Donnerstag, Januar 23, 2020
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Die große EL-Vorschau (2/12): Gr. B – Celtic, Leipzig, Rosenborg, Salzburg

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Zahlreiche Mannschaften haben versucht sich für die Europa League zu qualifizieren, eine langwierige Auswahlphase hat nun ein Ende gefunden und 48 Teams stehen nun in der Gruppenphase. Für manche Klubs ist dies ein großer Erfolg, manche sehen die Europa League, beispielsweise nach einer gescheiterten Qualifikation für die Champions League nur als Trostpflaster an. Eines vereint diese Teams aber: Sie wollen sich auf europäischer Bühne von ihrer besten Seite präsentieren und versuchen die bestmöglichen Resultate einzufahren. Wir liefern die Vorschau über alle 12 Gruppen der UEFA Europa League! 

 

Die Gruppe B bietet einiges an Gesprächsstoff, wir stellen Celtic, RB Leipzig, Rosenborg und RB Salzburg genauer vor!

Hier geht’s zur Gruppe A (Bayer04, Razgrad, Larnaca, Zürich)!

 

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FC Celtic (SCO)

Celtic gehört zu den traditionsreichsten Klubs in Europa, ist der schottische Spitzenklub und hatte das große Ziel sich für die Königsklasse zu qualifizieren. Das gelang allerdings nicht und nun müssen die Schotten von Trainer Brendan Rodgers mit der Europa League Vorlieb nehmen. Der Kader wurde am Ende der Transferperiode noch einmal etwas umgebaut, vor allem der Abgang von Moussa Dembele wiegt schwer, im Verein hätte man den Topstürmer sehr gerne behalten. Alles Beschweren hilft nichts, Rodgers muss sich mit der derzeitigen Situation arrangieren, wird seine Mannschaft möglicherweise etwas umbauen müssen. Die Gruppe ist alles andere als einfach, das Ziel ist aber definitiv das Erreichen der K.O.-Runde. 

(Photo by Ian MacNicol/Getty Images)

Die Transfers des Sommers

Zugänge: A. Ralston (eigene Jugend), F. Benkovic (Leihe, Leicester), D. Arzani (Leihe, Man. City), S. Bain (Dundee), Y. Mulumbu (Kilmarnock), E. Izaguirre (Al-Feiha), O. Edouard (PSG)

Abgänge: C. Miller (Leihe, Dundee), J. McCart (Inverness), S. Wardrop (Dundee), J. Thomson (Dunfermline), J. Lindsay (Ross County), N. Ciftci (Genclerbirligi), E. Sviatchenko (Midtjylland), S. Armstrong (Southampton), M. Dembele (Lyon)

Dembele-Verlust und kluge Anpassungen

Natürlich ist man bei Celtic nicht in der Lage Transfers aus dem obersten Regal zu tätigen. Umso wichtiger wäre die Qualifikation für die Champions League gewesen, den Schotten gehen durch das Verpassen der Königsklasse einige fixe Millionen durch die Lappen. Der Kader ist zwar insgesamt nicht schlecht, mit der Champions League hätte man aber zusätzliche Argumente gehabt um Moussa Dembele von einem Verbleib zu überzeugen. Der junge Stürmer wurde kurz vor dem Ende der Deadline nach Lyon abgegeben, ein Ersatz danach nicht mehr verpflichtet, auch aus Zeitgründen.

Zwar kann man die Verpflichtung von Odsonne Edouard als eine Art Vorgriff sehen, denn der 20-jährige wird nun mehr im Fokus stehen als zunächst angenommen, aber es geht definitiv ein gewisses Maß an individueller Klasse verloren, das schwer zu ersetzen ist. Mit Arzani und Benkovic hat man aber immerhin zwei sehr wichtige Ergänzungen auf Leihbasis verpflichten können, die bei Celtic den nächsten Schritt machen und sich für ihre Stammvereine Leicester und Man. City empfehlen sollen. Auch die Izaguirre-Rückkehr aus Saudi-Arabien dürfte sich als gute Lösung erweisen, der Linksverteidiger kennt die Liga, kennt Celtic und dürfte keine Anpassungsprobleme haben.

