Sonntag, September 27, 2020

Europa League | Chelsea vs. Frankfurt – Die Leistungsgrenze sprengen

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Vorschau | Die Europa League hat in dieser Saison schon einige fantastische Spiele für die Zuschauer bereit gehalten, nähert sich nun aber ihrem Ende. Zuvor versuchen an der Stamford Bridge sowohl der FC Chelsea als auch Eintracht Frankfurt den Einzug in das Endspiel in Baku zu erreichen.

Anpfiff der Partie ist am Donnerstag, 21:00 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

Chelsea: Zwischen Erfolgserlebnis und Unruhe

Das Hinspiel verlief für den FC Chelsea fast schon wie erwartet. In den ersten Minuten des Spiels sah man sich einer aggressiven, hochmotivierten Elf der SGE gegenüber, hatte phasenweise große Probleme in das eigene Spiel zu finden und musste den Rückstand hinnehmen. Aufgrund der Vorzeichen, also der immer wieder sichtbaren Müdigkeit bei der Eintracht – in Kombination mit den Personalsorgen – war aber auch zu erwarten, dass Chelsea nach einer gewissen Zeit zum eigenen, typischen Spiel wird finden können. Und als das der Fall war dominierten die “Blues” die Partie, kamen zum verdienten Ausgleich durch Pedro und hatten weitere Chancen, um sogar die Führung zu erzielen. Die Lehren aus dem Hinspiel sind für Chelsea also schnell gezogen: Man muss das eigene Spiel durchziehen, druckvoll und geduldig bleiben und darf Frankfurt keinesfalls einladen, muss sich vor den Pressingfallen der Hessen in Acht nehmen.

Insgesamt ist die Situation bei den “Blues” derzeit etwas angespannt – und das nicht einmal sportlich. Denn mit Platz 3 in der Premier League und einer guten Ausgangslage in der Europa League kann man sehr zufrieden sein. Vielmehr sorgen weiterhin auftretende Gerüchte über einen möglichen Abgang von Maurizio Sarri im Sommer genauso für Unruhe wie die Bestätigung des FIFA-Urteils zur Transfersperre der “Blues”. Da könnte das Halbfinale in der Europa League fast in Vergessenheit geraten. Aber nur fast! Denn Chelsea ist heiß auf den Titel und hat im Saisonverlauf Gefallen an diesem Wettbewerb gefunden. Mit dem 1:1 aus dem Hinspiel als Basis und einem 3:0-Sieg gegen Watford im Gepäck stehen die Zeichen nicht gerade schlecht.

Fußballerisch wird Maurizio Sarri seinem Team keine neue Ausrichtung verleihen. Das typische, dominante Ballbesitzspiel wird auch im Rückspiel das Mittel der Wahl sein. Die SGE soll permanent in Bewegung gehalten werden, damit sich Lücken ergeben, die Chelsea dann ausnutzen will. Mit einem dynamischen Mittelfeld und guten Einzelspielern in der Offensive haben die “Blues” die richtige Mischung um Frankfurt permanent zu beschäftigen, gleichermaßen lehrte das Hinspiel Maurizio Sarri aber auch, dass man jederzeit aufmerksam sein muss. Denn die Eintracht schaffte es auch in der Schlussphase noch die ein oder andere Chance zu kreieren. Vorsicht ist also geboten, kontrollierte Offensive lautet die Marschroute.

Eintracht Frankfurt: Noch einmal über die Grenzen gehen

Dass Eintracht Frankfurt im Halbfinale der Europa League steht und auch einem Kaliber wie dem FC Chelsea Paroli bieten kann, ist noch immer eine Überraschung. In Frankfurt genieß man einerseits den Moment, hat aber andererseits auch Ambitionen, was den Endspieleinzug angeht. Das Hinspiel war eines der härtesten Spiele für Eintracht Frankfurt in dieser Saison, häufig lief man hinterher, musste hochkonzentriert verteidigen und sich in jeden Zweikampf werfen. Allerdings wurde der hohe Aufwand auch durch die Fehler im Spiel der SGE bedingt, denn gerade im Aufbau häuften sich die Ungenauigkeiten mit zunehmender Spieldauer, ohne Haller konnten die langen Bälle nicht entsprechend gehalten und verarbeitet werden.

Am Wochenende gab Adi Hütter dem ein oder anderen Spieler eine kleine Verschnaufpause und bekam beim 1:6 in Leverkusen prompt die Quittung. Das Spiel sollte aber schnell aus den Köpfen verschwunden sein, weil nun das absolute Saisonhighlight ansteht. Und weil der im Hinspiel gesperrte Rebic ebenso zur Verfügung steht wie Sebastien Haller, der mit nach London geflogen ist! Der großbewachsene Offensivspieler könnte als Joker Akzente setzen, die aller Voraussicht nach auch dringend benötigt werden. Denn eines ist vor dem Spiel klar: Die SGE muss definitiv ein Tor erzielen.

Abgesehen von den Phasen, in denen die Hessen im Hinspiel leiden mussten, gab es auch positives zu berichten. Zu Beginn des Spiels und in kurzen Phasen der 2. Halbzeit wirkte man sehr griffig, während Chelsea durchaus verwundbar schien. Diese Momente muss Frankfurt, vor allem unter Mithilfe von Ante Rebic und möglicherweise auch Sebastien Haller, im Rückspiel häufiger konstruieren um eine reelle Chance zu haben. Vielleicht gelingt es dem Gast auch in London von Beginn an ein sehr aggressives Auftreten an den Tag zu legen, Chelsea unter Druck zu setzen und sogar ein Führungstor zu erzielen. Dann ist alles möglich.

Prognose

Chelsea ist natürlich favorisiert und wird definitiv mehr Ballbesitz, vermutlich auch mehr Torchancen als die Eintracht haben. Doch das ist keine Garantie für den Sieg. Die Einstellung der SGE in dieser Saison ist vorbildlich und wenn es Adi Hütter gelingt der Mannschaft die richtigen Ansätze mit auf den Weg zu geben, geht sogar in London etwas.

Personal und Aufstellungen

Der FC Chelsea muss gegen Eintracht Frankfurt auf Antonio Rüdiger, Marco van Ginkel und Callum Hudson-Odoi verzichten, ansonsten dürften alle Spieler zur Verfügung stehen. Wie in der Europa League üblich dürfte Olivier Giroud spielen, möglicherweise wird dieser aber offensiv von Eden Hazard unterstützt, der im Europapokal häufig geschont wurde. Bei der Eintracht steht, wie bereits erwähnt, Haller wieder im Aufgebot, auch Rebic ist im Vergleich zum Hinspiel wieder dabei. In der Defensive wird Adi Hütter wieder den erfahrenen Optionen um Hinteregger, Abraham und Hasebe das Vertrauen schenken, Rebic und Jovic werden offensiv Akzente setzen sollen.

Chelsea: Kepa – Azpilicueta, David Luiz, Christensen, Alonso – Kante, Jorginho, Loftus-Cheek – Pedro, Hazard (Willian), Giroud

Frankfurt: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Abraham – da Costa, Rode, Fernandes, Kostic, Gacinovic – Jovic, Rebic

Manuel Behlert

(Photo by Daniel ROLAND / AFP) 


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