7 Awards…zum 7. Spieltag der Premier League: Distanzschützen und Krisen

2. Oktober 2017 | Global News | BY Chris McCarthy

Der siebte Spieltag der Premier League Saison 2017/2018 ist Geschichte! Hier unser Rückblick in Award-Form…

 

“Distanzschütze” – Award: Philippe Coutinho

Philippe Coutinho bewies, wie schon gegen Leicester und Spartak Moskau, auch gegen Newcastle seine enorme Bedeutung für den FC Liverpool!

Unbeirrt von dem Wechseltheater im Sommer erzielte der Brasilianer nun sein drittes Tor in den letzten drei Spielen. Darüber hinaus war sein sehenswertes 1:0 (Endstand 1:1) bereits sein 17. Premier League Tor außerhalb des Sechzehners. Keinem Spieler in Englands Fußballoberhaus gelang seit seiner Ankunft an der Anfield Road im Januar 2013 mehr.

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

 

“Immer noch ohne Tor” – Award: Crystal Palace

Machen wir es kurz. Crsytal Palace steht auch nach sieben Spieltagen ohne Punkt – und vor allem ohne Torerfolg da. Klar, in der derzeitigen Verfassung des Teams, kann man gerade gegen ein Manchester United keine Wunder erwarten, aber beim 0:4 im Old Trafford ließ die Mannschaft von Neu-Trainer Roy Hodgson schon nach dem 0:1 in der dritten Minute die Köpfe hängen und akzeptierte regelrecht die Niederlage.

Bei den Eagles muss etwas passieren…

 

“Lass mich doch drin” – Award: Harry Kane

“Lass mich doch drin”, das wird sich Harry Kane diese Saison schon öfter gedacht haben. Wie schon beim 3:0 bei Everton und dem 3:2 bei West Ham stand der Engländer auch beim 4:0 über Huddersfield mit zwei Toren ganz kurz vor einem Hattrick, wurde allerdings wenige Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt.

Dass Kane gerne einen Hattrick erzielen würde, dürfte Mauricio Pochettino auf der anderen Seite aber herzlich wenig interessieren! Der Trainer will bei seinem wichtigsten Spieler keine Verletzungen riskieren, zu abhängig sind die Spurs von seinen Toren.

(Photo by Dan Istitene/Getty Images)

 

“Volltreffer”-Award: Romelu Lukaku

Die Verpflichtung von Romelu Lukaku hat sich für Manchester United als wahrer Volltreffer erwiesen. In seinen ersten sieben Premier League Spielen für die Red Devils war der Belgier stets erfolgreich und stellte damit den Rekord von Andew Cole, ebenfalls sieben Tore, ein.

Auch in der Champions League läuft es für Lukaku hervorragend, sodass sein Torkonto nach zehn Pflichtspielen für seinen neuen Arbeitgeber bei nun elf Treffern steht.

Der bullige Stürmer passt hervorragend in das System von José Mourinho und ist stets in der Lage, sich alleine wegen seiner physischen Grundvoraussetzungen durchzusetzen und aus jeder Lage einen Abschluss zu erzwingen.

Lukaku bei Manchester United – ein Volltreffer.

 

 

“Ballbesitz ist nicht alles” – Award: FC Southampton

Mit durchschnittlich 57 % Ballbesitz steht der FC Southampton in dieser Kategorie lediglich hinter Manchester City, Arsenal und Tottenham. Im Gegensatz zu den namhaften Konkurrenten (22 Tore, 11 Tore und 14 Tore) haben die Saints daraus aber nicht wirklich etwas gemacht und bisher gerade einmal fünf Treffer erzielt.

Auch gegen Stoke, als die Mannschaft von Mauricio Pellegrino ganze 70% Ballbesitz hatte, setzte es aufgrund der fehlenden hochkarätigen Chancen eine 1:2 Niederlage.

Southampton ist trotz des starken Kombinationsfußballs und der hohen Passsicherheit (81%) nur drei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. Pellegrino muss sein Team schleunigst dazu bringen, im Spiel nach vorne mehr Risiken einzugehen und somit bessere Chancen herauszuspielen.

 

“Krisen”-Award: FC Everton

Schoben wir die schlechte Form des FC Everton kürzlich noch auf das intensive Auftaktprogramm mit Spielen gegen Manchester City, Tottenham, Chelsea und Manchester United, so gehen auch uns allmählich die Ausreden aus.

Am Wochenende setze es eine überraschende 0:1 Heimniederlage gegen den FC Burnley, sodass die Toffees nach sieben Spieltagen und in einer Saison, in der ein Angriff auf die “Top-4” unternommen werden sollte, auf einem enttäuschenden 16. Platz stehen.

(Photo by Mark Robinson/Getty Images)

Bei nur vier erzielten Treffern und zwölf Gegentoren erfüllen weder die Offensive, noch die Defensive die hohen Erwartungen. Klar, in allen Mannschaftsteilen gab es signifikante Veränderungen, doch allmählich muss Trainer Ronald Koeman Resultate abliefern.

 

“Der Mann führ die späten Tore” – Award: Richarlison

Wieder einmal war es Richarlison, der Watford rettete. Nach dem Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Swansea in der Vorwoche, erzielte der Neuzugang auch gegen West Bromwich ein spätes Tor, dieses Mal zum 2:2-Endstand.

Trotz seiner 20 Jahre ist Richarlison in der so physischen Premier League auf Anhieb eingeschlagen. Der Brasilianer, der für 13 Millionen Euro Ablöse von Fluminense kam, spielt mutig, sucht ständig das “Eins gegen Eins” und scheut keinen Zweikampf. Seine positive Art, gepaart mit seiner herausragenden Fitness, führt zwangsläufig zu Toren, insbesondere wenn der Gegner bereits müde ist.

Richarlison belebt die Hornets-Offensive, die im Vorjahr noch so harmlos war.

 

Der Rückblick auf den letzten Spieltag in Audio-Form.

https://meinsportradio.de/2017/10/02/city-kann-auch-dicke-brocken/

 

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.


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