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Premier League | Prognose: Wer kommt in die Champions League?

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Chris McCarthy
Chris McCarthy
Chefredakteur

Ebenso spannend wie der Kampf um die Meisterschaft ist in der Premier League diese Saison das Rennen um die Champions-League-Plätze. Bei noch acht ausstehenden Spieltagen vergleichen wir die Ausgangssituationen der Anwärter auf die Top-Four und geben unsere Prognose ab…

Ausgangslage

Während sich Liverpool und Manchester City um den Titel duellieren, kämpfen mit Tottenham Hotspur, Arsenal, Manchester United und Chelsea vier Teams um die zwei verbleibenden Plätze, die die Teilnahme an der Champions League ermöglichen (3 & 4). Alle vier Teams sind in der laufenden Spielzeit noch international vertreten und alle vier wollen 2019/2020 in der Königsklasse dabei sein.

PlTeamSpTore+/-Pkt
1Liverpool3170:18+5276
2ManCity3079:21+5874
3Tottenham3057:32+2561
4Arsenal3063:39+2460
5ManUtd3058:40+1858
6Chelsea3050:33+1757

Die ersten vier Plätze qualifizieren sich automatisch für die Königsklasse, ebenso wie die Sieger der Champions League und der Europa League. Allerdings dürfen maximal fünf Klubs einer Nation an der Champions League teilnehmen. Sollten die Gewinner der Champions League und Europa League also beide außerhalb der Top-Four kommen (aktuell ManUtd & Chelsea), hätte der Viertplatzierte (aktuell Arsenal) das Nachsehen.

Platz 3: Tottenham Hotspur (61)

Für viele zählte Tottenham noch vor wenigen Wochen zum elitären Kreis der Titelkandidaten. Betrachtet man sich allerdings den dünnen und überspielten Kader, so schien dies eher überambitioniertes Wunschdenken zu sein. Umso erstaunlicher ist es, dass die Spurs – trotz vieler Verletzungen, ohne einen einzigen Neuzugang und mit durchschnittlichen Leistungen – so lange den Anschluss an die deutlich breiter aufgestellten Cityzens und Reds halten konnten.

Mittlerweile ist Tottenham allerdings wie erwartet auch ergebnistechnisch die Puste ausgegangen. Die Portion Spielglück ist verflogen, die Effizienz hat nachgelassen. In den letzten vier Spielen haben die Nordlondoner nur einen Punkt geholt. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt nun stolze 13 Zähler.

(Photo by Stephen Pond/Getty Images)

Das alte und neue Saisonziel lautet daher die erneute Qualifikation zur Champions League. Es wäre trotz des Höhenflugs eine Leistung, auf die Mauricio Pochettino stolz sein sollte. Immerhin hatte der Argentinier weder den finanziellen Handlungsspielraum seiner Mitkonkurrenten noch eine tatsächliche Heimspielstätte vorzuweisen. Zumindest Letzteres wird sich nach langer Wartezeit am 3. April ändern*. Dann öffnet die neue White Hart Lane nach unzähligen Verzögerungen endlich ihre Pforten.

Restprogramm:

Sp.GegnerH/A
32Liverpool A
31Crystal Palace*H
33BrightonH
34Huddersfield H
35ManCityA
36West HamH
37BournemouthA
38EvertonH

 

Prognose

Der dünne Kader der Spurs wirkt ausgelaugt und scheint von allen vier Kandidaten am wenigsten für die zusätzliche Belastung eines europäischen Wettbewerbs (Champions League Manchester City) gewappnet zu sein. Womöglich kann das heiß ersehnte Heimdebüt an der neuen White Hart Lane den Lilywhites neues Leben einhauchen. Die uninspirierenden Leistungen der letzten Wochen und das schwere Restprogramm lassen jedenfalls erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob der Drei-Punkte-Puffer letztendlich genügen wird, um die Saison in den Top-Four zu beenden.

Tottenham wird zittern, immerhin ist die Königsklasse überlebenswichtig: Finanziell, um ohne größere Abstriche den teuren Stadionbau zu bewältigen und sportlich, um Trainer und Leistungsträger bei Laune zu halten.

