Mittwoch, Oktober 28, 2020

Serie A Vorschau Teil 4: Lazio, Sassuolo, Sampdoria, Torino

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In wenigen Tagen startet die neue Saison in der Serie A. Im vierten Teil der 90PLUS-Saisonvorschau stellen wir Lazio, US Sassuolo, Sampdoria und Torino vor.

  • Lazio: Wieder in Richtung Champions League?
  • Sassuolo: Das “Hipster-Team” der Liga
  • Sampdoria und Torino kämpfen um den Klassenerhalt

Teil 1: Inter, Fiorentina, Parma, Crotone

Teil 2: Milan, Cagliari, Udinese, Genoa

Teil 3: Atalanta, Roma, Hellas, Benevento

Lazio

Letzte Saison: 4. Platz

Die letzte Spielzeit verlief erstaunlich erfolgreich für die “Laziali“. Angeführt von einem Ciro Immobile (30) in absoluter Top-Verfassung hielt Lazio das Titelrennen der Serie A lange offen. Aus dem Zweikampf zwischen Inter und Juventus formte der Verein aus der italienischen Hauptstadt zwischenzeitlich einen Dreikampf, ehe Inter im direkten Duell besiegt und die Ambitionen für den “Scudetto” untermauert wurden.

Im Endeffekt waren es die schwachen Ergebnisse nach dem Corona Re-Start, die Größeres verhinderten. Fünf Spiele in Folge ging man sieglos vom Feld, darunter bittere Niederlagen gegen Juventus, Lecce und AC Milan. Auch wenn die Römer die Spielzeit nur auf Platz vier beendeten, übertrafen sie eindeutig die Erwartungen und setzten ein Zeichen an die Konkurrenz, dass man auch im kommenden Jahr mit ihnen rechnen muss.

. (Photo by Marco Rosi – SS Lazio/Getty Images)

Inzaghi formt Lazio – Dieses Jahr zum Titel?

Seit mittlerweile vier Jahren leitet Simone Inzaghi (44) die Geschicke bei Lazio. Nach leichten Anfangsproblemen ist seine Handschrift nun endlich im System zu erkennen. Der ehemalige italienische Nationalspieler setzt auf eine Dreier-/Fünferkette, die meist von drei gestaffelten Mittelfeldspielern und zwei zentralen Stoßstürmern unterstützt wird.

Gerade das Mittelfeld, welches mit Milinkovic-Savic (25), Luis Alberto (27), Marco Parolo (35) und Lucas Leiva (33) einige unterschiedliche Spielertypen zu bieten hat, ist das Herzstück des Teams. Es ist die Mischung aus Erfahrung und Leichtfüßigkeit, aus defensiv-denkenden und offensiv-kreativen Spielertypen, die das Konstrukt in erstaunlicher Art und Weise zum Laufen bringen. Im kommenden Jahr muss der nächste Schritt erfolgen und die Erwartungen als aufstrebendes europäisches Top-Team untermauert werden.

Mit einem Kadermarktwet von 344 Millionen Euro gehört Lazio zu den wertvollsten Mannschaften der Serie A. Dieser Anspruch soll nun langfristig gehalten werden, weshalb man sich auf dem Transfermarkt verstärkte.

(Photo by Marco Rosi/Getty Images)

Silva tanzt Lazio auf der Nase herum – Kumbulla entscheidet sich für den Stadtrivalen

Mit großen Ambitionen startete Lazio in die Transferperiode, gleich zwei interessante Spieler waren ins Visier der “Laziali” gerückt. Auf der einen Seite sollte David Silva (34) mit aller Macht ablösefrei von Manchester City verpflichtet werden. Der Spanier sollte mit seiner Kreativität, seiner Übersicht und Erfahrung das Team für Europa aufrüsten. Doch Silva entschied sich für einen Wechsel in sein Heimatland, Real Sociedad erhielt den Zuschlag.

Ein weiterer, hoch-interessanter Neuzugang sollte Marash Kumbulla (22) von Hellas Verona werden. Der Innenverteidiger vereinigt alle Attribute eines modernen, spielgestaltenen Abwehrmanns, weshalb mehrere Klubs aus der italienischen Beletage die Fühler ausstreckten. Neben Lazio warb insbesondere Inter um den Albaner. Nach aktuellem Stand gehen beide Teams leer aus. Wie Fabrizio Romano berichtete, soll ausgerechnet der Stadtrivale, die AS Roma, den Zuschlag für Kumbulla erhalten.

