Donnerstag, September 24, 2020

Manchester City vs. Real Madrid | Kann Real das Hinspielergebnis drehen?

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Julius Eid
Julius Eid
Redakteur

Vorschau | Nach langer Unterbrechung kommt es zum Rückspiel zwischen Manchester City und Real Madrid in der Champions League. Die Mannschaft von Pep Guardiola hat sich im Bernabeu eine gute Ausgangslage erarbeitet.

  • Das Hinspiel in Madrid endete 1:2
  • Real ist seit dem Restart in Topform
  • Manchester City will endlich die Champions League gewinnen

Anpfiff der Partie ist am Freitag, 21:00 Uhr, live auf Sky.

Manchester City

Schon vor dem Restart des Fußballbetriebes war klar: Um die Meisterschaft in England kämpfen die Citizens nicht mehr. Zu stark war der Konkurrent aus Liverpool und zu oft ließen die Skyblues Punkte in der Saison liegen. Ein ungewohntes Bild für eine Guardiola-Mannschaft. Nach zwei unglaublichen Jahren und damit verbundenen Meistertiteln schien Manchester City in der heimischen Liga etwas die Luft auszugehen. Doch im vielleicht wichtigsten Wettbewerb, zumindest aus Vereinssicht, konnte man gute Ergebnisse liefern. Es ist kein Geheimnis, dass die Investoren des englischen Klubs vom Gewinn des Henkelpotts träumen und auch deshalb Pep Guardiola (49) auf die Insel lockten. Der spanische Trainer selbst hat seit 2011 keinen Erfolg mehr in der Königsklasse gefeiert und auch er scheint angespornt, dies schnellstmöglich zu ändern.

Für den nächsten Schritt auf den Weg zum Titelgewinn hat man in Madrid den Grundstein gelegt. In einem überzeugenden Auftritt gewann man gegen die Königlichen mit 1:2. Betrachtet man den Spielverlauf, so ist das eine Tor für Real überraschender, als die Tore für die Skyblues, es war sogar noch mehr drin. Dennoch sind zwei Auswärtstore und ein Sieg ein nicht zu unterschätzender Startvorteil wenn es jetzt im Rückspiel um alles geht. Festhalten muss man aber dennoch, dass Citys Maschinerie nicht ganz so reibungslos läuft, wie man es aus den letzten Jahren gewohnt ist.

(Photo by Peter Powell/Pool via Getty Images)

Auch im Hinspiel wurde ein großer Knackpunkt der gesamten Saison sichtbar: Die Chancenverwertung. Den Skyblues fehlt oftmals die Effektivität im letzten Drittel. Die fast schon standardmäßige Feldüberlegenheit ist zwar weiterhin gegeben, aber City verpasste es immer wieder, diesen Vorteil auch in Zählbares umzumünzen. Wenn die Guardiola-Elf ihre Chancen nutzt, dies konnte man zum Beispiel gegen Liverpool sehen, ist die Mannschaft kaum aufzuhalten. Doch zu oft ließ Manchester das Spiel offen und eröffnete dem Gegner immer wieder die Möglichkeit, defensive Aussetzer eiskalt zu bestrafen.

Auch diese Aussetzer sind in dieser Saison Teil der himmelblauen Geschichte. Obwohl immer wieder in diesen Mannschaftsteil investiert wurde, fehlt Stabilität. Der zeitweilige Ausfall vom unumstritten wichtigstem Spieler der Defensive, Aymeric Laporte (26) war zudem nicht zu kompensieren. Mit Nathan Ake (25) steht schon der nächste Defensivtransfer fest, zur Verfügung stehen wird dieser im Duell gegen Real aber ebenso wenig wie der gelbgesperrte Benjamin Mandy (23) und Mittelstürmer Sergio Aguero (32). City hat die Klasse, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu nutzen und sich den Weg ins Viertelfinale zu erspielen. Ein Selbstläufer wird es aber beileibe nicht, wenn im Etihad die Champions-League-Hymne erklingt.

Real Madrid

Eine fast schon ungewohnte Situation stellt sich für die Königlichen vor diesem Champions-League-Spiel dar. In der Liga konnte man den Titel erringen, in der Königsklasse steht man vor dem Aus im Achtelfinale. In der ersten Amtszeit von Trainer Zinedine Zidane (48) war dies meist umgekehrt, das europäische Parkett die Wohlfühloase der Madrilenen. Dreimal in Folge konnte man den wichtigsten Titel des Kontinents unter dem französischen Coach erringen, bevor er den Verein verließ. Doch seine Abstinenz war nicht von Dauer. Nach verkorkstem Saisonstart besannen sich Zidane und Real Madrid auf eine weitere Zusammenarbeit. