ManCity-Frust, ManUtd-Vollstrecker Greenwood & Sakas perfekte Woche bei Arsenal…

Premier League Awards

7 Awards – Premier League | 33. Spieltag: ManCity bleibt der Frust nicht erspart. Arsenal und ManUtd freuen sich über ihre Top-Talente. Jamie Vardy, Abstiegskampf und mehr….

„Ein Spiel sagt mehr als 1000 Worte“ – Award: Manchester City

Be 20 Punkten Rückstand auf den bereits feststehenden Meister aus Liverpool und elf Punkten Vorsprung auf das drittplatzierte Leicester war die Premier-League-Saison für Manchester City bereits vor dem 33. Spieltag mehr oder weniger gelaufen.

Eine weitere Demonstration, wieso es mit der erneuten Titelverteidigung nicht klappte, blieb Pep Guardiola am Sonntagabend in Southampton dennoch nicht erspart.

Trotz erdrückenden 74% Ballbesitz, 26:8 Schüssen und einem „expected Goals“ -Wert (xG) von 3,4:0,63 verlor ManCity mit 0:1. Es war ein Spiel sinnbildlich für eine gesamte Saison: Liverpool marschiert mit brutaler Effizienz von Sieg zu Sieg. Manchester City dagegen sammelte frustrierende Niederlagen en masse.

In sieben der insgesamt neun Niederlagen hatte Manchester City in Sachen xG (zumeist deutlich) die Nase vorn. Geht man nach den kumulierten expected Points wäre der Ex-Meister sogar Tabellenführer der Premier League.

Die Reds sind zweifelsohne der hochverdiente Meister der Saison. Doch so unrund es bei Manchester City 2019/2020 auch lief: Eine gewisse Portion Pech auf beiden Seiten des Feldes hat ist bei der Mannschaft von Pep Guardiola nicht von der Hand zu weisen.

(Photo by FRANK AUGSTEIN/POOL/AFP via Getty Images)

„Zu Hause makellos“ – Award: FC Liverpool

Lange sah es so aus, als würde Abstiegskandidat Aston Villa sich einen wichtigen Punkt an der Anfield Road verdienen. Dann schlug Liverpool in Person von Sadio Mané mit dem erst zweiten Torschuss des Spiels in der 71. Minute eiskalt zu. Curtis Jones machte kurz vor Schluss den Deckel drauf. Es war keine Glanzleistung, aber einmal mehr machten die Reds genug, um alle drei Punkte zu Hause zu behalten.

Für den frisch gebackenen Meister war es der 17. Heimsieg im 17. Spiel. Es fehlen noch zwei Partien, gegen Burnley und Chelsea, um den 128 Jahre alten Rekord von Sunderland einzustellen und alle Heimspiele in einer Saison zu gewinnen.

„Vollstrecker“ – Award: Mason Greenwood

Beim bequemen 5:2-Heimerfolg über ein schwaches Bournemouth war Mason Greenwood auf Seiten von Manchester United der Mann des Spiels.

Im erst siebten Startelfeinsatz seiner noch jungen Karriere erzielte der 18-Jährige seinen allersten Doppelpack und demonstrierte dabei seine absurden Vollstreckerqualitäten. Beim 1:1 in der 29. Minute gewann er durch eine geschickte Körpertäuschung den nötigen Abstand zu seinem Verteidiger und hämmerte den Ball mit seinem linken Fuß unhaltbar am Torhüter vorbei. Beim 4:2 (54.) zog er vom Rande des Sechzehners auf der rechten Seite Richtung Grundlinie und schoss den Ball mit rechts ins lange Eck.

„Er ist einer der besten Vollstrecker, die ich je gesehen habe“, sagte sein Trainer Ole Gunnar Solskjaer – als Spieler selbst ein Knipser – nach dem Spiel.

Greenwood steht nun bei acht Saisontoren. Von allen Spieler unter 19 in der Geschichte der Premier League haben laut Opta lediglich Michael Owen (zweimal), Robbie Fowler und Wayne Rooney öfter in einer Saison getroffen.

Photo: Imago

„Perfekte Woche“ – Award: Bukayo Saka

Nächster Awards, nächstes Top-Talent. Wie auch Greenwood, erlebte Bukayo Saka in seiner richtigen Debütsaison 2019/2020 den Durchbruch.

Bereits unter seinem dritten Trainer Saison und egal, ob auf Linksaußen, Rechtsaußen, im zentralen Mittelfeld oder gar als Linksverteidiger, der 18-Jährige weiß stets zu überzeugen und gehört schon jetzt zu den Leistungsträgern.

