Montag, Oktober 26, 2020

Premier League | Die FA wird gegen Liga-Reform stimmen – Mogelpackung?

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News | Zuletzt wurde vom “Project Big Picture”, einer angestrebten Reform der Premier League, berichtet. Englands höchstrangiger Fußballverband, die FA, plant, dagegenzustimmen.

Machtübernahme der “Big Six” befürchtet

Das “Project Big Picture” steht kurz nach seiner Veröffentlichung schon wieder vor dem Aus. Hierbei handelt es sich um eine großflächige Reform der Premier League, angeführt vom FC Liverpool und Manchester United. Die eigentlich rivalisierten Klubs haben laut dem Telegraph einige Vorschläge ausgearbeitet, um die finanziellen Strukturen des englischen Fußballs zu überarbeiten (alle Punkte des Manifests im verlinkten Artikel zu finden). Wie die Times nun berichtet, wird die FA, Englands höchstrangiger Fußballverband, gegen eben jenen Vorschlag, sobald er denn offiziell eingereicht wurde, stimmen. Hierzu kann die FA ihr “golden share”, ein für sie im Jahr 1992 eingeräumtes absolutes Vetorecht nutzen.

Grund für die ablehnende Haltung ist die befürchtete Machtübernahme der “Big Six”, also der sechs größten Fußballvereine Englands – ManUnited, Liverpool, Manchester City, Arsenal, Chelsea und Tottenham. Das Project Big Picture sieht demnach auch vor, dass die Top-Sechs sowie Everton, Southampton und West Ham die “long term shareholders” bilden und folglich das Sagen in der Premier League haben. Statt der bisherigen 14 Stimmen innerhalb der 20-Klub-Demokratie würde es nur sechs Stimmen dieser neun Vereine benötigen, um eine Änderung durch zu winken.

Zahlreiche Vereine gegen Reform

Die Initiative, die sich auf den ersten Blick für mehr Gerechtigkeit innerhalb der Liga einsetzt, würde die Kluft zwischen den Top-Vereinen und dem Rest der Premier League nur weiter aufstoßen. Gelder würden vom Ligaverband für die Erfolge der letzten vier Jahre und nicht wie aktuell der Vorsaison ausgezahlt werden. Ein Beispiel: Manchester City hätte mit diesem System letzte Saison rund 200 Millionen Euro verdient, der Tabellenletzte nur 50 Millionen, also nur ein Viertel davon. Der wirklichen Auszahlungen sahen vergangene Spielzeit jedoch so aus: Meister Liverpool erhielt knapp 178 Millionen Euro, Tabellenschlusslicht Norwich City immerhin 100 Millionen.

Auch deshalb hat der Vorschlag von den “Reds” und “Red Devils” ligaweit nur geringe Unterstützung genießt. Selbst zwei Topklubs sollen dem Bericht zufolge allerhöchstens neutral dazu stehen. Es bräuchte wie gesagt 14 von 20 Stimmen, exklusive der FA-Zustimmung. Das soll auch daran liegen, dass die Reform davon ausgeht, dass die TV-Rechte 2022 für zehn Prozent mehr verkauft werden können – eine Hochrechnung, die Corona-bedingt nicht aufgehen wird. Project Big Picture scheint somit eine Mogelpackung zu sein, welche die Schere in England nur noch weiter öffnen würde.

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(Photo by JUSTIN TALLIS/POOL/AFP via Getty Images)

Marc Schwitzky

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