Auch Mulumbu bringt im Mittelfeld viel Erfahrung mit und verstärkt den schottischen Meister, was insbesondere nach dem Abgang von Armstrong notwendig war. Der ein oder andere Leistungsträger hat den Klub verlassen, nun liegt es an den Neuzugängen oder den bisherigen Ergänzungsspielern diese Rolle einzunehmen. Celtic will und wird auch weiterhin ein Anlaufpunkt für junge Talente sein, gute Leistungen im Europapokal erleichtern natürlich die Verpflichtung eben jener Spieler.

Im Fokus: Daniel Arzani

(Photo by Stu Forster/Getty Images)

Der junge Australier Daniel Arzani spielte bei der Weltmeisterschaft für die Nationalmannschaft der “Socceroos”, war mit 19 Jahren, 5 Monaten und 12 Tagen der jüngste Spieler, der beim Turnier im Sommer zum Einsatz kam. Arzani wurde nach der Weltmeisterschaft von Manchester City verpflichtet und zu Celtic verliehen, hier soll er nun zwei Jahre lang reifen und unter Beweis stellen, warum er von zahlreichen Klubs beobachtet wurde. Arzani ist schnell, dribbelstark, wendig, kann für die besonderen Momente sorgen und gilt als eines der größten Talente der vergangenen Jahre im australischen Fußball. Der Schritt nach Europa war folgerichtig, die Leihe zu Celtic war ein logischer Wechsel. Hier kann er nun in der Europa League zeigen, was in ihm steckt – in einer anspruchsvollen Gruppe.

Die 90PLUS-Prognose

Celtic sieht sich selbst in der Champions League und hat nun in der Europa League eine Gruppe zugelost bekommen, die alles andere als einfach ist. Gerade die RB-Klubs aus Leipzig und Salzburg sind für Europa-League-Verhältnisse große Kaliber, deswegen ist ein Weiterkommen nicht planbar. Wenn Celtic sein Leistungsvermögen optimal ausschöpft, dürfte Platz 2 möglich sein, eine Garantie gibt es aber natürlich nicht. Es wird im Endeffekt auf Nuancen ankommen.

 

RB Leipzig (GER)

Der Sommer 2018 verlief für RB Leipzig nicht gerade so ruhig, wie man es sich vorgestellt hat. Die Trainerfrage wurde erst spät geklärt, Ralf Rangnick übernimmt nun für ein Jahr und musste quasi mit dem Vorbereitungsstart schon die ersten Pflichtspiele in der Qualifikation zur Europa League absolvieren. Die ersten Runden wurden souverän gemeistert, doch in den Playoffs gegen Luhansk zeigte RB Schwächen, konnte erst kurz vor dem Ende des Rückspiels den entscheidenden Treffer erzielen um sich zu qualifizieren. Auch in der Bundesliga war der Auftakt nicht gut, die Mannschaft spielt noch zu hektisch, ihr fehlt ein kontrollierendes Element. Aber die individuelle Klasse ist hoch und die Offensive kann, wenn sie ins Rollen kommt, viele Gegner vor große Probleme stellen. 

Die Transfers des Sommers

Zugänge:  J. Krahl (eigene Jugend), M. Saracchi (River Plate), M. Cunha (FC Sion), N. Mukiele (Montpellier)

Abgänge: A. Lookman (Leihende), F. Coltorti (Karriereende), M. Bruno (Charleroi), E. Abouchabaka (Leihe, Fürth), D. Kaiser (Bröndby), O. Damari (Hapoel Tel Aviv), V. Janelt (Bochum), Z. Kalmar (Dunajska Strada), A. Diawusie (Ingolstadt), Bernardo (Brighton), B. Schmitz (1. FC Köln), P. Köhn (Salzburg), A. Jung (Bröndby), N. Keita (FC Liverpool)

 

Übergangsjahr und schwieriger Transfersommer

Nach der vergangenen Saison, die am Ende nicht ganz zufriedenstellend verlief, versäumte es RB Leipzig auf dem Transfermarkt einen  entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Mit Mukiele und Saracchi wurde zwar die Defensive sehr gut verstärkt und auch Cunha ist als Offensivergänzung sicher ein guter Griff, doch die größten Probleme, die vor allem durch den Abgang von Schlüsselspieler Naby Keita entstehen, wurden nicht gelöst. An Mittelfeldspieler Rudy und Flügelspieler Lookman war man interessiert, doch beide wechselten nicht nach Leipzig.