Gerade auf der Innenverteidiger-Position hätte ein solcher Neuzugang dem Kader neue Qualitäten verliehen. Neben Luiz Felipe (23) und Francesco Acerbi (32) hätte Kumbulla einen Startelf-Platz wohl sicher gehabt. Hier fehlt ansonsten ein wenig die Qualität in der Breite. Eine weitere Verpflichtung ist wahrscheinlich, wie das Interesse an Sebastiaan Bornauw (21) vom 1. FC Köln zeigt.

(Photo by Michael Regan/Getty Images)

Muriqi kommt von Fener – Berisha zu Reims

Der erste “offizielle” Neuzugang ist Vedat Muriqi (26). Der 26-Jährige kommt für knapp 18 Millionen Euro von Fenerbahce Istanbul nach Italien und verstärkt den Sturm. In der abgelaufenen Süper-Lig-Saison kam der Kosovo-Albaner auf nennenswerte 15 Tore und sechs Vorlagen in 32 Partien. Bei der “Lazziali” erhöht Muriqi den Konkurrenz-Kampf, dürfte neben Ciro Immobile aber gesetzt sein.

Von jenem Immobile wird auch im kommenden Jahr viel abhängen. Der Italiener, der als bester Torjäger den goldenen Schuh gewann, wird es schwere haben die 36 Tore aus der Vorsaison zu toppen. Nichtsdestotrotz wird Lazio von seinen Treffern abhängen, wenn es wieder Richtung ganz oben gehen soll.

Signifikante Abgänge hat Lazio nicht zu verzeichnen. Der zuletzt an Fortuna Düsseldorf verliehene Berisha (27) schloss sich Stade Reims an. Das einstige niederländische Top-Talent Ricardo Kishna (25) wechselte ablösefrei zu ADO Den Haag.

(Photo by Marco Rosi – SS Lazio/Getty Images)

Player to watch: Luiz Felipe

Ciro Immobile und Sergej Milinkovic-Savic wären hier wohl die offensichtlichere Wahl gewesen, doch Luiz Felipe (22) hat sich diesen Status durchaus verdient. Einerseits spielte er eine hervorragende letzte Saison und wurde bereits mit Top-Teams in Verbindung gebracht. Andererseits bringt der antizipationsstarke Brasilianer noch so viel Potenzial mit, dass er sich sogar noch weiter entwickeln kann.

In der kommenden Saison kann Felipe sich als einer der besten Inneverteidiger der Serie A etablieren, mit 22 Jahren hat er eine große Karriere vor sich.

(Photo by Claudio Villa/Getty Images for Lega Serie A)

Prognose

Lazio sorgte im letzten Jahr überraschenderweise für Furore. Inzaghi besitzt eine klare Spielidee und schafft es, seine Einzelspieler optimal einzusetzen und besser zu machen. Auf dem Transfermarkt agierten die Römer bisher ziemlich ungeschickt. Der weitere Verlauf wird zeigen, ob es einen Plan B gibt. Nun steht man mit einem eingespielten, dafür aber kaum-verbesserten Kader da, der letzte Saison nur schwer, Verletzungen kompensieren konnte. Auch für Lazio wird die harte Belastung des vollgepackten Spielplans Problem. Um den Titel wird die Laziali wohl nicht mitspielen können, um die Champions-League-Plätze aber umso mehr.

Hendrik Wiese

US Sassuolo

Letzte Saison: 8. Platz

Sassuolo Calcio beendete die Saison 2019/20 auf einem starken achten Rang und durfte sich damit über das zweitbeste Resultat der Vereinsgeschichte freuen. Diesen Erfolg haben die „Neroverdi“ vor allem einer ganz starken Rückrunde mit 32 Punkten aus 19 Spielen zu verdanken, nachdem sich zum Ende der Hinrunde nur magere 19 Punkte auf dem Konto Sassuolos befanden. Vor allem die Spiele bei Inter und gegen Juventus Turin, die jeweils mit einem 3:3-Remis endeten, dürften den Fans auch noch lange in Erinnerung bleiben. 

Sassuolo significa spettacolo

Diese Spiele bzw. deren Ergebnisse stehen auch durchaus sinnbildlich für Sassuolo in der Saison 2019/20, schließlich fielen nur in Spielen mit der Beteiligung Atalantas mehr Tore (insgesamt 146, 132 bei Sassuolo). Mit 69 selbst erzielten Toren stellte die Mannschaft von Trainer Roberto De Zerbi die drittbeste Offensive der Liga, während die Defensive mit 63 Gegentoren die achtanfälligste war. 

