Revolution im Schiedsrichterwesen? Ex-Referee Howard Webb wünscht sich ehemalige Spieler als Unparteiische

Premier League

News | Die Qualität im Schiedsrichterwesen wird in allen Regionen der Welt ausgiebig diskutiert. Um das Niveau und die Vielfalt nachhaltig zu erhöhen, will der ehemalige Weltklasse-Referee Howard Webb zukünftig ehemaligen Aktiven die schwierige Aufgabe der Spielleitung zukommen lassen.

Howard Webb: „Wir würden [ehemalige Spieler] von ganzem Herzen begrüßen!“

Der ehemalige Weltklasse-Referee, er pfiff unter anderem das Champions League Finale 2010 zwischen Inter Mailand und dem FC Bayern München (2:0), und Leiter des Schiedsrichterwesens der  Premier League, Howard Webb, hat gegenüber dem Guardian seine Gedanken zur zukünftigen Ausrichtung seines Kerngebiets zum Ausdruck gebracht. So ruft der 51-Jährige dazu auf, dass ehemalige Spieler eine zweite Karriere als Unparteiische einschlagen. Dieser Schritt soll das Niveau erhöhen und zugleich die Vielfalt stärken. Sehen wir also demnächst Haaland, Mbappé, Messi und Co. mit der Pfeife im Mund? Ganz so weit will der Engländer nicht gehen und schränkt ein, dass viele Aktive, die während ihrer Laufbahn mit den Entscheidungen der Schiedsrichter eher unzufrieden waren, eine solche Option nicht in Betracht ziehen. Ein entsprechender Pool an potenziellen Kandidaten wäre also überschaubar.



Auch in Deutschland wird seit längerer Zeit über die Einbindung von ehemaligen Spielern ins Schiedsrichterwesen debattiert. Dabei geht es zuvorderst um das Einsatzgebiet als Video Assistant Referee (kurz VAR) – bislang jedoch ohne personelle Konsequenzen. Webb betonte in seinem Statement aber auch die generelle Bedeutung und positive Herausforderung für Unparteiische:

Es ist eine großartige Möglichkeit, fit zu bleiben oder Fitness zu erlangen, und es ist eine großartige Möglichkeit, zwischenmenschliche Fähigkeiten zu entwickeln. Für jüngere Menschen, die noch in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit stecken, ist es eine wunderbare Möglichkeit, selbstbewusster zu werden, und das immer in dem Wissen, dass sich daraus eine Karriere entwickeln kann.

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(Photo by Warren Little/Getty Images)

 

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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