(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

So entsteht im Übergangsjahr unter Rangnick, das eigentlich keines sein soll, nun eine gewisse Problematik. Die Nichtverpflichtung von Lookman sollte nicht das größte Problem sein, denn mit Werner, Poulsen, Sabitzer, Augustin, Cunha, Bruma und Forsberg ist durchaus hohe Qualität vorhanden. Das Problem ist eher im Mittelfeldzentrum zu verorten – und hat sich schon in den ersten Spielen bemerkbar gemacht. Die Strategie das Mittelfeld schnell zu überbrücken mag gut zu Rangnicks Vorstellungen passen, aber gerade in engen Spielen, in denen das Tempo variiert werden muss, kann das nicht über 90 Minuten durchgezogen werden.

Mittelfeldvakuum und eine flexible Offensive

Naby Keita war nun auch kein strategischer, primär spielmachender Ballverteiler, aber seine individuelle Klasse war derart hoch, dass er vor allem im Defensivbereich viele Lücken zulief, Zweikämpfe gewann und Bälle eroberte. Er war der Schlüssel- und Verbindungsspieler im Mittelfeld und auf dieser Position überhaupt nicht nachzulegen, mit Ilsanker, Demme, Laimer und mit Abstrichen Kampl in die Saison zu gehen, ist höchst riskant. Auch wenn im Winter mit Haidara und Adams wohl zwei Mittelfeldspieler verpflichtet werden. Bis dahin wird Ralf Rangnick Lösungen finden und der Defensive einen höheren Stellenwert verleihen müssen.

Doch die Abwehr von RBL ist sehr jung, auch hier muss mit schwankenden Leistungen gerechnet werden. Das Prunkstück ist im Vergleich eher die Offensive, auch wenn zum Saisonstart noch eine gewisse Ladehemmung herrschte, nur zwei Tore in den zwei Bundesligaspielen erzielt wurden. Wenn Werner & co. aber ins Rollen kommen, muss man sich vor keiner Offensivabteilung in der Europa League verstecken. Der Vorteil für Ralf Rangnick ist hier, dass er mit hoher Qualität rotieren kann, immer gute Alternativen auf der Bank sitzen hat und auch 1-2 verletzungsbedingte Ausfälle – im Gegensatz zum Mittelfeldzentrum – keine Katastrophe darstellen.

 

Die 90PLUS-Prognose

In einer schwierigen Gruppe ist RB Leipzig individuell immer noch am besten besetzt. Das Team von Ralf Rangnick hat zwar noch einige offene Fragen zu klären und muss sich in nahezu allen Bereichen steigern, aber für das Erreichen der K.O.-Runde müsste es im Normalfall reichen. Und im Winter dürfte es dann Ergänzungen im Kader geben. Wofür das reichen wird, bleibt abzuwarten, mit RB ist aber immer zu rechnen.

 

Rosenborg BK (NOR)

Der amtierende Meister der norwegischen Eliteserien war direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert und befindet sich in der im Kalenderjahr ausgetragenen norwegischen Liga in einem erbitterten Titelkampf mit dem SK Brann, der zurzeit nach 21 Spieltagen nur zwei Punkte hinter Rosenborg auf Platz 2 liegt. Die Norweger gelten in dieser durchaus attraktiven Gruppe B in der Europa League als Außenseiter, befinden sich aber im Gegensatz zu den anderen Mannschaften schon zu Beginn im vollen Rhythmus, verfügen zudem über eine durchaus gute Mannschaft mit dem ein oder anderen international bekannten Spieler.

