025/26 stand er 13-mal auf dem Platz, davon siebenmal in der Startelf, und kam bei 609 Einsatzminuten auf ein Tor und eine Vorlage. Zwei Verletzungen bremsten ihn zusätzlich: Im Herbst fiel er erst mit Oberschenkelproblemen und anschließend mit einer Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel jeweils mehrere Wochen aus.
Nach dem Aufstieg wurde es noch enger
Mit der Rückkehr in die Bundesliga hat sich seine Lage weiter verschlechtert. Im Sturmzentrum verfügt Trainer Miron Muslic inzwischen über Edin Dzeko, Moussa Sylla und Junior Adamu – für Gomis blieb dahinter kaum Raum. Bereits im Mai war er mit einer Leihe zu Austria Wien in Verbindung gebracht worden, damals kam es nicht dazu.
Für Schalke geht es beim Abgang deshalb um zweierlei: Der Spieler bekommt Spielzeit, und der Klub spart Gehaltskosten – wenige Tage vor Fristende ein nicht unwichtiger Punkt.
Spanien ist für ihn kein fremdes Terrain
Was in den deutschen Meldungen untergeht: Für Gomis ist der Wechsel keine Reise ins Ungewisse. Der gebürtige Senegalese, in Pikine geboren, durchlief seine ersten Fußballjahre in Spanien – zwischen 2006 und 2014 spielte er in der Jugend von CD Vícar, La Cañada Atlético und Ciudad de Roquetas in der Provinz Almería.
Erst danach führte sein Weg in die Schweiz, wo er über La Chaux-de-Fonds, Biel-Bienne, Vevey-Sports und Stade Nyonnais bis nach Winterthur kam. Dort empfahl er sich mit starken Leistungen für den Sprung nach Deutschland.
In Spanien trifft er nun auf eine Liga, deren Tempo und Rhythmus dem Profil eines beweglichen, technisch veranlagten Angreifers entgegenkommen dürften – und auf eine Sprache, die er seit seiner Kindheit spricht.
Was offen bleibt
Ungeklärt sind die Höhe der Kaufoption und die Frage, ob Schalke einen Teil des Gehalts weiterzahlt. Beides dürfte erst mit der offiziellen Verkündung bekannt werden – oder gar nicht. Das deutsche Transferfenster schließt am Dienstag.

