Samstag, November 28, 2020

Nach Klub-Treffen – Rettig kritisiert Rummenigge: “Dann können wir bald den Laden zumachen”

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Damian Ozako
Damian Ozako
Redakteur

News | Am Mittwoch haben sich auf Einladung von Karl-Heinz Rummenigge 14 Bundesligaklubs und der HSV in Frankfurt getroffen, um u.a. über die Zukunft der Bundesliga zu diskutieren. Dass einige Klubs nicht erwünscht waren, kritisiert der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig sehr deutlich. 

Rettig äußert Kritik an Rummenigge

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München hat am Mittwoch zu einem Treffen in Frankfurt geladen und Funktionäre von 14 Bundesligaklubs sowie dem HSV haben das Angebot wahrgenommen. Nicht eingeladen waren der VfB Stuttgart, Mainz 05, der FC Augsburg und Arminia Bielefeld. Andere Zweitligisten neben dem HSV waren ebenfalls nicht vorhanden. Also eben jene Klubs, die sich für eine Umverteilung der TV-Gelder zugunsten finanziell kleinerer Vereine aussprachen. Für Andreas Rettig (57) genug Anlass für Kritik, die er im Interview mit Sky äußert: „Sollte ruchbar werden, dass man andere Gedanken hat als der FC Bayern oder Kollegen, dann könnte das ja dazu führen, dass man zukünftig auch Persona non grata wird und von allen anderen Dingen ausgeschlossen wird. […] Dann können wir bald den Laden zumachen.” (Zitat via Kicker)

Karl-Heinz Rummenigge (65) hat sich schon mehrfach kritisch zu Umverteilungsplänen der TV-Gelder geäußert. Er hielt nichts von dem Positionspapier, das die in der Debatte gegenüberstehenden Klubs unterzeichneten. Rettig müsse schmunzeln, „wenn Herr Rummenigge sich über Geheimtreffen echauffiert oder Geheimpapier“. Dabei habe schließlich der FC Bayern „in Sachen europäischer Superliga oder in der Kirch-Krise nicht nur geheime Gespräche geführt, sondern auch geheime Verträge abgeschlossen“. Rettig weiter mit seiner Kritik an Rummenigge: „Also dass jemand mit dieser Vita sich dann so aus dem Fenster lehnt, das muss ich sagen, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.“ 

Rettig kritisiert Zeitpunkt der Debatte

Das Vorgehen des FC Bayern bezeichnet er als „Muskelspiel“, in dessen Kontext sich über andere hinweggesetzt werden würde. „Ihr wart kritisch. Ihr habt mal quergedacht und Gedanken eingebracht – und dafür zur Belohnung dürft ihr nicht mehr an den Tisch“, so Rettig zum Machtspiel der großen Klubs. Dass dieses „Säbelrasseln“ ausgerechnet dann stattfindet, während sich Leute „um ihre Existenz Gedanken machen“, begeistert den 57-Jährigen ebenfalls nicht. 

Die Beziehungen innerhalb der Bundesliga und zwischen dem Oberhaus und dem Rest des deutschen Profifußballs könnten definitiv besser sein. Der von Rummenigge initiierte Alleingang dürfte für weitere Spannungen sorgen.

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(Photo by Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images)

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