 

Die Transfers des Sommers

Zugänge: A. Gersbach, I. Ogbu (Leihende), I. Jebali (Elfsborg), D. Denis (Rad Belgrad)

Abgänge: R. Zekhnini (Leihende), M. Stamneströ (Ranheim), M. Konradsen (Bodö/Glimt), M. Amundsen (Braunschweig, Leihe), J. Rasmussen (Empoli)

 

Kompaktheit und Zielspieler Bendtner und Söderlund

Ein fast unabdingbares Element für den Erfolg in der Europa League dürfte für Rosenborg die Kompaktheit im Mittelfeld sein. Die Norweger sind individuell gegenüber den anderen Teams in dieser Gruppe unterlegen, müssen dies mit Einsatz, Laufbereitschaft und einer klugen Strategie kompensieren. Die Basis für eine kompakte Defensive soll die erfahrene Innenverteidigung aus Reginiussen (32) und Hovland (29) bilden, der Rest der Defensive ist überwiegend jung und entwicklungsfähig, bekannt ist vor allem Ex-Bundesligaprofi Hedenstad, der auf der rechten Seite zuhause ist.

Das Mittelfeld besteht aus laufstarken Arbeitern, soll vor allem für Stabilität und Balance sorgen. Der Fokus im Offensivspiel liegt auch nicht auf den Angriffen durch die Mitte, sondern eher auf dem Flügelspiel. Die Außenverteidiger schieben häufig an, die Flügelspieler schlagen viele Flanken, die von den großgewachsenen Mittelstürmern abgeschlossen werden sollen.

(Photo by Trond Tandberg/Getty Images)

Einen klaren Toptorschützen sucht man in den Reihen der Norweger vergeblich, das spricht allerdings für die Flexibilität in der Offensive. Besonders Söderlund und Bendtner werden häufig gesucht, sind mit 1,87m und 1,93m die idealen Zielspieler für die Art und Weise, wie das Team von Rini Coolen Fußball spielen will. Was der Offensive vielleicht fehlt ist ein Gegenentwurf zu den großen Spielern im Zentrum, auch Jebali und Vilhjalmsson sind über 1,85m groß, ein klassischer Konterspieler steht nicht im Aufgebot. Andererseits dürfte gerade Fähigkeit Bälle festzumachen in dieser Gruppenkonstellation wichtig sein.

Die 90PLUS-Prognose

Ja, Rosenborg hat den ein oder anderen bekannten Namen im Kader, ist voll im Rhythmus und spielt national eine gute Saison mit wenig Gegentreffern. Die Europa League ist aber noch einmal ein anderes Kaliber, die Gegner sind vor allem offensiv deutlich stärker. Soll heißen: Selbst wenn Rosenborg eine gute Gruppenphase am Leistungslimit spielt, muss schon viel zusammen kommen, damit die Norweger auch im Sechzehntelfinale noch im Wettbewerb stehen. 

 

RB Salzburg (AUS)

Dass RB Salzburg in der vergangenen Saison in der heimischen österreichischen Liga wieder einmal das Maß aller Dinge war, muss man  kaum erwähnen. Doch vor allem die Leistung in der Europa League war aller Ehren wert, die Österreicher standen im Halbfinale und hatten gute Chancen auch in das Endspiel einzuziehen, scheiterten aber an Olympique Marseille – und zwar denkbar knapp. In der Saison 2018/19 wollte RB endlich in der Königsklasse angreifen, scheitert aber schon wieder in der Qualifikation, diesmal gegen Roter Stern Belgrad. Nun müssen die Österreicher schon wieder mit der Europa League Vorlieb nehmen, haben aber große Ziele.

Die Transfers des Sommers

Zugänge: E. Mwepu (Liefering), K. Ludewig (Leipzig U19), Z. Junuzovic (Werder), D. Todorovic (Tuzla), J. van der Werff (St. Gallen), P. Köhn (Leipzig), J. Onguene (Stuttgart), E. Haland (Molde, Januar 2019)

Abgänge: S. Stangl (Vereinslos), O. Diakite, K. Adeyemi (Leihe, Liefering), L. Meisl (Leihe, St. Pölten), Y. Diarra (Leihe, Hartberg), M. Ashimeru (Leihe, St. Gallen), M. Berisha (Leihe, Magdeburg), M. Djuricin (Grasshoppers), D. Atanga (Leihe, Fürth), M. Okugawa, M. Honsak (Leihe, Kiel), H. Hwang (Leihe, HSV), D. Oberlin (Basel), V. Lazaro (Hertha), V. Berisha (Lazio), D. Caleta-Car (Marseille)

 

Kann Salzburg die letzte Saison wiederholen?

