EM 2021 | Titelträger Portugal ist raus! Hazard-Tor lässt Belgien jubeln

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News | Im vierten EM-Achtelfinale traf das bislang überzeugende Belgien auf Portugal. In Sevilla sahen die Fans eine lange Zeit maue Begegnung, die letztlich die Roten Teufel nach aufregenden Schlussminuten mit 1:0 gewannen.

Portugal steht stabil – Ideenloses Belgien profitiert von Hazard

Der belgische Nationaltrainer Roberto Martinez schickte seine Mannschaft im 3-4-2-1-System aufs Spielfeld, wobei erstmals die Hazard-Brüder gemeinsam starteten. Zudem behielt Axel Witsel seinen Platz in der Anfangsformation. Auf der Gegenseite überraschte Fernando Santos, indem er auf Joao Palhinha statt Danilo Pereira setzte, Diogo Dalot zum Startelfdebüt verhalf und zunächst auf Bruno Fernandes verzichtete.

Unter der Leitung von Schiedsrichter Dr. Felix Brych erarbeitete sich die Seleção die erste Gelegenheit, da Renato Sanches im Mittelfeld an Fahrt aufnahm, im rechten Moment auf Diogo Jota legte, der jedoch klar verzog (5.). Ansonsten besaß Belgien leichte Feldvorteile. Noch fehlte allerdings die nötige Durchschlagskraft. Portugal schaffte es, den Einzug in den eigenen Strafraum zu verhindern.

 

In der Offensive baute es vor allem auf Umschaltsituationen. Den nächsten nennenswerten Abschluss gab Cristiano Ronaldo in Minute 25 jedoch per Freistoß ab. Seinen Versuch aus Torwarteck wehrte Thibaut Courtois sicher ab. Seine Vordermänner hingegen fanden nicht zum gewohnten Spielfluss. Als der Ball mal über mehrere Stationen tief in der gegnerischen Spielhälfte lief zog Thomas Meunier nach innen und schlenzte ihn mit dem Außenrist aus rund 20 Metern über das Tor (37.).

Rund 240 Sekunden später zog Torghan Hazard von halblinker Position aus ähnlicher Entfernung ab und das Spielgerät flatterte am bisher beschäftigungslosen Rui Patricio vorbei ins Netz – 1:0. Somit gingen die Roten Teufel trotz einer zähen ersten Hälfte mit einer Führung in die Halbzeitpause.

EM 2021: Spielplan und Tabellen

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Vor dem Anpfiff knieten beide Mannschaften sowie das Schiedsrichtergespann geschlossen ab. Photo: Imago

De Bruyne muss raus – Portugal rennt an

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schock für Belgien. Kevin de Bruyne signalisierte nach nicht einmal zwei Minuten, dass er Partie nicht fortsetzen kann. Dries Mertens sprang in die Bresche. Anschließend ergriff Portugal zunehmend die Initiative. In der 58.Minute bediente Ronaldo den im Sechszehner lauernden Jota, dessen schneller Abschluss aus der Drehung flog über den Kasten. Die Seleção agierte in dieser Phase deutlich druckvoller, während die Roten Teufel auf Konter warteten. Torszenen blieben allerdings weiterhin Mangelware. Santos reagierte darauf mit der Einwechslung von André Silva.

Doch bis in die Endphase hinein versteckten beide Mannschaften ihre fußballerischen Qualitäten weitestgehend. Stattdessen nahm die Hektik auf dem Spielfeld zu. Pepe löste mit einem wüsten Einsteigen gegen Torghan Hazard eine Rudelbildung aus und handelte sich die Gelbe Karte ein (77.). Brych hatte auch in der Folge alle Hände voll zu tun. Zugleich probierte Portugal, mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzwingen.

Nach 82 Minuten ergab sich die bis dato beste Gelegenheit. Infolge einer Ecke von Joao Felix köpfte Ruben Dias freistehend auf die Fäuste von Courtois. Der Schlussmann musste kurz darauf erneut eingreifen, als er herausstürzend vor Ronaldo rettete (88.). Es war die letzte enorm brenzlige Szene. Denn auch in der fünfminütigen Nachspielzeit verteidigte Belgien den Vorsprung und trifft damit am Freitagabend (21.00 Uhr) im Viertelfinale auf Italien. Titelverteidiger Portugal muss dagegen die Heimreise antreten.

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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