Tipp: 77 Punkte -> Platz 3 

Platz 4: Arsenal (60)

Nachdem der einstige Dauergast der Champions League unter Arsene Wenger zuletzt zwei Mal in Folge die Top-Four verpasste, war die Rückkehr in die Königsklasse für Unai Emery in seiner Debütsaison alles andere als fest eingeplant. Umso überraschender war die zwischenzeitliche Serie von 22 Pflichtspielen ohne Niederlage, die primär von hoher Intensität sowie Effizienz im Angriff lebte. Die weiter vorhanden Probleme der Gunners, primär im wackeligen Defensivverbund und bei der Chancenerarbeitung, wurden dabei kaschiert.

Als sich die Verletzungen häuften, die Belastung zunahm und die Intensität litt, wurden diese entblößt: 2:3 bei Southampton, 1:5 bei Liverpool und 0:1 bei West Ham. Die Kritik an Emery, der weder einen vollendeten Kader vorgefunden noch eine Balance entwickelt hatte, wurde nicht zuletzt wegen der mittlerweile nach oben korrigierten Erwartungshaltung immer lauter. Seine Entscheidungen, den Vertrag von Aaron Ramsey nicht zu verlängern und auf Topverdiener Mesut Özil zu verzichten, gerieten zunehmend in die Schusslinie.

(Photo by Francois Nel/Getty Images)

Ausgerechnet der Waliser und der Deutsche hatten großen Anteil daran, dass Arsenal vor zwei Monaten zurück in die Spur fand. Ramsey wurde zum Mann für die wichtigen Spiele. Özil, zwischenzeitlich nicht einmal Bestandteil des Spieltagskaders, eroberte mit deutlich beherzteren Leistungen das Vertrauen des Trainers und brachte die nötige Kreativität zurück. Darüber hinaus hat die Defensive um die formstarken Sokratis und Bernd Leno in den letzten Wochen endlich eine Identität entwickelt, wirkt deutlich stabiler als zuvor.

Die Bilanz der letzten acht Spiele: Nur eine Niederlage (Manchester City), ein Unentschieden gegen Tottenham und stolze sechs Siege (zwei davon gegen Manchester United und Chelsea).

Restprogramm

Sp.GegnerH/A
32NewcastleH
33EvertonA
34WatfordA
35Crystal PalaceH
31WolvesA
36Leicester A
37BrightonH
38BurnleyA

Prognose

Arsenal wirkt seit der Ankunft Emerys mental gefestigter, taktisch strukturierter und befindet sich derzeit im Aufwind. Von allen vier Top-Four-Kandidaten erwartet die Gunners außerdem das auf dem Papier einfachste Restprogramm – die Spiele gegen die Top-Sechs wurden allesamt schon absolviert. Das im Vergleich zu Manchester United und Chelsea deutlich bessere Torverhältnis ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Die Rückkehr in die Champions League ist zum Greifen nahe. Einzig die schwache Auswärtsform (Platz 10) gibt Anlass zur Sorge

Tipp: 77 Punkte – Platz 4

Platz 5: ManUtd (58)

Kurz vor Weihnachten schien die Champions League für Manchester United in weite Ferne gerückt zu sein. Liverpool bezwang die Red Devils soeben erschreckend bequem mit 3:1. Der Abstand auf Platz vier betrug acht Zähler. Doch dann war der einstige Edeljoker Ole Gunnar Solskjaer einmal mehr zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Norweger übernahm für José Mourinho und holte aus den ersten sechs Spielen sechs Siege.

Zweifel an Solskjaer bestanden dennoch. Immerhin schien die Aufgabe, den Spielern nach der Tristesse unter Mourinho wieder Spaß am Fußball einzuhauchen auf den ersten Blick nicht sonderlich schwer. Die Tatsache, dass eben nicht Mourinho an der Seitenlinie stand, schien zu genügen, um die Spieler zu entfesseln. Darüber hinaus war das Auftaktprogramm Solskjaers Amtszeit nicht gerade das anspruchsvollste.

(Photo OLI SCARFF/AFP/Getty Images)

Der Positive Trend wurde zunächst fortgesetzt. Die erste Pflichtspiel-Niederlage, das 0:2 gegen Paris Saint-Germain in der Champions League, wurde nicht nur verdaut – in der Liga blieb man vorerst ungeschlagen – sondern durch eine beeindruckende Aufholjagd bei den Franzosen sogar revidiert. Die Bilanz Solskjaers las sich beeindruckend: 17 Pflichtspiele, eine Niederlage (gegen PSG), zwei Unentschieden – eines davon gegen Liverpool – und die Rückkehr in die Top-Four.