Doch vielleicht noch erstaunlicher als diese Zahlen ist die dazugehörige xG-Statistik: Sassuolo hätte nämlich mit 15,58 Toren weniger rechnen müssen, als sie tatsächlich erzielt haben, während sie auch noch 2,07 Tore weniger kassiert haben, als zu erwarten gewesen wäre. Zusammengenommen hätte Sassuolo mit 4,83 Punkten weniger rechnen müssen, was in der xP-Statistik (Expected Points) von undestat.com nur Platz 13 in der Serie A bedeutet hätte. 

Nun könnte man aus dieser Statistik schlussfolgern, dass der kleine Verein aus der Emilia-Romagna einfach extrem overperformed bzw. eher overarchieved hat, doch damit würde man ihnen sicherlich Unrecht tun. De Zerbis Mannschaft steht nämlich für einen extrem attraktiven und anspruchsvollen Fußball, der vor allem auf Dominanz durch Ballbesitz und ein gepflegtes Kurzpassspiel ausgerichtet ist. 

(Photo by Emilio Andreoli/Getty Images)

Ein Hauch von Barça – Nicht nur im Wappen

Mit durchschnittlich 56,1% Ballbesitz haben sie den drittmeisten Ballbesitz der Liga, nur überboten von Napoli und Juventus, und mit einer Passgenauigkeit von durchschnittlich 86,8% sind sie auch in der Kategorie die drittbeste Mannschaft. Sassuolo spielt die wenigsten langen Bälle und die wenigsten Flanken der Liga, dafür aber die drittmeisten kurzen Pässe und sie ziehen die meisten Dribblings an, was vor allem Flügelstürmer Jeremie Boga (23) liegt, der mit durchschnittlich 3,9 Dribblings pro Spiel am häufigsten ins Dribbling geht.

Mit 52 Toren von innerhalb des Strafraums, sind sie auch in dieser Hinsicht die drittbeste Mannschaft der Serie A, während sie mit nur sieben Toren nach Standards und acht Toren von außerhalb des Strafraums jeweils klar unterdurchschnittlich unterwegs sind.

Diese Zahlen lassen sich vor allem dadurch erklären, dass Sassuolo, das zumeist mit einer 4-2-3-1-Grundordung spielt, seine Angriffe sehr sorgfältig und aus einem relativ gemächlichen Aufbau heraus vorbereitet, bevor das Tempo im Angriffsdrittel mächtig angezogen wird. Dementsprechend ist nicht allzu verwunderlich, dass Sassuolo drei der vier Spieler mit der höchsten Passquote der Liga stellte: Ex-Barça-Spieler Marlon Santos (25, Innenverteidiger, 94,3% angekommene Pässe [Ligabestwert], durchschnittlich 60,9 Pässe pro Spiel [zehnthöchster Wert der Liga]), Gian Marco Ferrari (28, Innenverteidiger, 93% [4.], 64,5 Pässe pro Spiel [5.]) und Filippo Romagna (23, Innenverteidiger, 93,1% [3.], 58,4 Pässe pro Spiel [14.]). Dazu kommt dann auch noch „Sechser“ Manuel Locatelli mit einer Passquote von 88% und durchschnittlich 64 Pässen pro Spiel (sechsthöchster Wert der Serie A). 

Während es im Aufbau eher ruhig und sicher zugeht, geht es im letzten Drittel ordentlich zur Sache, nämlich immer dann, wenn Dribbler Boga, der die gegnerischen Defensivspieler mit seinem Tempo, seiner Physis und seiner Technik oftmals bis zur Verzweiflung treibt,  oder die beiden torgefährlichsten Spieler, Domenico Berardi (26) und Francesco Caputo (33), an den Ball kommen. Mit durchschnittlich 3,9 Abschlüssen pro Spiel schießt Berardi ligaweit am zweitmeisten (einzig überboten von Cristiano Ronaldo) und hat mit seinen 14 Toren und zehn Assits (drittbester Wert in der Serie A) auch gute Argumente auf seiner Seite. An die Zahlen von Routinier Caputo, der 21 Tore selbst erzielte und sieben weitere vorbereitete, kommt allerdings selbst er nicht ran. Caputo ist ein typischer „Late bloomer“ und erzielte in den letzten sieben Saison in der Serie A und Serie B zusammengerechnet 126 Tore in 269 Einsätzen. 

