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90PLUS » Newcastle macht Ernst: Mega-Angebot für BVB-Mittelfeldmotor Nmecha im Anflug
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Newcastle macht Ernst: Mega-Angebot für BVB-Mittelfeldmotor Nmecha im Anflug

Fritz Pecker
07.08.26, 15:09
Fritz Pecker
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Felix Nmecha
Foto: Getty Images

Die Gerüchte um Felix Nmecha nehmen Fahrt auf. Laut Informationen von Sky Sport hat Newcastle United bereits ersten Kontakt zu den Beratern des deutschen Nationalspielers aufgenommen und bereitet nun ein offizielles Angebot an Borussia Dortmund vor. Der 25-Jährige, der beim BVB noch bis 2030 unter Vertrag steht, gilt bei den „Magpies“ als Wunschlösung für das zentrale Mittelfeld. Nmecha selbst soll die Premier League als langfristiges Zukunftsziel betrachten.

Die Konkretheit des Interesses ist bemerkenswert, denn BVB-Sportdirektor Ole Book hatte sich erst kürzlich öffentlich klar positioniert. Er halte einen Nmecha-Abgang in diesem Sommer „im höchsten Maße für unwahrscheinlich“. Eine kleine Hintertür ließ er jedoch bewusst offen: Komme ein „astronomisches Angebot“, sei der BVB erst ab einer Summe von über 100 bis 120 Millionen Euro überhaupt gesprächsbereit. Tatsächlich scheint Newcastle entschlossen zu sein, genau diese Schwelle anzustreben.

Guimarães-Abgang zwingt Newcastle zum Handeln

Der Hauptgrund für das Newcastle-Interesse liegt auf der Hand: Mit Bruno Guimarães verloren die „Magpies“ ihren Mittelfeld-Motor. Der Brasilianer wechselte für rund 87,5 Millionen Euro zum FC Arsenal. Die Lücke, die er im zentralen Mittelfeld hinterlässt, wiegt schwer – zumal Newcastle gleichzeitig Anthony Gordon (über 80 Millionen Euro zum FC Barcelona) und Sandro Tonali (108 Millionen Euro plus Boni zu Tottenham Hotspur) abgegeben hat. Der Umbruch bei den „Magpies“ unter dem neuen Trainer Matthias Jaissle ist gewaltig.

Nmecha, der in der vergangenen Bundesliga-Saison mit Zweikampfstärke, Spielintelligenz und Passsicherheit überzeugte, gilt als idealer Ersatz im defensiven Mittelfeld. Newcastle beobachtet den deutschen Nationalspieler schon seit Längerem genau. Der frühere Trainer Eddie Howe war ein ausgewiesener Nmecha-Fan. Wie sein Nachfolger Jaissle den 25-Jährigen einschätzt, ist noch nicht bekannt – doch der Klub handelt erkennbar auf eigene Initiative.

Newcastle mit vollen Taschen

Das nötige Geld für ein Mega-Angebot haben die Nordengländer nach ihrem Transfer-Ausverkauf allemal. Die Erlöse aus den Abgängen von Guimarães, Gordon und Tonali summieren sich auf weit über 250 Millionen Euro – eine beachtliche Kriegskasse. Newcastle gehört damit zu den finanzstärksten Käufern des Sommers und ist grundsätzlich in der Lage, die von BVB-Sportdirektor Book formulierte Preisvorstellung von 100 bis 120 Millionen Euro zu erfüllen. Ob der Klub tatsächlich bereit ist, diesen Betrag auf den Tisch zu legen, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.

Nmecha selbst hat nach aktuellem Stand noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Dortmund bleibt sein aktuelles Zuhause, und der Klub arbeitet mit Nachdruck daran, das auch so zu halten. Allerdings scheint auch Nmecha die Premier League als attraktive Option zu betrachten – ein offenes Geheimnis im Umfeld des BVB.

Ausstiegsklausel abgelaufen – 2027 droht die nächste Chance

Besonders brisant ist ein bisher nicht öffentlich bekanntes Detail, das Sky Sport exklusiv enthüllt hat: Nmecha besaß in seinem BVB-Vertrag für diesen Sommer eine Ausstiegsklausel – diese ist jedoch inzwischen abgelaufen. Newcastle war über das Ablaufdatum informiert, konnte also nicht automatisch und ohne BVB-Zustimmung handeln. Im kommenden Sommer hätte der Mittelfeldspieler erneut eine Exit-Option – dann allerdings für 80 Millionen Euro.

Für den BVB bedeutet das: Der Druck bleibt bestehen. Entweder einigen sich beide Seiten auf einen neuen, verbesserten Vertrag ohne Ausstiegsklausel – oder Newcastle wartet ein Jahr und kann Nmecha 2027 für deutlich weniger als die derzeit geforderten 100 bis 120 Millionen Euro verpflichten. Sportdirektor Ole Book wird in den kommenden Wochen alle Hände voll zu tun haben, um den Mittelfeldmotor dauerhaft in Dortmund zu halten.

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