Erfreuliche Comebacks: Real Madrid geht positiv gestimmt ins Heimspiel gegen Elche

Vorschau

Vorschau | Für Real Madrid zählen nur noch Siege, um weiter im Titelrennen der La Liga mitmischen zu können. Heute wartet mit dem verbesserten, aber immer noch abstiegsgefährdeten FC Elche eine vermeintliche Pflichtaufgabe, die sich jedoch schon im Hinspiel zum Problem entwickelte.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 16.15 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Real Madrid: Serie von sieben ungeschlagenen Pflichtspielen soll ausgebaut werden
  • Elche: Seit dem Trainerwechsel geht’s bergauf 
  • Der Aufsteiger gewann noch nie bei den Königlichen

Real Madrid: Bergamo im Hinterkopf 

Die ersehnte Rückkehr von Karim Benzema (33) zahlte sich direkt aus. Mit seinem 18. Pflichtspieltor in der laufenden Spielzeit rettete er Real Madrid im Stadtderby bei Tabellenführer Atletico zumindest einen Zähler. Ein sehenswerter Doppelpass mit Casemiro (29) resultierte im letztlich verdienten Ausgleichstreffer, zu dem es jedoch nicht hätte kommen müssen. Denn über eine Stunde lang stellten die Königlichen die schwächere Mannschaft. Besonders wertvoll war der Punkt auch nicht, da Atletico sein Nachholspiel unter der Woche gewann. Somit liegt Real acht Punkte hinter den Colchoneros und deren zwei hinter dem FC Barcelona. Bei noch zwölf ausstehenden Saisonspielen ist allen Beteiligten bewusst, dass nur noch Siege weiterhelfen, um den Meisterschaftstitel zu verteidigen. Doch die Madrilenen haben mit der – insbesondere in ihren Reihen – extrem prestigeträchtigen Champions League noch ein weiteres Eisen im Feuer.

Mit Zinedine Zidane (48) haben sie auch den Trainer in ihren Reihen, der ihnen die drei Königsklassen-Triumphe am Stück zwischen 2016 und 2018 bescherte. Logischerweise spielt das am Dienstagabend steigende Achtelfinalrückspiel (Hinspiel: 1:0) gegen Atalanta Bergamo in seinen Plänen bereits eine Rolle. Dies ist auch am Umgang mit Eden Hazard (30) und Sergio Ramos (34), dessen Zukunft über das Saisonende hinaus weiterhin mehr Fragen als Antworten aufwirft, zu erkennen. Als Startelfoptionen gelten beide mit Blick auf die kommenden Aufgaben noch nicht. Zidane erklärte auf der Pressekonferenz: „Sie sollen gegen Elche Minuten bekommen, das ist klar.“ Besonders der Belgier mache auf ihn einen „körperlich und mental guten Eindruck.“ Wichtig sei es, dass er kontinuierlich zum Einsatz käme.

 

Kaderbreite nimmt zu

Trotz aller Champions-League-Ambitionen wird die Begegnung mit Elche nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schon im Hinspiel taten sich die Königlichen schwer, erarbeiteten sich nur wenige Torchancen und mussten sich am Ende mit einem 1:1 zufriedengeben. Auch deshalb dürfte Zidane – der ohnehin kein großer Freund der Rotation ist – auf seine Stammformation der letzten Wochen setzten, die seit Anfang Februar gute Resultate holte. Das Verletztenlazarett hat sich deutlich verringert. Zwischenzeitlich standen dem Chefcoach nur elf Akteure aus der ersten Mannschaft zur Verfügung. Aktuell fallen mit Daniel Carvajal (29), Mariano Diaz (27) und Alvaro Odriozola (25) nur noch drei Spieler aus.

Elche: Der Glaube an den Klassenerhalt ist zurück

Vor etwa vier Wochen lag der FC Elche am Boden. 16 Ligapartien am Stück durfte der Aufsteiger keinen Sieg bejubeln, weshalb der damalige Übungsleiter Jorge Almiron (49) entnervt zurücktrat. Auf ihn folgte der ehemalige Erfolgstrainer Fran Escriba (55). Zwischen 2012 und 2015 führte er die Franjiverdes erst zum Aufstieg und gleich zweimal zum Klassenerhalt. An seine einstigen Taten knüpfte er direkt wieder an. Zwei Siege aus vier Auftritten unter seiner Leitung stehen zu Buche. Am vergangenen Wochenende schlug man vollkommen überraschend aber ebenso verdient den FC Sevilla mit 2:1 und kletterte auf Rang 17 – den ersten Nichtabstiegsplatz.

Defensiv wusste Elche mit Stabilität zu überzeugen und offensiv gab es immer wieder Nadelstiche. Ein schöne Kombination, die Raul Guti (24) vollendete, sowie ein Kopfball von Guido Carrillo (29) sorgten für die beiden Treffer, sodass der Anschlusstreffer aus der Schlussminute keine Rolle mehr einnahm. Der fünfte Saisonsieg lässt den Glauben an den Klassenerhalt weiter ansteigen, weshalb auch das Selbstvertrauen in die Höhe schießt. Escriba berichtete auf der Pressekonferenz: „Die Jungs haben die ganze Woche gesagt, sie fahren nach Madrid, um zu gewinnen.“ Seine Mannschaft wird sich genauestens an das Vorrundenduell erinnert haben, das sie ausgeglichen gestaltete.

(Photo: Imago)

„Ich habe mit das Hinspiel nochmal angesehen. Es sah sehr gut aus. Wir müssen die Dinge erneut gut machen, um eine Chance zu haben“, fügte der Chefcoach an. Er dürfte zu Beginn einer englischen Woche erneut auf das allmählich sowohl in der Verteidigungsarbeit als auch offensiv bewährte 4-4-2-System bauen und wohl keine Veränderungen in der Startelf vornehmen. Im Anschluss an das Gastspiel beim Rekordmeister geht es noch zum Rückspiel nach Sevilla und zum FC Getafe, wo man sich ebenfalls Möglichkeiten auf Punktgewinne ausrechnet. Escriba kann auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Nur Flügelspieler Emiliano Rigoni (28) hat sich nicht rechtzeitig fit gemeldet.

Prognose

Real Madrid hat in den Vorwochen deutlich an Konstanz gewonnen. Daran sollten die Königlichen im Heimspiel gegen ein keineswegs mutloses Elche anknüpfen und die Partie mit einer seriösen Darbietung für sich entschieden.

Mögliche Aufstellungen:

Real Madrid: Courtois,-Vazquez, Nacho, Varane, Mendy,-Modrid, Casemiro, Kroos,-Asensio, Benzema, Vinicius (Rodrygo)

FC Elche: Badia,-Barragan, Verdu, Calvo, Sanchez (Mojica),-Morente, Guti, Marcone, Fidel,-Boye, Carrillo

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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