(Photo by Giuseppe Bellini/Getty Images)

Ayhan und noch ungenutzte Reserven

Auf Caputos Tore wird es auch in der kommenden Saison einmal mehr ankommen, da Backup Defrel (29, nur drei Tore 2019/20) bisher nicht voll eingeschlagen ist. Er wurde trotzdem, der Kaufpflicht entsprechend, für neun Millionen Euro von der Roma verpflichtet, ebenso wie der zuvor von Napoli ausgeliehene Innenverteidiger Vlad Chiriches (30), der für die gleiche Summe fest verpflichtet wurde. Ansonsten wurde mit Kaan Ayhan (25, kam für 2,5 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf) bisher erst ein Spieler verpflichtet, der nicht schon zuvor bei Sassuolo war.

Ayhan dürfte auch direkt gute Chancen auf einen Platz in der Startelf haben, da Romagna nach Ablauf seiner Leihe zu Cagliari zurückkehrte und Giangiacomo Magnani (24) an Hellas Verona verliehen wurde. Der 25-jährige, der für eine gute Technik, ein sauberes Passspiel, die Fähigkeit die erste gegnerische Linie auch mit einem Dribbling überwinden zu können und ein gutes Kopfballspiel steht, passt perfekt zu De Zerbis Spiel und könnte insbesondere ins Sachen Kopfball (kein anderes Serie A Team gewinnt weniger Kopfballduelle) und Standards eine echte Bereicherung werden. 

Ansonsten hat Sassuolo bisher auch noch keinen wichtigen Spieler verloren (Boga wird noch als Abgang gehandelt) und kann daher ganz entspannt nach möglichen Verstärkungen Ausschau halten, zumal Sassuolo mit Hamed Junior Traore (20, offensives Mittelfeld), Mert Müldür (21, Rechtsverteidiger), Rogerio (22, Linksverteidiger), Manuel Locatelli (22, defensives Mittelfeld) oder auch Gianluca Scamacca (21, Stürmer) noch etliche junge, hochveranlagte Spieler im Kader hat, denen man den in der kommenden Saison einen weiteren Schritt zutrauen kann. 

Falls sich dennoch eine gute Gelegenheit ergibt, dürften die „Neroverdi“, angesichts der festen Abgänge der zuvor verliehenen Sensi, Duncan, Lirola und Cassata, die zusammen kolportierte 53 Millionen Euro an Ablösen eingebracht haben, aber noch über die nötige Reserven verfügen, um weitere Transfers abzuschließen. Eine komfortable Situation.

Im Fokus: Manuel Locatelli

Der 22-jährige zentrale Mittelfeldspieler ist der Herzschlag der Mannschaft und eine echte Augenweide. Er kommt ursprünglich aus der Nachwuchsakademie Atalantas, wechselte aber mit gerade mal 12 Jahren zum AC Milan, schaffte dort den Sprung in die Profi-Mannschaft, ehe er im Sommer 2019 für eine Ablösesumme von 12,5 Millionen Euro nach Sassuolo weiterzog. Dort ist er mittlerweile nicht mehr wegzudenken und schaffte sogar den Sprung in die „Squadra Azzura“, für die er erst kürzlich sein Debüt feierte.

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Locatelli ist, wie zuvor schon zahlenmäßig dargestellt, ein echter Ballmagnet und verfügt über ein brillantes Passspiel (kurz und lang), große Qualitäten im Dribbling und überraschend gute Fähigkeiten im Spiel gegen den Ball. Er ist einer dieser Spieler, die alles sehr leicht aussehen lassen. Oftmals löst er sich scheinbar mühelos aus den engsten Situationen und findet sogar noch den richtigen Pass. Sein Hang zur leichten Verspieltheit, die trotzdem fast immer sachdienlich ist, macht ihn auch für Romantiker zu einem potenziellen Lieblingsspieler. Und das Schönste: Er ist noch keinesfalls am Ende seiner Entwicklung angelangt. Gerade in Sachen Torgefahr kann man von einem Spieler mit seinen Anlagen nämlich noch deutlich mehr erwarten. 

Prognose

US Sassuolo befindet sich auf einem sehr guten Weg und die Entwicklung unter Trainer De Zerbi scheint auch noch keineswegs am Ende angekommen zu sein. Da (bis dato) nahezu alle Leistungsträger gehalten werden konnten, viele junge Spieler sich gut entwickeln und, neben Ayhan, sogar noch weitere Verstärkungen denkbar wären, darf man mit Sicherheit eine weitere gute Saison von den „Neroverdi“ erwarten. Selbst wenn das Quäntchen Glück, das sie in der letzten Saison des Öfteren auf ihrer Seite hatten, mal ausbleibt, sollte am Ende ein Platz im guten Mittelfeld drin sein. Platz 8-11. 

