Sonntag, Oktober 25, 2020

Premier League | Traumeinstand für Thiago, Son & Kane mit “Two-Man-Show”

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Chris McCarthy
Chris McCarthy
Chefredakteur

7 Awards – Premier League | Am 2. Spieltag der Premier League gab Thiago sein Debüt für den FC Liverpool und überragte. Harry Kane und Heung-min Son setzten derweil ein Zeichen und überrollten Southampton.

“Nahtlos integriert” – Award: Thiago

Der Wechsel in die englische Premier League fällt vielen Spielern zunächst schwer, erst recht ohne Saisonvorbereitung. Thiago ist allerdings kein normaler Spieler, das hat er in seinen sieben Jahren beim FC Bayern München eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und so kommt es auch wenig überraschend, dass sich der Mittelfeldtechniker nahtlos in seine neue Mannschaft integriert hat.

Nur zwei Tage (!) nach seinem Wechsel zum FC Liverpool, kam der 29-Jährige zum Anpfiff der zweiten Halbzeit gegen den FC Chelsea zu seinem Debüt. Die Reds waren die klar spielbestimmende Mannschaft, schon bevor die Blues aufgrund einer Notbremse durch Andreas Christensen (45.+1) in Unterzahl gerieten. Die Tore blieben vorerst allerdings aus.

Thiago kam rein, riss das Spiel an sich und begann zusammen mit seinen Mitspielern den Gegner zu zermürben. Sadio Mané erzielte nach einer tollen Kombination das 0:1 (50.), ehe er nach einem (erneuten) Fehler von Chelsea-Torhüter Kepa das 0:2 nachlegte (54.). Stets die antreibende Kraft: Thiago. Obwohl der Spanier nur 45 Minuten spielte, hatte laut Opta kein Chelsea-Spieler im ganzen Spiel mehr Ballkontakte (89) oder Pässe (75) als Thiago. Die 75 Pässe waren seit Einführung der Statistik sogar ein Premier-League-Rekord für eine Halbzeit.

“Wir entschieden uns, Thiago zu bringen, da es Elf gegen Zehn war und ein Spieler wie er den Rhythmus diktieren kann”, sagte Jürgen Klopp nach dem 2:0-Auswärtssieg und ergänzte: “Es war der perfekte Start für ihn und die Jungs halfen ihm sehr.”

“Manchester is home” – Award: Crystal Palace

In den letzten Jahren gab es bei Crystal Palace nicht gerade viel zu feiern, die Londoner halten sich im unteren Tabellendrittel, ohne ganz große Abstiegssorgen zu bekommen. Die Aufwärtsfahren nach Manchester sind für die Eagles dagegen zu regelrechten Highlights geworden, so auch am Samstag.

Die Mannschaft von Roy Hodgson gewann überraschend aber verdient mit 3:1 bei einem enttäuschenden Manchester United. Die Gäste verwalteten die frühe Führung und ließen die inspirationslosen wie wackeligen Hausherren nicht wieder ins Spiel. Wilfried Zaha machte mit einem Doppelpack (74. FE, 85.) alles klar.

Crystal Palace ist damit seit vier Premier-League-Auswärtsspielen in Manchester ungeschlagen. Bereits letzte Saison gab es einen Sieg im Old Trafford und ein 2:2 bei Manchester City, den Sieg bei den Cityzens (2:3) gab es im Jahr davor.

(Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

“Tottenhams Two-Man-Show⁴” – Award: Heung-min Son & Harry Kane

Neue Saison, altes Bild. Die Tottenham Hotspur bleiben unter Trainer José Mourinho eine Two-Man-Show. Der Portugiese lässt gewohnt pragmatisch spielen: Den Gegner locken, auf den Konter warten oder auf die individuelle Klasse von Harry Kane und Heung-Min Son verlassen.

Seit dem Restart der Premier League hat die südkoreanisch-englische Kombination 15 der 16 selbst erzielten Tore (drei Eigentore) zu verantworten oder vorbereitet! Gegen den FC Southampton war es aber vor allem die Kooperation der beiden Spitzenspieler, die für den bequemen 5:2-Auswärtssieg sorgte.

Die Spurs hatten in Halbzeit eins deutlich weniger Spielanteile und lagen folgerichtig mit 0:1 hinten. Kurz vor der Pause aber war es wieder so weit. Ein schneller Gegenangriff über Kane, Son verwandelte eiskalt zum 1:1. Diese Szene wiederholte sich sage und schreibe drei (!) weitere Male. Es war das erste Mal überhaupt, dass ein Spieler in der Premier League dem ein und dem selben Mitspieler vier Tore vorbereitet. Das 5:1 erzielte Kane dann allerdings selbst.

Die Spurs reißen spielerische keine Bäume aus, müssen sie aber auch nicht, solange Kane und Son in dieser Form harmonieren.