Ausgerechnet seit dem glücklichen Comeback gegen PSG kehren jedoch wieder Zweifel ein: Viele Statistiken (xG) unterstellen Solskjaers Bilanz einen Hauch Spielglück und auf die erste Saisonniederlage unter der Leitung des ehemaligen Stürmers gegen Arsenal, gleichbedeutend mit der Rückkehr auf Platz fünf, folgte das Aus im FA-Cup gegen Wolverhampton.

Restprogramm

Sp.GegnerH/A
32WatfordH
33WolvesA
34West HamH
35EvertonA
31ManCityH
36ChelseaH
37HuddersfieldA
38CardiffH

Prognose

Manchester United wirkt seit der Ankunft Solskjaers wie ausgewechselt, spielt mutigen Offensivfußball und hat seine „Comeback-Mentalität“ wieder für sich entdeckt. In Anbetracht des schweren Restprogramms liegt die Hoffnung der Red Devils darin, dass diese Eigenschaften weiterhin hervortreten und die letzten zwei Spiele eine Ausnahme waren. Manchester United stehen mit Manchester City, Wolverhampton auswärts, Everton auswärts und Chelsea gleich vier ziemlich unangenehme Spiele bevor.

Tipp: 75 Punkte -> Platz 5

Platz 6: Chelsea (57)

Ähnlich wie der FC Arsenal startete auch der FC Chelsea mit einem neuen Trainer in die Saison 2018/2019. Ähnlich wie bei den Gunners kaschierte auch bei den Blues der beeindruckende Saisonstart (13 Spiele ohne Niederlage) unter Maurizio Sarri die Schwachstellen des Kaders, was auch hier zu übertriebenen Erwartungen führte. Auch Sarri fand im Westen Londons nämlich keinen für seine Spielphilosophie perfekt bestückten Kader vor, sodass seine relativ eintönige Ausrichtung mit einer begrenzten Anzahl an dafür geeigneten Spielern von den Gegnern schon bald durchschaut wurde.

Zum Jahreswechsel folgte dann die große Ernüchterung. Binnen drei Wochen verlor Chelsea 0:2 gegen Arsenal, 0:4 gegen Bournemouth und 0:6 gegen Manchester City. Sarris Stuhl begann zu wackeln. Seine Entscheidung, den defensivanfälligen Jorginho auf der Sechs spielen zu lassen, während der wohl beste Sechser der Welt in N’Golo Kanté in ungewohnt offensiverer Rolle überfordert schien, wurde lautstark kritisiert. Gleichzeitig geriet der freifließende Sarri-Ball offensiv ins Stocken, da vorne die Durchschlagskraft fehlte, Eden Hazard im ungeliebten Sturmzentrum isoliert und Taktgeber Jorginho früh von den Gegnern attackiert wurde.

(Photo GLYN KIRK/AFP/Getty Images)

Die Auftritte bei der Niederlage im Ligapokal-Finale gegen Manchester City (Elfmeterschießen) und beim 2:0 über Tottenham gelobten Besserung, da sich der zuvor so sture Sarri taktisch plötzlich flexibler zeigte und defensiver agieren ließ. Doch schon bald fielen die Blues in ihr altes Muster, verloren nach dem uninspirierenden 1:1 gegen Wolves verdient mit 0:2 gegen Everton.

Restprogramm

Sp.GegnerH/A
32CardiffA
27BrightonH
33West HamH
34LiverpoolA
35BurnleyH
36ManUtdA
37WatfordH
38Leicester A

Prognose

Insgesamt scheint der FC Chelsea im Kampf um die Top-Four die schlechtesten Karten zu haben. Das Restprogramm ist anspruchsvoll, die letzten Leistungen waren nicht gerade vielversprechend. Darüber hinaus hängt die unsicherer Zukunft des Vereins, mit der drohenden Transfersperre und dem zu erwartenden Abgang von Eden Hazard, wie eine lähmende Wolke über der Stamford Bridge.

Tipp: 74 Punkte -> Platz 6

(Main Photo by Alex Morton/Getty Images)

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