Christoph Albers

Sampdoria

Letzte Saison: 15. Platz

Die ligurische Hauptstadt hatte in der vergangenen Saison gleich zwei fußballerische Sorgenkinder. Während der FC Genua auf Rang 17 so knapp wie nur möglich dem Abstieg entging, bekleckerte sich auch Stadtrivale Sampdoria keineswegs mit Ruhm. Die Unione Calcio lief selbst nur zwei Plätze besser ins Ziel ein. Wenn man sich die Vorrunde der “Blucerchiati” zu Gemüte führt, ist dieses Abschneiden eher als Erfolg zu werten. Sampdoria legte den schlechtesten Start in der gesamten Serie A hin, verlor gleich sieben der ersten neun Partien.

Wenig überraschend lag der Verein mit einer solchen Bilanz zum damaligen Zeitpunkt auf dem letzten Platz in der Liga. Trainer Eusebio Di Francesco (52), erst im Sommer 2019 verpflichtet, musste schon im Oktober seinen Posten wieder räumen. Dem heutigen Übungsleiter von Cagliari muss man aber auch zugute halten, dass der Auftakt mit unter anderem Lazio, Napoli sowie Inter knüppelhart war. Für Di Francesco übernahm der erfahrene Claudio Ranieri (68), unter welchem sich die sportlichen Leistungen stabilisierten.

(Photo by Paolo Rattini/Getty Images)

Im Dezember verließ Sampdoria erstmals die Abstiegsplätze und kehrte auf jene auch nie wieder zurück. In einen wirklichen Rausch spielte sich das Team allerdings nicht, denn unter Ranieri fuhr man lediglich 1,16 Punkte im Schnitt pro Spiel ein. Sampdoria profitierte ebenso davon, dass es mit Brescia und SPAL zwei historisch schlechte Absteiger gab. Am Ende betrug der Abstand zu dem letzten Abstiegsplatz sieben Punkte, dieses Polster erspielte sich die Mannschaft vor allem durch fünf Siege in sechs Spielen nach dem Restart. Dennoch: Eine solche Saison möchte man in Genua nicht nochmal erleben. Gelingt dies in der ersten vollen Spielzeit unter Altmeister Ranieri?

Sampdoria: Wahre Talentflut

Um nicht wieder eine solche Runde zu erleben, verabreichte der italienische Meister von 1991 sich eine richtige Frischzellenkur. Zahlreiche Youngster verstärken den üppigen Kader. Der teuerste Neuzugang ist dabei Mikkel Damsgaard (20/Nordsjaelland), für den linken Flügelstürmer muss Sampdoria rund sechs Millionen Euro nach Dänemark überweisen. Aus Nordeuropa kommt mit dem zentralen Mittelfeldspieler Kristoffer Askildsen (19/Stabaek) ein weiteres Talent für etwas mehr als zwei Millionen Euro nach Genua, von welchem sich der Verein im letzten Jahr als Leihspieler überzeugen konnte. Daneben bediente sich der Verein ordentlich in der Primavera von Rekordmeister Juventus: Die Stürmer Erik Gerbi (20) und Matteo Stoppa (19) sowie Mittelfeldspieler Nicolo Francoforte (19) kosteten allesamt etwas mehr als eine Million Euro. Von Inter kam zudem Flügelstürmer Felice D´Amico (20).

Die Jugend alleine dürfte allerdings für eine kurzfristige Besserung nicht genügend. Diesen Eindruck hatten offenbar auch die Verantwortlichen von Sampdoria und nahmen den erfahrenen (und vor allem ablösefreien) Verteidiger Maya Yoshida (32/Southampton) unter Vertrag. Ebenfalls das Abwehrzentrum verstärkt Lorenzo Tonelli (30/SSC Napoli), der den Klub etwas mehr als zwei Millionen Euro kostete. Daneben wurde Linksverteidiger Tommaso Auguello (26) für rund eine Million Euro von Aufsteiger Spezia verpflichtet. Das Trio stand bereits 2019/20 als Leihspieler bei Sampdoria unter Vertrag. Nachdem Ende ihrer Leihen kehren zudem unter anderem Jeison Murillo (28), Valerio Verre (26) oder Vasco Regini (29) in die Region Ligurien zurück.

