EM 2021: Schweiz und Wales trennen sich Remis!

Spieltag

Spielbericht Im zweiten Spiel der Europameisterschaft 2020 trafen am Samstagnachmittag Wales und die Schweiz aufeinander. In einer in der zweiten Halbzeit deutlich attraktiveren Partie trennten sich die Mannschaften 1:1 (0:0). Danny Ward im Tor der Waliser war der überragende Mann auf dem Platz.

Wales in ungewohntem System, bei der Schweiz alles wie immer

Wales agierte etwas überraschend im 4-1-4-1, vor dem Turnier ging man eher davon aus, dass Trainer Robert Page ein System mit Dreierkette präferieren würde. Gareth Bale begann auf dem rechten Flügel, im Tor stand Danny Ward. Die Schweizern hingegen begannen die Partie wie erwartet im 3-4-1-2, Xherdan Shaqiri agierte im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen Haris Seferovic und Breel Embolo.

Chancenarme Anfangsphase

Die Waliser überließen den Eidgenossen zu Beginn den Ball, überraschte jedoch immer wieder mit guten Pressingaktionen. Zu Chancen kamen beide Mannschaften in den ersten Minuten nicht. Die erste große Chance hatten die Drachen aus Wales. Nach einer Flanke von Daniel James kam Kieffer Moore recht frei zum Kopfball, der Stürmer zwang Yann Sommer im Tor der Schweizer zu einer starken Flugparade (15.).

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Fünf Minuten später hatte auch die Schweiz ihre erste Chance. Im Anschluss an eine Ecke bugsierte Innenverteidiger Fabian Schär den Ball per Hacke aufs Tor, doch Ward war mit dem Fuß zur Stelle (20.). Diese Chance war der Startschuss für die beste Phase der Eidgenossen. Wales kam kaum noch aus der eigenen Hälfte, Granit Xhaka und Seferovic verfehlten das Tor mit Fernschüssen nur knapp (24., 27., 41.). Sobald es in die gefährliche Zone kam, verteidigte Wales jedoch stark. Und so ging es torlos in die Kabine.

Die achte Ecke bringt der Schweiz die Führung

Die erste Gelegenheit der zweiten Halbzeit hatte Embolo. Der Stürmer setzte sich gegen beide Innenverteidiger durch, scheiterte dann jedoch an Ward (49.). Nach der folgenden Ecke war der Torwart dann jedoch machtlos. Embolo setzte sich gegen Connor Roberts durch und nickte aus kurzer Distanz ein (49.). Drei Minuten später dribbelte erneut Embolo durch die komplette Defensive, Kevin Mbabu konnte die Vorarbeit jedoch nicht veredeln und verzog freistehend (52.).

Photo: Imago

Anschließend kamen die Drachen deutlich besser in die Partie. Ben Davies hatte nach einer Ecke die erste Chance, sein Schuss aus 15 Metern ging abgefälscht knapp über das Tor (61.). Aaron Ramsey verfehlte mit einem Freistoß das Tor (65.). Im Gegenzug war es erneut Embolo mit der Gelegenheit für die Eidgenossen. Seinen Schlenzer kratzte Ward stark aus dem langen Eck (66.).

Verdienter Ausgleich für verbesserte Waliser

Ansonsten ließ die Schweiz sich jedoch sehr tief fallen und konzentrierte sich auf das verteidigen. Fast folgerichtig fiel dann auch der Ausgleich. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Joseff Morrell butterweich, Moore stieg unbedrängt hoch und nickte ein (74.). Und die Waliser bliebem am Drücker. Aus dem Nichts erzielten die Schweizer die vermeindliche erneute Führung, doch Mario Gavranovic stand im Abseits, das Tor zählte nicht (85.).

Die Aktion wirkte wie ein Hallo-Wach-Erlebnis, die Schweizer drückten anschließend auf den Sieg. Embolo scheiterte per Kopf an Ward (87.). Gavranovic scheiterte wenig später am herausragend reagierenden Ward (90+2.). Und so blieb es beim aus Sicht der Schweiz unbefriedigenden 1:1. Für Wales könnte dieser Punkt Gold wert sein.

Photo: Imago

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

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