Cleveres Sporting triumphiert im Derby bei Benfica

Sporting trumpfte im Derby bei Benfica auf.
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News | Zu später Stunde stieg am Freitag das brisante Stadtderby von Lissabon. Sporting bestätigte seine starke Form und gewann überraschend glatt mit 3:1 bei Benfica.

Frühe Führung und Chancenplus für Sporting

Das 296. Derby de Lisboa im äußerst stimmungsvollen Estádio da Luz startete hitzig. Nach gerade einmal 56 Sekunden handelte sich Zouhair Feddal die Gelbe Karte ein, da er Joao Marío wüst von den Beinen holte. Der daraufhin protestierende Paulinho wurde von Schiedsrichter Artur Soares Dias ebenfalls verwarnt.

Den ersten spielerischen Akzent setzte der Gast – auf beeindruckende Art in Minute acht. Pedro Goncalves hob das Spielgerät gefühlvoll in den Lauf von Pablo Sarabia, dessen Volleyabnahme aus rund elf Metern unter der Latte einschlug – 0:1. Auf der Gegenseite parierte Antonio Adan einen zu zentral platzierten Kopfball von Everton (10.).

 

Benfica trat infolge des frühen Rückschlags sehr druckvoll auf, doch die nächste Großchance ergab sich für Stadtrivalen. Goncalves setzte den Ball von der Fünfmeterraumgrenze über das Tor (17.). Sporting verteidigte konsequent und lauerte auf Umschaltsituationen. Der Unparteiische hatte derweil nach 22 Zeigerumdrehungen schon viermal zum Gelben Karton gegriffen.

In der Folge verflachte das Geschehen aus fußballerischer Sicht. Die Hausherren fanden – trotz mehr Feldanteilen – im letzten Drittel des Spielfelds keine Lösungen. Die Anzahl der Torszenen sank, dafür zog der nicht immer richtig liegende Soares Dias seine Linie durch und erhöhte auf sieben (!) Verwarnungen.

Ein Hochkaräter ergab sich erst in der 37. Minute, als Goncalves aus halbrechter Position freistehend am hervorragend reagierenden Odysseas Vlachodimos scheiterte.

Mit Beginn der Nachspielzeit musste der Schlussmann allerdings erneut hinter sich greifen. Sarabia verlängerte eine Hereingabe ungewollt auf Paulinho, der eiskalt per Flachschuss vollendete. Dabei stand er jedoch knapp im Abseits, weshalb Soares Dias den Treffer nach Rücksprache zum VAR aberkannte und die knappe Führung für Sporting zur Pause Bestand hatte.

Benfica legt zu, doch Sporting trifft

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts gehörte Benfica. Doch der Mannschaft von Trainer Jorge Jesus fehlte es weiterhin an der Präzision in den gefährlichen Zonen sowie der nötigen Durchschlagskraft. Daher war es wenig verwunderlich, dass ein ideal getretener Eckball von Joao Marío herhalten musste, um Torgefahr auszustrahlen. Für Torhüter Adan hätte keine Abwehrchance bestanden, denn der Kopfball von Darwin Nunez landete am Querbalken (60.).

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Etwa 120 Sekunden darauf endete eine gelungene Kombination bei Joao Marío, der den Ball recht kläglich in die Arme von Adan schob. Im direkten Gegenzug steckte Matheus auf den überlegt vollenden Paulinho durch – 0:2. Die Adler hätten beinahe postwendend geantwortet, aber Rafa Silva traf aus kurzer Distanz die Latte, nachdem ihn eine Hereingabe von Roman Yaremchuk über Umwege erreichte.

Benfica bot aufgrund der vermehrten Offensive zunehmend Räume für Konter an, die der Gast zu nutzen wollte. In der 68. Minute bediente Ricardo Esgaio mit einem perfekt getimten Steilpass Matheus, der in die Tiefe durchstartete und ungestört vor Vlachodimos problemlos zum richtungsweisenden 0:3 einschoss.

Anschließend trudelte das Geschehen ohne große Aufreger aus, sodass der kartenfreudige Soares Dias die Begegnung tatsächlich ohne Platzverweis über die Bühne brachte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Pizzi mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck noch das 1:3-Ehrentor.

Sporting fuhr damit den zwölften Pflichtspielerfolg am Stück ein und liegt nur aufgrund der Tordifferenz hinter Spitzenreiter Porto, der zuvor mit 3:0 bei Portimonense gewann. Das unglückliche Benfica muss auf vier Zähler abreißen lassen.

(Photo by Octavio Passos/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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