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Viele Abgänge hat der Verein bisher nicht zu verkraften, vor allem für italienische Verhältnisse. Karol Linetty (25) verließ Sampdoria für etwas mehr als sieben Millionen Euro zu Ligakonkurrent Torino. Mit Angreifer Gianluca Caprari (27) wurde ein Spieler an Aufsteiger Benevento verliehen, der sportlich sowieso keine Rolle mehr spielte und schon im Vorjahr leihweise abgegeben wurde. Ansonsten verließen lediglich Spieler aus der gleichen Kategorie den Klub. Der einzig nennenswerte Leihspieler, welcher die “Blucerchiati” verließ und nicht gehalten werden konnte, war Mittelfeldspieler Gonzalo Maroni (21/Boca Juniors). Sampdoria entschied sich darüber hinaus, die auslaufenden Verträge von Andrea Bertolacci (29) und Michele Rocca (24) nicht.

Ranieri muss sich bei Sampdoria neu beweisen

In der kommenden Spielzeit wird auch Trainer Ranieri unter besonderer Beobachtung stehen. Der Italiener sorgte zwar vor vier Jahren mit dem sensationellen Gewinn der englischen Meisterschaft mit Leicester City für eines der größten Fußball-Märchen aller Zeiten. Der Stern des allseits beliebten Coach strahlt mittlerweile aber keineswegs mehr derart hell. Schon in der Saison nach der Meisterschaft musste Ranieri seinen Hut nehmen, bei den folgenden Stationen bei Nantes und Fulham überlebte der Übungsleiter keine ganze Saison. Am ehesten lieferte der 68-Jährige noch 2018/19 in der Rückrunde als Interimstrainer bei der AS Roma ab, denn wie bereits oben erwähnt, sind die bisherigen Resultate seines aktuellen Klubs unter ihm bisher auch nicht berauschend.

Ranieri versuchte sich in der letzten Spielzeit an verschiedenen taktischen Ausrichtungen, meist entschied er sich für ein 4-4-2. Diese Grundformation modifizierte der italienische Coach dann je nach Gegner auch in ein ähnliches 4-3-1-2 oder 4-4-1-1. Vor Stammtorhüter Emil Audero (23) könnten zu Beginn Yoshida und Omar Colley (25) zusammen die Abwehrzentrale bilden. Daneben stehen Ranieri für dieses Zentrum ferner Alex Ferrari (26) und Julian Chabot (22) zur Verfügung, ob Murillo nicht doch wechselt, kann nicht ausgeschlossen werden. Neuzugang Augello konkurriert für die Position des linken Verteidigers mit Nicola Murru (25). Rechts hinten bietet sich auch der etatmäßige Innenverteidiger Tonelli an, den Vorzug dürfte hier aber in der Regel wohl eher Bartosz Bereszynski (28) erhalten.

Tendiert Ranieri auch 2020/21 zu dem bewährten System, dann bieten sich für die Zentrale mit Ronaldo Vieira (22), Morten Thorsby (24), Routinier Albin Ekdal (31) oder Jakub Jantko (24) zahlreiche Optionen an, wovon letzter allerdings ebenso häufig auf den Außenbahnen eingesetzt wurde. Dort kommt im Normalfall auch Neuzugang Damsgaard zum Einsatz. Der 20-Jährige konkurriert hier unter anderem mit Mehdi Leris (22) und Gaston Ramirez (29), welche ebenfalls im zentralen offensiven Mittelfeld eingesetzt werden können.

Im Sturm hat Ranieri die absolute Qual der Wahl: Manolo Gabbiadini (28) und Federico Bonazzoli (23) beeindruckten in der letzten Saison mit ansprechenden Torquoten. Allerdings dürfte ein Platz im Angriff ziemlich sicher an einen anderen Spieler: An den ewig jungen Kapitän Fabio Quagliarella (37), 2018/19 mit 26 Treffern Torschützenkönig der Liga, welcher auch im letzten Jahr mit elf Toren bewies, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

(Photo by Pier Marco Tacca/Getty Images)

Player to watch: Mikkel Damsgaard

Der 20-Jährige war mit einer Ablöse von fast sieben Millionen Euro der teuerste Neuzugang Sampdorias in diesem Sommer. Damsgaard entstammt der Talentschmiede des FC Nordsjaelland, welcher für seine exzellente Jugendarbeit bekannt ist. Um seine Unterschrift buhlten dem Vernehmen zahlreiche Vereine, den Zuschlag erhielt letztendlich der Champions-League-Finalist von 1992. Der dänische U21-Nationalspieler ist im Angriff flexibel einsetzbar, kann sowohl in der Sturmmitte, wie auch auf den Flügeln spielen. Ebenso wurde Damsgaard in seine jungen Karriere auch schon im offensiven Mittelfeld als Zehner eingesetzt.