Trainer Marco Rose spielte sich mit seiner Mannschaft in der letzten Saison in den Fokus einiger Topklubs in Europa, wurde im Sommer sogar mit einem Wechsel in die deutsche Bundesliga in Verbindung gebracht. Doch Rose blieb in Salzburg, konnte Topspieler wie Samassekou von einem Verbleib (und einer Verlängerung) überzeugen und wollte endlich den Traum Champions League in Salzburg leben. Doch die beinahe schon unheimliche Serie des konsequenten Scheiterns ging weiter, die Europa League wird durchaus als Enttäuschung gesehen, obwohl die Gruppe sehr attraktiv ist.

(Photo by Trond Tandberg/Getty Images)

Nun stellt sich natürlich die Frage ob RB Salzburg die letzte Spielzeit ansatzweise wiederholen kann. Zwar wurde von den ganz großen Sommertransfers abgesehen, aber wenn die letzten Jahre eines zeigten, dann, dass RB in jeder Saison in der Lage ist, eigene junge Talente zu fördern und dass die jungen Spieler in diesem homogen zusammengestellten Team ein gutes Umfeld vorfinden um zu wachsen. Kandidaten für einen entscheidenden Sprung in dieser Saison sind vor allem Martin Pongracic, Xaver Schlager oder Hannes Wolf.

Mittelfeldynamik weiter der Pluspunkt

Während in der Innenverteidigung mit Duje Caleta-Car einer der Topspieler abgegeben und wieder durch junge Optionen ersetzt wurde, blieb die Offensivabteilung und vor allem das Mittelfeld weitgehend gleich. Die Ergänzung im Mittelfeldzentrum durch den erfahrenen Zlatko Junuzovic ist klug, vor allem, weil dieser Elemente einbringt, die zuvor etwas fehlten. Das Mittelfeld definiert sich aber weiterhin über seine Dynamik und seine Laufstärke, vor allem Haidara und Samassekou sind dominante Spielertypen, die schon jetzt heiß begehrt sind.

Samassekou wurde im Sommer mit italienischen Klubs und Marseille in Verbindung gebracht, Haidara könnte im Winter nach Leipzig wechseln. Beide sind extrem athletisch, treiben das Spiel an, stehen für das aggressive, intensive Spiel nach vorne und das schnelle Überbrücken des Mittelfelds. Der bereits angesprochene Schlager soll alsein ordnendes Element fungieren, ähnlich wie es Neuzugang Junuzovic kann. Wolf ist ein Kreativspieler, der eher als klassischer “10er” angesehen werden kann. Seine Aufgabe besteht darin die Stürmer mit Pässen füttern und im letzten Drittel die einfachen, aber effektiven Anspiele durchzführen. Hier haben die Salzburger also tendenziell an Qualität gewonnen.

 

Die 90PLUS-Prognose

Die Qualität im Kader von RB Salzburg ist weiter hoch, der Weg von Marco Rose mit dieser Mannschaft noch nicht zuende. Besonders das RB-Duell mit Leipzig verspricht extrem brisant zu werden, hier dürften Nuancen entscheiden. Ansonsten müssen gegen Celtic und Rosenborg vor allem die Heimspiele gewonnen und der direkte Vergleich positiv gestaltet werden, dann sieht es mit dem Weiterkommen sehr gut aus. Wenn im Winter tatsächlich der Abgang von Haidara erfolgt, dürfte das eine Schwächung sein – sofern bis zu diesem Zeitpunkt nicht der nächste Spieler in seiner Entwicklung einen entsprechenden Schritt nach vorne gemacht hat. 

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