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Die deutschen Vertreter vor dem 5. Spieltag in der Europa League

23. November 2017
Manuel Behlert

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Die deutschen Vertreter vor dem 5. Spieltag in der Europa League

Für den 1. FC Köln, Hertha BSC und die TSG Hoffenheim geht es um alles. Heute steht der 5. Spieltag der Europa League auf dem Programm und alle drei Teilnehmer aus der Bundesliga haben noch einiges zu erledigen, um die Chance zu bekommen, im internationalen Geschäft zu überwintern. Wir geben vorab einen kleinen Überblick über die Situation in den drei Gruppen! 

 

Gruppe C: Hoffenheim muss in Portugal gewinnen

Die Ausgangslage in der Gruppe:

  • Ludogorets, 5:2 Tore, 8 Punkte
  • SC Braga, 5:5 Tore, 7 Punkte
  • TSG Hoffenheim, 6:6 Tore, 4 Punkte
  • Basaksehir, 3:6 Tore, 2 Punkte

Die TSG 1899 Hoffenheim muss im altehrwürdigen und architektonisch beeindruckenden Estadio Municipal do Braga antreten und dabei unter anderem auf Sandro Wagner verzichten. Hoffenheim muss das Spiel eigentlich gewinnen, nachdem das Hinspiel gegen die Portugiesen vor heimischer Kulisse mit 1:2 verloren ging. Gewinnt man den direkten Vergleich oder zieht dabei zumindest mit Braga gleich, hat man am letzten Spieltag noch alles in der eigenen Hand.

(Photo by AMELIE QUERFURTH/AFP/Getty Images)

Julian Nagelsmann hofft indes, dass man sich so viele Torchancen wie im Hinspiel herausspielen kann, diese aber dann auch nutzt. Der Chancenwucher und individuelle Fehler waren dort nämlich der Hauptgrund für die Niederlage. Am abschließenden Spieltag trifft die TSG zuhause auf Ludogorets, das bis dahin vielleicht schon für die K.O.-Runde qualifiziert ist. Die Ausgangslage könnte sich also mit einem Auswärtsseig drastisch verbessern.

 

Gruppe H: Köln im Dreikampf um Platz 2

Die Ausgangslage in der Gruppe:

  • Arsenal, 8:3 Tore, 10 Punkte
  • Roter Stern Belgrad, 2:2 Tore, 5 Punkte
  • BATE Borisov, 6:10 Tore, 4 Punkte
  • 1. FC Köln, 6:7 Tore, 3 Punkte

Der 1. FC Köln wird auf einen FC Arsenal treffen, der wieder einmal viel rotieren wird, aber durchaus mit Selbstvertrauen ausgestattet ist. Holding, Chambers, Mertesacker, Elneny, Maitland-Niles – all diese Spieler dürften von Beginn an auflaufen, wollen sich aber natürlich zeigen. Für die Kölner wird diese Aufgabe, gerade vor dem Hintergrund der Misere in der Liga, natürlich trotzdem sehr kompliziert.

Peter Stöger muss bei der angespannten Personalsituation auch beachten, dass er die angeschlagenen Spieler nicht zu großer Belastung aussetzt, daher könnte zum Beispiel Bittencourt nicht von Beginn an auflaufen. Im Parallelspiel hoffen die Kölner auf ein Remis, damit man am letzten Spieltag die bestmöglichen Chancen hat. Mit der Kulisse im Rücken geht gegen Arsenal Zuhause natürlich auch etwas, zumindest ein Punkt ist im Rahmen des Möglichen.

 

Gruppe J: Spannung auf allen Plätzen

Die Ausgangslage in der Gruppe

  • Östersund, 5:3 Tore, 7 Punkte
  • Zorya Luhansk, 3:5 Tore, 6 Punkte
  • Athletic Bilbao, 3:3 Tore, 5 Punkte
  • Hertha BSC, 3:3 Tore, 4 Punkte

Die Hertha trifft im vorletzten Spiel der Gruppenphase auf Athletic Bilbao, eine spannende Mannschaft mit erfahrenen und individuell guten Einzelspielern, die in der Europa League gerne weit kommt. Doch in dieser Saison tut sich Athletic schwer, was aus Sicht der Berliner durchaus auch so weitergehen kann. Die Hertha sollte mindestens einen Zähler holen um am letzten Spieltag noch Chancen auf Platz 2 zu haben, aber selbst das wird schwer.

(Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Denn zum Ende der strapaziösen Hinrunde hat auch der Hauptstadtklub mit Blessuren zu kämpfen, unter anderem Darida fällt aus, Duda sollte gegen Bilbao ebenfalls passen müssen. Vor dem letzten Heimspiel gegen Östersund sollte sich die Ausgangsposition bestenfalls nicht verschlechtern, Pal Dardai muss einen Weg finden, international ein gutes Spiel abzuliefern, aber national dem Negativtrend entgegenwirken zu können. Die Mannschaft leidet mitunter unter der hohen Belastung, Rotation ist wichtig.

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