Denn auf allen drei Positionen kann der Youngster seine vielleicht größte Qualität optimal einbringen: Seine Spielintelligenz. Durch seine bereits fortgeschrittene Bewegung ohne den Ball reißt der Offensivspieler viele Räume für seine Mitspieler. Daneben ist Damsgaard auch technisch beschlagen, findet selbst in engen Situationen Lösungen. Die nötige Torgefahr für seine Positionen besitzt er auch, wie neun Tore und vier Vorlagen in der Superligaen belegen. Was er aber dringend ablegen sollte, ist sein Angewohnheit recht schnell zu Boden zu gehen, was womöglich auch etwas seiner recht schmächtigen Statur geschuldet ist.

(Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Prognose

Sampdoria hat in den letzten Jahren einen wahren Umbruch vollzogen und diesen in diesem Fenster nochmal intensiviert. Mit einer Altersschnitt von 25,5 Jahren hat man aktuell den drittjüngsten Kader der Liga zur Verfügung. Wie Ranieri, nicht gerade als ein riesiger Förderer der Jugend verschrien, damit umgehen wird, dürfte spannend zu beobachten. Grundsätzlich sind die Gegebenheiten durchaus vorhanden, eine deutlich bessere Saison als im letzten Jahr zu spielen. Den 15. Platz aus dem Vorjahr wird Sampdoria daher überbieten, eine einstellige Platzierung wirkt dagegen fernliegend.

Marius Merck

Torino

Letzte Saison: 16. Platz

Der Torino Football Club hatte in der vergangenen Saison einige Probleme und kämpfte in der Serie A bis zum Ende um den Klassenerhalt. “Il Toro” belegte am Ende den 16. Platz in der Tabelle, hatte fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Absteiger. Während die Offensive mit 46 Toren recht solide lieferte, zeugten 68 Gegentore von großen Defensivproblemen. Bezeichnend: Nur die vier Teams, die hinter dem Torino FC standen, kassierten mehr Gegentreffer.

(Photo by Miguel MEDINA / AFP)

Die Punkte, an denen anzusetzen ist, sind also klar. Trainer Marco Giampaolo (55), seit August im Amt, muss die Hintermannschaft stabilisieren. Allerdings ist das Personal individuell durchaus sehr ordentlich, weswegen vor allem die Abläufe zu optimieren sind. Das große Ziel in der neuen Saison ist es, nicht so lange zittern zu müssen. 

Torino FC: Kluge Anpassungen im Kader

Auf dem Transfermarkt hat „Il Toro“ bisher einige kluge Anpassungen getätigt. Simone Verdi (28), der bisher von der SSC Neapel nach Turin verliehen war, wurde für 20 Millionen Euro fest verpflichtet. Zudem kam Karol Linetty (25) von Sampdoria, Mergim Vojvoda (25) wurde von Standard Lüttich nach Turin gelockt und Ex-Bundesliga-Profi Ricardo Rodriguez (28) kam von Milan. Zudem kehrten zahlreiche Spieler von Leihgeschäften zurück.

Dem gegenüber stehen nur wenige namhafte Abgänge. Der Vertrag des erfahrenen Rechtsverteidigers Lorenzo de Silvestri (32) wurde nicht verlängert, zudem wechselte Ola Aina (23) auf Leihbasis zum FC Fulham. Für solide Einnahmen sorgte der Abgang von Kevin Bonifazi (24). Der Innenverteidiger wechselte für 11 Millionen Euro zu SPAL. Zudem gab es zuletzt Gerüchte um einen Abgang von Andrea Belotti (26). Um den Kapitän des Klubs werben offenbar die Tottenham Hotspurs, die Ablösesumme dürfte aber ein sehr großes Hindernis werden. 

Viele Aufgaben für Marco Giampaolo

In der Vorsaison spielte der Torino FC mit einer Dreierkette. Dabei variierte man im Nuancenberech. 3-4-3, 3-5-2, 3-4-2-1: Die Möglichkeiten, die der Kader bietet, sind enorm. Doch immer wieder sorgten individuelle Fehler für große Probleme. Die gesamte Mannschaft hatte Probleme mit den Defensivaufgaben. Schon das Pressing wirkte zeitweise sehr ungeordnet, die Balance im Team stimmte nicht. Für Trainer Giampaolo geht es nun darum, die Mannschaft so einzustellen, dass für die entsprechende Kompaktheit gesorgt wird.

