EM 2021 | Überragende Italiener qualifizieren sich für das Achtelfinale

Locatelli, Insigne (beide Italien) bejubeln Treffer
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News | Zum Abschluss des 2. Spieltag der EM 2021 duellierten sich Italien und die Schweiz. Italien wäre mit einem Sieg für das Achtelfinale qualifiziert. Am Ende machte Italien mit einem 3:0 alles klar.

Dominantes Italien lässt Schweiz keine Luft

Nach dem Unentschieden gegen Wales (1:1) wollte die Schweiz gegen Italien unbedingt drei Punkte. Die wiederum kamen mit viel Rückenwind aus dem 3:0-Auftaktsieg gegen die Türkei. Beide Teams sind offensiv ausgerichtet und wollen den Ball haben. Dementsprechend temporeich ging die Partie los. Italien lief die Schweizer früh an, wollte so den Spielaufbau der Nati unterbinden. Die Italiener waren zu Beginn die dominierende Mannschaft und machten da weiter, wo sie gegen die Türkei aufgehört hatten. Ciro Immobile und Domenico Berardi sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Gehäuse von Schweiz-Keeper Yann Sommer.



Die Squadra Azzurra schnürte die Schweiz förmlich ein, teilweise mutete es wie beim Handball an. Aber immer wieder war ein Schweizer Bein oder Kopf dazwischen. In der 19. Minute war es dann augenscheinlich soweit. Nach einer Ecke von Lorenzo Insigne blieb die Situation im Fünfmeterraum der Schweiz zunächst undurchsichtig, ehe Kapitän Giorgio Chiellini den Ball letztlich über die Linie stocherte. Allerdings schaltete sich der Videoassistent ein. Chiellini wurde der Ball zuvor an die Hand geköpft, das Tor somit ungültig. Kurz darauf musste der Capitano allerdings weichen, verletzungsbedingt ging es für Chiellini nicht weiter. Für ihn kam Francesco Acerbi ins Spiel.

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In der 26. Minute gab es dann beim Führungstreffer der Italiener nichts zu beanstanden. Manuel Locatelli leitete seinen eigenen Treffer mit einem wunderbaren Volley-Pass selbst ein. Von rechts außen zog Berardi zur Grundlinie, der durchgelaufene Locatelli musste in der Mitte anschließend nur noch seinen Fuß hinhalten, 1:0 Italien. In der Folge lag die optische Überlegenheit weiter bei der Mannschaft von Trainer Roberto Mancini, zwingende Chancen kamen aber nicht zustande. Die Schweiz tat sich schwer, Fluss ins eigene Offensivspiel zu bekommen. Zu oft verlor man den Ball bereits im Spielaufbau. Mit diesem Spielstand ging es dann auch zum Pausentee in die Kabinen.

Italien Team feiert Treffer

Photo: Matteo Gribaudi/Image nella/ Imago

EM 2021: Spielplan und Tabellen

Italien abgeklärt, Schweizer Nati bleibt blass

Die Schweiz kam mit deutlich mehr Power aus der Kabine. Die Italiener wurden deutlich früher angelaufen und die Intensität in den Zweikämpfen war deutlich höher als noch in der ersten Hälfte. Die Nati agierte nicht mehr so passiv wie in Durchgang eins. Allerdings nahm erneut Locatelli der Schweiz mit seinem zweiten Treffer den Wind aus den Segeln. Nach einer präzisen Kombination wurde der Mittelfeldspieler 17 Meter vor dem Tor sträflich allein gelassen. Locatelli bedankte sich mit einem satten Schuss ins rechte untere Eck.

In der Folge versuchte die Schweiz sich zurückzukämpfen. In der 64. tauchte die Nati erstmals wirklich gefährlich vor dem Tor von Gianluigi Donnarumma auf. Steven Zuber scheiterte allerdings gleich zweimal am gut reagierenden Keeper. Den Rest der Partie kontrollierte Italien das Geschehen und ließ am Sieg keine Zweifel mehr aufkommen. Kurz vor Schluss trug sich auch Immobile in die Torschützenliste ein. Die Italiener sind die erste Mannschaft, die sich für das Achtelfinale der EM 2021 qualifiziert haben.

Photo: Matteo Gribaudi/Image nella / Imago

Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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