Photo: Imago

“Mit Herzstück auf dem richtigen Weg” – Award: FC Everton

Seit Jahren schon versucht sich der FC Everton als ein Top-Six-Klub der Premier League zu etablieren. Millionenschwere Investments wurden getätigt, zahlreiche Trainer verschlissen. Unter Carlo Ancelotti scheinen die Toffees allerdings tatsächlich auf dem richtigen Weg zu sein, erstmals seit 2014 einen Platz unter den ersten Sechs zu sichern.

Das liegt vor allem an dem neuen Herzstück, dem Mittelfeld. Drei Spieler wurden hierfür neu verpflichtet: Allan kam für 25 Millionen aus Neapel und verleiht dem Zentrum deutlich mehr Spielkultur. Abdoulaye Doucouré (22 Millionen Euro, Watford) belebt das gesamte Team durch seine Wucht und Dynamik. Und James Rodriguez, ablösefrei von Real Madrid, sorgt für die nötige Kreativität und das Flair. Beim 5:2 gegen Aufsteiger West Bromwich Albion bot der Kolumbianer die nächste Glanzleistung, erzielte das zwischenzeitliche 2:1 und war bei zwei weiteren Treffern, teilweise technisch überragend, involviert. Größter Nutznießer des neuen Herzstücks ist Dominic Calvert-Lewin, der seine Saisontore zwei bis vier erzielte.

Everton gewann nach dem 1:0 bei Tottenham in der Vorwoche das zweite Spiel in Folge und beendet erstmals seit August 2007 einen Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz!

(Photo by ALEX LIVESEY/POOL/AFP via Getty Images)

“Frühform” – Award: Kevin De Bruyne

Nach verlängerter Champions-League-Pause stieg am Montagabend auch Manchester City in die Saison 2020/2021 ein. Der Vizemeister präsentierte sich in Wolverhampton in Frühform, das galt allen voran für den letztjährigen PFA Spieler des Jahres: Kevin De Bruyne. Der Belgier war im Offensivspiel der Cityzens Dreh-und-Angelpunkt und verwandelte einen eigens herausgeholten Elfmeter zum 1:0. Phil Foden erhöhte kurz darauf auf 2:0.

In Halbzeit zwei war allerdings mehr gefordert als der Spielmacher e Bruyne. Es benötigte den Kapitän de Bruyne. Nachdem ManCity im Sommer mit David Silva (34) den nächsten Führungsspieler verlor, liegt es nun an dem 29-Jährigen, Ruhe auszustrahlen und auch ohne den Ball Verantwortung zu übernehmen. Das tat De Bruyne, Insbesondere als die Wolves in der 78. Minute auf 1:2 herankamen und auf den Ausgleich drückten. Die Mannschaft von Pep Guardiola verwaltete jedoch die Führung und Gabriel Jesus machte in der Nachspielzeit alles klar. Die Vorarbeit? Natürlich von Kevin De Bruyne. Seit Saisonbeginn 2019/2020 hat ligaweit kein Spieler mehr Scorer vorzuweisen als er: 14 Tore und 21 Vorlagen.

“David Moyes’ Kryptonit” – Award: London

Obwohl David Moyes West Ham United vergangene Saison vor dem Abstieg retten konnte, waren die Darbietungen im Hinblick auf eine erfolgreichere Zukunft nicht gerade verheißungsvoll. Beim 0:2-Saisonauftakt gegen Newcastle wurde das bestätigt, auswärts gegen den FC Arsenal gab es nun aber eine unverhoffte Leistungssteigerung.

Leider in der falschen Stadt, denn in London geht Moyes in der Regel leer aus. So auch am Samstag. Die Hammers frustrierten den FC Arsenal, der einen schwachen Tag erwischte, und mussten sich erst in der 85. Minute durch einen Joker-Treffer von Eddie Nketiah geschlagen geben.

London bleibt somit David Moyes Kryptonit. Gegen kein Team stand der Schotte auswärts öfter an der Seitenlinie ohne jemals gewonnen zu haben als gegen Chelsea und Arsenal, jeweils 20 Mal.

Photo: Imago

“Tore garantiert” – Award: Leeds United

Trotz einer Auftaktniederlage in Liverpool stellte Leeds United am ersten Spieltag unter Beweis, dass der Aufsteiger gekommen ist, um zu bleiben. Nach dem zweiten Spieltag folgt die nächste Erkenntnis: Bei der Mannschaft von Trainer Marcelo Bielsa sind Tore garantiert.

Nach der 3:4-Niederlage gegen den englischen Meister, gab es am Samstag einen 4:3-Sieg gegen Mitaufsteiger Fulham. Damit gab es bei den ersten beiden Spielen von Leeds United insgesamt 14 Tore zu sehen. Während Bielsa die in der Championship noch ausbaufähige Effizienz im Angriff erfreuen wird, dürfte ihm die Defensive noch etwas Bauchschmerzen bereiten. Noch macht die Hintermannschaft des Premier-League-Rückkehrers um Robin Koch zu viele individuelle Fehler. Dem neutralen Zuschauer wird’s egal sein.

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(Photo by Michael Regan/Getty Images)

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