7 Awards…zum 6. Spieltag der Premier League: Heimliche Weltklasse, Rückkehrer und Dauerbrenner

26. September 2017 | Global News | BY Chris McCarthy

Der sechste Spieltag der Premier League Saison 2017/2018 ist abgeschlossen und lieferte wie so oft ordentlich Gesprächsstoff. Unsere Zusammenfassung in Form der beliebten 90PLUS Awards:

 

 

 

“Schlüsselfaktor” – Award: Alvaro Morata

In unserer Saisonvorschau identifizierten wir Alvaro Morata als den Schlüsselspieler des FC Chelsea. Nachdem Diego Costa trotz seiner 20 Saisontore 2016/2017 von Trainer Antonio Conte aussortiert wurde und Eden Hazard aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung stand, wurde der Neuzugang von Real Madrid auf Anhieb zur zentralen Figur des Offensivspiels.

Mit dem Sprung in die Premier League taten sich schon viele Top-Spieler schwer, doch Morata wusste von Anfang an zu überzeugen und steht nach sechs Spieltagen bereits bei sechs Saisontoren. Der Austausch im Sturm ging reibungslos über die Bühne und damit ist die wichtigste Voraussetzung für eine Titelverteidigung, ein zuverlässiger Torschütze bei defensiver Grundausrichtung, weiterhin gegeben.

 

“Heimlich Weltklasse?” – Award: David Silva

Würde man eine Liste mit den unterschätzesten Spielern der Welt anfertigen, dann wäre David Silva von Manchester City wohl ganz oben dabei. Während der Spanier meistens gar nicht mal so ins Auge sticht, ist er der unangefochtene Taktgeber und Chancen-Initiator der Cityzens. Dieses Jahr, im Alter von 31, steigt endlich die mediale und globale Anerkennung seines herausragenden Könnens.

(Photo EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images)

Grund dafür ist sicherlich das zählbare Endprodukt, denn Silva führt dank zwei Assists beim 5:0 über Crystal Palace mit insgesamt sechs Vorlagen nun die Premier League an. Um es klarzustellen, David Silva gehört, auch ohne zählbare Werte, schon seit einiger Zeit zu den besten Mittelfeldspielern der Welt. Dass dies nicht allgemein anerkannt wird, liegt an der Vielzahl an herausragenden spanischen Mittelfeldspielern, der unspekatakulären Spielweise und dem mangelnden internationalen Erfolg Manchester Citys.

 

“Historisch schlecht” – Award: Crystal Palace

Zugegeben, dass Roy Hodgson in seinem zweiten Spiel im Amt, das erste mit einer ordentlichen Vorbereitungszeit, direkt zu Manchester City reisen musste, ist mehr als undankbar. Obwohl sich seine Mannschaft zu Beginn des Spiels ordentlich präsentierte, war die Offensivmaschinerie der Cityzens eine Nummer zu groß für die Eagles, sodass das Spiel beim Tabellenführer mit 0:5 verloren ging.

Nach sechs Spieltagen steht Crystal Palace nun als erste Klub in der englischen Liga-Historie nicht nur mit null Punkten, sondern auch mit null Toren da.

 

“Comeback” Award: Philippe Coutinho

Lange fürchteten die Fans des FC Liverpool um den Verbleib von Philippe Coutinho. Obwohl der FC Barcelona den Brasilianer unbedingt verpflichten wollte und auch Coutinho selbst alles andere als abgeneigt war, der Anfield Road den Rücken zu kehren, blieben die Reds konsequent!

Nach den zur Wechselperiode noch so akuten Rückenbschwerden – ein Schelm, wer böses denkt – kehrte Coutinho am vergangenen Spieltag bei Leicester City in die Startelf des FC Liverpool zurück. Und wie! Schon früh stellte der Spielmacher mit einem herrlichen Assist zum 0:1 durch Mohamed Salah und einem sehenswerten Freistoßtor die Weichen auf Sieg.

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Liverpool machte es mit tatkräftiger Unterstützung von Torhüter Simon Mignolet noch einmal spannend, entschied die Partie aber letztendlich mit 2:3 für sich.

Philippe Coutinho war zweifelsohne der Matchwinner und unterstrich, wie wichtig er auch in dieser Saison für den FC Liverpool sein wird. Sei es durch Standards oder aus dem Spiel heraus, seine Kreativität ist in Anbetracht des statischen Mittelfelds überlebenswichtig.

 

“Ernsthafter Titelkandidat?” – Award: Manchester United

Klar, die Spielplan-Macher meinten es beim Auftaktprogramm gut mit Manchester United, sodass es immer noch schwer einzuschätzen ist, ob die Red Devils nach einem enttäuschenden Platz sechs in der Vorsaison, in Jahr zwei unter José Mourinho tatsächlich ein ernst zu nehmender Titelkandidat sind. Trotzdem, das große Problem der Red Devils im Vorjahr waren hauptsächlich die vermeintlich “Kleinen”.

2017/2018 wurden diese Aufgaben nicht nur erfolgreich, sondern vor allem ohne Probleme gemeistert. Folglich hat Manchester United 16 von bisher 18 möglichen Punkten und ein beachtliches Torverhältnis von 17:2 vorzuweisen.

Die Mannschaft wirkt eingespielt, nach der Verpflichtung von Nemanja Matic noch kompakter und hat in Romelu Lukaku einen wuchtigen Stürmertyp, der hervorragend in das System passt! In den kommenden Wochen erwarten den Rekordmeister in Tottenham und Chelsea die ersten ganz großen Prüfsteine. In Anbetracht der bisherigen Leistungen, wird Manchester United auch dann zum engen Kreis der Titel-Favoriten zählen.

 

 

“Zuhause ist es am schönsten” – Award: Alexandre Lacazette

In seinem dritten Premier League Heimspiel für den FC Arsenal demonstrierte Alexandre Lacazette einmal mehr seine Treffsicherheit, aber auch die Entwicklung eines Trends. Beim souveränen 2:0 über West Bromwich Albion staubte der französische Neuzugang zunächst nach einem parierten Sanchez-Freistoß ab, ehe er per Elfmeter für den Endstand sorgte. Lacazette hat nun vier Saisontore auf dem Konto, die er allesamt im heimischen Emirates-Stadium erzielte. Zuhause ist es eben doch am schönsten!

(Photo by Steve Bardens/Getty Images)

 

 

 

“Dauerbrenner” – Award: Gareth Barry

Vorletzte Woche noch Sieger des “Rekordjäger” – Awards, wurde West Bromwich Mittelfeldspieler Gareth Barry am sechsten Spieltag seinem Titel einmal mehr gerecht! Der Engländer zog mit Premier League Auftritt Nummer 633 an dem bisherigen Rekordspieler Ryan Giggs vorbei, nach dem er schon letzte Woche mit seinem 600. Startelfeinsatz für eine weitere Liga-Bestmarke sorgte!

Im Jubiläumsspiel gegen den FC Arsenal setzte es eine 0:2 Niederlage.

 

 

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.


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