England Premier League Awards

Premier League | Das beste Titelrennen aller Zeiten…und zwei Schneckenrennen

29. April 2019
Chris McCarthy

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Premier League | Das beste Titelrennen aller Zeiten…und zwei Schneckenrennen

7 Awards – Premier League | Der drittletzte Spieltag ist komplett und noch immer haben wir keine Klarheit darüber, wer Meister wird, wer in die Champions League kommt und wer als drittes Team den bitteren Gang in die zweite Liga antreten muss…

“Bestes Titelrennen aller Zeiten?” – Award: ManCity & Liverpool

Wie knapp der Meisterschaftskampf 2018/2019 ist, zeigt alleine der Wert 40 Millimeter. Wie hoch die Qualität des Kopf-an-Kopf-Rennens ist, das sich Manchester City und der FC Liverpool diese Saison liefern, belegt die Punktausbeute der beiden Teams.

Noch nie in der Geschichte der Premier League hatten gleich zwei Teams über 90 Zähler vorzuweisen – am Ende der Saison! Manchester City und Liverpool stehen nach ihren Siegen vom Wochenende bei 92, beziehungsweise 91 Zählern.

Das Titelrennen ist nicht nur eines der spannendsten, die wir auf der Insel jemals erleben durften, sondern qualitativ mit das hochwertigste.

“Der Mann für die wichtigen Tore” – Award: Sergio Agüero

Fans der Premier League werden sich noch gut an den 13. Mai 2012 erinnern. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Manchester City das 3:2 über die Queens Park Ranger, überholte somit in letzter Minute Stadtrivale United und sicherte sich somit den ersten Titel der Premier-League-Ära. Der Torschütze? Sergio Agüero.

Sechs Jahre und zwei Meistertitel später ist der Argentinier noch immer der Mann für die besonderen Tore, wie sein Siegtreffer gegen Burnley eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Durch das 1:0 über die Clarets konnten die Cityzens den Ein-Punkt-Vorsprung gegenüber dem FC Liverpool verteidigen und gehen somit als Titelfavorit in die letzten zwei Spieltage der Saison….

“Pflichtaufgabe erfüllt” – Award: Liverpool

Der Gegner war der wohl dankbarste der Saison und dennoch war ein Sieg absolut Pflicht, um im Titelrennen Schritt halten zu können.

Die Reds erfüllten die Aufgabe, schlugen den bereits feststehenden Absteiger aus Huddersfield durch Tore von Naby Keita, Sadio Mané (2) und Mohamed Salah (2) bequem mit 5:0.

Jürgen Klopp und Co. bleibt bei einem Punkt Rückstand nichts anderes übrig, als die beiden verbleibenden Spiele bei Newcastle sowie gegen Wolverhampton zu gewinnen und darauf zu hoffen, dass die Cityzens noch Federn lassen.

“Nicht bei der Sache” – Award: David De Gea

Beim 1:1 gegen den FC Chelsea machte einer der besten Torhüter Europas erneut aus den falschen Gründen Schlagzeilen.

In der 43. Minute, beim Stand von 1:0, ließ David De Gea einen haltbaren Schuss von Antonio Rüdiger vor die Füße von Marcos Alonso abprallen, der den Fehler nutzte und zum 1:1 abstaubte. Die Red Devils, zuvor die klar bessere Mannschaft, fanden nicht mehr in die Partie und mussten sich letztendlich mit der Punkteteilung begnügen. Für De Gea war es seit März bereits der vierte schwere Fehler, der zu einem Tor führte.

Der 28-jährige Spanier scheint seit Wochen nicht voll bei der Sache zu sein. Die Tatsache, dass sein Vertrag 2020 ausläuft und er mit einer Verlängerung zögert, ist dabei sicherlich nicht gerade hilfreich…

(Photo FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

“Schneckenrennen” – Award: Das “Rennen” um die Top-Four

Am 28. März analysierten wir das Restprogramm der Mannschaften, die sich nach Liverpool und Manchester City um einen Platz in den Top-Four stritten und noch streiten.

Unabhängig von den tatsächlichen Platzierungen waren wir uns sicher, dass es ein ganz enges Rennen geben würde. Zwei Spieltage vor Schluss haben wir tatsächlich ein enges Rennen, allerdings eines der anderen Sorte, wie die Formkurve der vier Teams eindrucksvoll belegt.

  • Tottenham (Platz 3 – 70 Punkte) verlor am Samstag zuhause mit 0:1 gegen West Ham, hat nun drei der letzten sechs Spiele verloren.
  • Chelsea (Platz 4 – 67 Punkte) hat aus den letzten sieben Spielen nur zwei gewonnen.
  • Arsenal (Platz 5 – 66 Punkte) ging nach einem Platzverweis für Ainsley Maitland-Niles in der ersten Halbzeit mit 0:3 bei Leicester unter. Die Gunners haben nun vier der letzten sechs Spiele verloren
  • ManUtd (Platz 6 – 64) hat aus den letzten sieben Spielen nur zwei gewonnen.

Bei vier Punkten Vorsprung auf Platz fünf hat Tottenham (Restprogramm: Bournemouth auswärts, Everton zuhause) nun die beste Ausgangslage der vier Konkurrenten.

Chelsea (Watford H; Leicester, A), Manchester United (Huddersfield, A; Cardiff, H) und Arsenal (Brighton, H; Burnley, A) dagegen liefern sich ein wahres Schneckenrennen…

“Hasenhüttl Effekt” – Ralph Hasenhüttl

Bereits nach seiner zweiten Partie als Trainer des FC Southampton erhielt Ralph Hasenhüttl diesen Award. Damals, am 17. Spieltag, bezwangen die Saints den FC Arsenal mit 3:2 und demonstrierten die Eigenschaften, auf die der Österreicher so viel Wert legt: Laufarbeit, Pressing, schnelles Umschaltspiel und eine gesamttaktische, mannschaftliche Geschlossenheit.

Mit dieser Spielweise, nämlich eine, die die individuellen Defizite der Mannschaft kaschiert, schien der Klassenerhalt tatsächlich machbar zu sein.

19 Spieltage später ist dieser durch das 3:3 gegen Bournemouth bereits perfekt und das hat Southampton allen voran dem “Hasenhüttl-Effekt” zu verdanken.

(Photo ROBERT MICHAEL/AFP/Getty Images)

“Scheckenrennen” – Award, Teil 2: Der Abstiegskampf

Huddersfield und Fulham stehen als Absteiger bereits fest. Um den letzten Platz “stritten” sich zuletzt (realistisch gesehen) einzig Cardiff und Brighton & Hove Albion. Wie bei den Top-Four, kann man auch hier bestenfalls von einem Schneckenrennen sprechen.

Während sich Brighton gegen Newcastle (1:1) zum zweiten Punkt aus den letzten sechs Spielen stotterte, kassierte Cardiff bei den bereits abgestiegenen Cottagers aus Fulham die fünfte Niederlage in Serie.

Brighton, das noch gegen Arsenal und Manchester City ran muss, kann froh sein, dass der Vorsprung auf die noch schwächeren Waliser vier Punkte beträgt. Cardiff, mit ausstehenden Spielen gegen Crystal Palace und Manchester United, muss auf ein Wunder hoffen.

Chris McCarthy

(Photo by Shaun Botterill/Getty Images,)

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