(Photo by Gabriele Maltinti/Getty Images)

Das Personal in der Defensive sollte eigentlich ausreichen, um in einem entsprechenden System mit geordneten Abläufen stabiler zu werden. Vor Torhüter Salvatore Sirigu (33) stehen mit Armando Izzo (28), Bremer (23), Lyanco (23) und Nicolas N’Koulou (30) gleich vier Anwärter auf die Stammplätze in der Innenverteidigung im Kader. Auf der Außenverteidigerposition sollte Neuzugang Rodriguez ein neues Element einbringen. De Schweizer ist vor allem bei Standardsituationen gefährlich und kann so für neue Impulse sorgen. Ansonsten müssen hier die taktischen Abläufe optimiert werden, über den Flügel war Torino immer wieder anfällig.

Das Mittelfeldzentrum ist lauf- und zweikampfstark, ihm fehlt es aber an der letzten Spur Kreativität. Ein Ballverteiler, der aus der Tiefe Angriffe initiiert, steht nicht im Kader. Häufig war es Verdi, eigentlich auf der offensiven Außenbahn zuhause, der als Bindeglied zwischen dem Mittelfeld und dem Offensivdrittel agierte. Diese Baustelle im Kader wurde noch nicht behoben.

Die Statik im Sturm auflösen

Im Angriff dreht sich beim Torino FC alles um Belotti. Der Kapitän der Mannschaft erzielte in der Vorsaison 16 Ligatore und bereitete drei weitere Treffer vor. Der Stürmer verfügt über eine enorm hohe individuelle Qualität, kann vor allem aus wenig Raum viel Torgefahr kreieren. Kommt Belotti in einer gefährlichen Situation an den Ball, handelt er oft instinktiv und sucht schnell den Abschluss. Das Problem: Dem italienischen Nationalspieler fehlt ein kongenialer Partner im Sturm, der um ihn herum für Furore sorgen kann.

(Photo by Valerio Pennicino/Getty Images)

Nicht selten spielte Simone Zaza (29) dort gemeinsam mit Belotti. Doch Zaza verkörpert nicht gerade die aufgelisteten Attribute und sorgt deswegen auch nicht für die entsprechende Fluidität im Angriff. Häufig war das Spiel zu statisch, Torino profitierte von der individuellen Klasse eines Belotti. Zwar stehen einige Offensivspieler im Aufgebot des Klubs, diese fallen aber entweder individuell ab oder sind für die Position vor den Innenverteidigern einer Dreierkette zu offensiv ausgerichtet.

Für Giampaolo muss also auch die Möglichkeit eines Systemwechsels eine Rolle in den Gedanken spielen. Eine Viererkette mit einem laufstarken Mittelfeld, Verdi auf dem Flügel und Belotti als Zielspieler ist sicher eine Option. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und Abläufe im gesamten Kader müssen angepasst werden.

Im Fokus: Vincenzo Millico

Vincenzo Millico (20) trat bisher lediglich als Ergänzungsspieler in Erscheinung. Der flinke, dribbelstarke Flügelspieler kam bisher in zwölf Spielen in der Serie A zum Einsatz. Dabei konnte Millico noch nicht auf sich aufmerksam machen, in der Primavera sowie in der U17-Liga wusste er aber jeweils zu überzeugen.

Der enorm talentierte, aber auf hohem Niveau noch unerfahrene, Angreifer könnte in der neuen Saison eine gute Rolle spielen. Denn insbesondere bei einem Systemwechsel wäre der Konkurrenzkampf auf der Außenbahn offen. Es ist sehr gut möglich, dass Millico davon profitiert. 

Prognose

Kurz vor dem Saisonstart gibt es rund um den Torino FC noch einige offene Fragen – das ist nie ein gutes Zeichen. Welches System wird gespielt, kann noch einmal nachgelegt werden, wird die Defensive stabilisiert? Für Il Toro steht eine schwere Saison auf dem Programm, nach aktuellem Stand wird es wieder um den Klassenerhalt gehen. 

Manuel Behlert

Alle Saisonvorschauen der europäischen Top-Ligen

(Photo by Paolo Bruno/Getty Images)

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