Nachdem der FC Arsenal etwas zittern musste, unterzeichnete Saka am Mittwoch einen langfristigen Vertrag. Gekrönt wurde seine Woche am Samstag, Beim wichtigen 2:0-Auswärtssieg gegen die Wolverhampton Wanderers brachte er die Gunners mit einem traumhaften Volley auf die Siegerstraße – sein erstes Tor in der Premier League. „Es war eine Woche, an die ich mich mein gesamtes Leben erinnern werden“, sagte der Linksfuß nach Schlusspfiff.

Gleiches gilt wohl für den FC Arsenal, der ein absolutes Top-Talent an sich binden konnte. Sakas bisherige Ausbeute in seiner Debütsaison: 35 Einsätze. vier Tore und zehn Vorlagen.

Photo: Imago

„Knoten geplatzt“ – Award: Jamie Vardy

Das Warten auf Premier-League-Treffer 100 entpuppte sich für Jamie Vardy als eine wahre Qual. Nachdem der Angreifer von Leicester City im März Tor 99 erzielte wurde der Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie zunächst drei Monate ausgesetzt. Im Anschluss folgte eine handfeste Formkrise, in der Vardy zwar engagiert, aber sehr glücklos auftrat.

Vier Spiele wollte nichts gelingen, auch am Samstag gegen Crystal Palace. Bis zur 77. Minute, als sich Eagles-Verteidiger Mamadou Sakho im eigenen Sechzehner den Ball von Harvey Barnes abnehmen ließ. Dieser legte quer und Vardy musste nur noch ins leere Tor einschieben. Treffer 100 für den Leicester-Stürmer, 20. Saisontor – der Knoten war geplatzt.

Nur 17 Minuten später erlebten wir den Vardy, an den wir uns gewöhnt hatten: Der 33-Jährige sprintete über das halbe Feld und vollendete in gewohnter eiskalter Manier zum 3:0-Endstand.

(Photo by Michael Regan/Getty Images)

„Wenn zwei sich streiten…“ – Award: Tottenham

Es war ein unspektakuläres Fußballspiel zwischen den Tottenham Hotspur und dem FC Everton. Die Spurs führten zur Halbzeit nicht unverdient mit 1:0, die Spieler trotteten in die Kabine. Dann aber stürmte Hugo Lloris auf Heung-Min Son zu, versuchte den Südkoreaner zur Rede zu stellen.

Nach dem Spiel erklärte Trainer José Mourinho: „Hugo dachte, dass die angreifenden Spieler etwas mehr machen sollen und stritt sich mit Sonny und Sonny sich mit ihm (…). In der Kabine umarmten sie sich (…). Als ich in der Kabine ankam, wollte ihn nur, dass sie verstehen, dass ich darüber sehr glücklich war.“

Obwohl sich zwei stritten, würde sich kein Dritter freuen. Tottenham verwaltete die Führung und damit Platz acht.

„Abstiegskampf“ – Award: West Ham, Watford, Aston Villa, Bournemouth

Uns gehen die Awards aus, also betrachten wir uns den aktuellen Stand im Abstiegskampf in einem.

Der interessierte Beobachter der unteren Tabellenhälfte wird merken, dass ein Team fehlt: Brighton & Hove Albion. Die Seagulls haben das Kämpfen für sich wiederentdeckt. So gesehen gegen Arsenal (2:1), Leicester (0:0) und nun gegen Norwich (1:0). Diese Big Points und die Patzer der Konkurrenz haben den Vorsprung auf die Abstiegsränge bei fünf ausstehenden Spielen auf neun Zähler heranwachsen lassen. Brighton sollte sicher sein, wenngleich nun Spiele gegen Liverpool und ManCity folgen. Norwich ist bei sieben Punkten Rückstand und Null Aussicht auf Besserung dagegen wohl so gut wie abgestiegen.

Bleiben noch West Ham (16., 31 Punkte), Watford (17. 28 P.) und derzeitig auf den verbleibenden Abstiegsrängen: Aston Villa (18, 27 P.) und Bournemouth (19. 27 P.).

Die größten Chancen auf den Klassenerhalt haben dank individueller Qualität und Ausgangslage derzeit wohl die Hammers. Watford und Bournemouth sind seit dem Restart in schockierender Verfassung. Aufsteiger Aston Villa darf hoffen.

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Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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