Neapel | Milik kritisiert Klub für Verhalten beim Wechsel-Theater

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News | Die Zukunft von Arkadiusz Milik war in diesem Transfersommer ein großes Thema. Nun hat der Stürmer Stellung bezogen und sich von dem Verhalten der SSC Neapel enttäuscht gezeigt.

Mehrere gescheiterte Wechsel

Nach einem überaus ereignisreichen Transfersommer hat Arkadiusz Milik (26) erstmals über seine Situation bei der SSC Napoli gesprochen. Dem polnischen Portal „sportowefakty.wp.pl“ (Übersetzung via transfermarkt.de) erläuterte der Mittelstürmer, weshalb es in den letzten Wochen nicht zu dem angestrebten Wechsel gekommen ist. Man habe ihn vor die Wahl gestellt, seinen 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern oder den Verein zu verlassen. „Ich habe entschieden, dass ich etwas Neues ausprobieren möchte, einen anderen Ort. (…) Das Profileben ist kurz, ich bin 26 Jahre alt. Ich möchte weiter wachsen, ein besserer Fußballer sein“, erklärte Milik. Zu einem Wechsel kam es aber nicht.

„Es gab Interesse von gewissen Teams und es gab Gespräche“, so Milik. Der polnische Nationalstürmer wurde bei Juventus Turin, der AS Roma und AC Florenz gehandelt. Mit einem Klub war er sich sogar einig. „Damit ein Transfer erfolgreich ist, muss eine Einigung erzielt werden. Zwischen dem Spieler und beiden Klubs. Von meiner Seite gab es grünes Licht. Die Klubs haben sich nicht geeinigt. Und ich blieb in Neapel.“

Milik will auf Neapel zugehen

Napoli hat mit dem Team, zu dem ich wollte, nicht kommuniziert. Ich glaube nicht, dass irgendein Spieler sich bewusst für eine Situation entschieden hätte, in der er freiwillig mehrere Monate auf der Tribüne ist. Das ist nicht schön für mich“, erklärte Milik weiter. Auch mit dem 26-Jährigen hat die SSC kein klärendes Gespräch nach dem Deadline Day geführt. Dass er weder für den Ligabetrieb noch für die Europa League gemeldet wurde, erfuhr Milik aus den Medien. „Der Mangel an Kommunikation war unprofessionell. Ich denke, dass ich am Ende nicht gut behandelt wurde. Es gibt im Klub auch andere Spieler, die ihren Vertrag nicht verlängert haben und um diese ist es ruhig“, stellte der ehemalige Leverkusen-Spieler klar.

Zuletzt musste Milik zusammen mit anderen aussortierten Spielern abseits des Mannschaftstrainings seine Übungen machen. Dennoch ist der Pole bereit, noch einmal mit den Neapel-Verantwortlichen zu sprechen. „Ich weiß nicht, ob das etwas daran ändert, dass sie mich vom Spielen fernhalten. Wir werden sehen, wie es läuft. Ich bin offen, zu kooperieren.“ Bis Januar 2021 ist er in jedem Fall außenvor und damit der teuerste Tribünenspieler der Welt.

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Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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