Freitag, November 27, 2020

PL Vorschau | Arsenal muss bei Newcastle auf Bewährtes setzen

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Chris McCarthy
Chris McCarthy
Chefredakteur

Vorschau |Die Premier League ist zurück. Nicht zurück dagegen ist Rafa Benitez, der Newcastle United im Sommer verlassen hat. Ohne ihn, dafür mit Steve Bruce treffen die Magpies auf Arsenal. Die Gunners müssen trotz aktivem Transferfenster auf Altbewährtes setzen.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 15:00 Uhr, live auf Sky.

Newcastle: Mit Bruce statt Benitez

Kaum ist Rafa Benitez weg, öffnet Newcastle die Schatulle! Man muss Klub-Besitzer Mike Ashley nicht verstehen, war es doch der spanische Trainer, der die Magpies die letzten Jahre über Wasser hielt und den Verein primär wegen der mangelnden Transferbemühungen überhaupt erst verließ.

Steve Bruce, ein kompetenter, allerdings unspektakulärer Nachfolger, wurde direkt mit neuem Spielzeug ausgestattet, gerade offensiv. Die Defensive vor Keeper Martin Dubravka steht. Das Mittelfeld um Sean Longstaff, der gehalten werden konnte, und Jonjo Shelvey ist prinzipiell in Takt. Im bisher statischen Angriff dagegen sollen neben Winter-Neuzugang Miguel Almirón, nun Joelinton (TSG Hoffenheim) und Allan Saint-Maximin (OGC Nizza) für deutlich mehr Torgefahr sorgen. Theoretisch sollte das auch gelingen, allerdings muss sich die neue Offensive erst einmal finden.

Wichtiger noch, Bruce muss das Vertrauen der Mannschaft gewinnen, die für seinen Vorgänger Benitez noch durchs Feuer gegangen wäre. Mit dieser Einstellung, gepaart mit den taktischen Raffinessen des Trainers, holte Newcastle in der Vergangenheit den ein oder anderen Bonuspunkt. Gelingt das auch Bruce? Die Vorbereitung war durchwachsen. Die erste Bewährungsprobe gibt es direkt gegen ein Top-Team, den FC Arsenal.

Gegen die Gunners muss der Trainer ohne Florian Lejeune (Knie) und Jack Colback (Leiste) auskommen. Matt Ritchie (Oberschenkel), DeAndre Yedlin (Leiste) und Dwight Gayle (Wade) drohen ebenfalls auszufallen. Für Neuzugang Saint-Maximin dürfte die Startelf noch zu früh kommen.

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Arsenal: Emery muss auf Bewährtes stzen

Nach der regelrechten Implosion zum Abschluss von Unai Emerys Debütsaison, gekrönt von einer Demontage im Europa-League-Finale gegen Chelsea, war die Stimmung in Nordlondon diesen Sommer mal wieder auf dem Tiefpunkt angelangt. Wieder stand der FC Arsenal ohne Champions League, vor allem aber ohne die Einnahmen der Königsklasse da. Die Folge war ein reduziertes Transferbudget und das, obwohl die Mannschaft einige Baustellen hat.

Am ersten Spieltag ist die Stimmung deutlich besser. Der Grund dafür ist, wie kreativ und bedacht die Gunners auf dem Transfermarkt das Maximum aus ihren Mitteln herausholten. Mit Nicolas Pépé (Lille) wird die letztes Jahr erschreckend blasse Offensive deutlich dynamischer, kreativer und facettenreicher. Real-Leihgabe Dani Ceballos verleiht dem Mittelfeld mehr Spielkultur. Somit sollte weniger Last auf den Schultern der Alleinunterhalter Alexandre Lacazette und Pierre-Emerick Aubameyang liegen. Die oftmals desolate Defensive wurde ebenfalls adressiert. Kieran Tierney verstärkt die Linksverteidigerposition, während David Luiz immerhin eine Übergangslösung sowie ein Upgrade in der Innenverteidigung darstellt.

Mit dem Spiel gegen Newcastle hat dies jedoch recht wenig zu tun, denn von den Neuzugängen dürfte lediglich Ceballos eine Option sein. Tierney wird aufgrund einer Leistenverletzung noch vier bis sechs Wochen fehlen. David Luiz wird vor der Partie maximal zwei Einheiten absolviert haben. Pépé dürfte aufgrund von Trainingsrückstand maximal ein Kandidat für die Bank sein.

(Photo by David Ramos/Getty Images)

Emery muss also überwiegend auf Bewährtes setzen. Ausnahmen sind die Leih-Rückkehrer Calum Chambers, der den abgewanderten Laurent Koscielny (Bordeaux) in der Innenverteidigung ersetzen sollte, und Reiss Nelson, der nach dem Abgang Aex Iwobis (Everton) Startelfchancen hat. Ähnliches gilt für Newcomer Joe Willock, da Lucas Torreira erst spät zur Mannschaft stieß. Gar nicht zur Mannschaft stoßen können Mesut Özil und Sead Kolasinac. Bei dem Duo bestehen nach erneuten Angriffen Sicherheitsbedenken.

Im Angriff steht der Einsatz von Alexandre Lacazette auf der Kippe. Definitiv ausfallen werden Hector Bellerin (Kreuzbandriss), Rob Holding (Kreuzbandriss), Dino Mavropanos (Leiste), Emil Smith Rowe (Leiste) und wahrscheinlich auch Verkaufskandidat Mohamed Elneny (Trainingsrückstand nach Afrika-Cup).

Prognose

Die defensiven Probleme des FC Arsenal sind keinesfalls aus der Welt. Die neuformierte Offensive der Magpies könnte direkt ein Problem darstellen. Zumindest unangenehm war unter Benitez auch die komplette Mannschaft für viele Gegner im heimischen St James’s Park. Wird sie das auch unter Bruce? Die Qualität der Gunners sollte eigentlich genügen, um die drei Punkte mitzunehmen.

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Mögliche Aufstellung

Newcastle: Dubravka – Manquillo, Schär, Lascelles, Fernandez, Ritchie (Aarons) – Hayden, Longstaff, Shelvey, Almiron – Joelinton

Arsenal: Leno – Maitland-Niles, Chambers (Luiz), Sokratis, Monreal – Xhaka, Willock (Torreira), Ceballos – Mkhitaryan (Nelson), Lacazette (Nelson), Aubameyang

Chris McCarthy

Main Photo by Alex Pantling/Getty Images

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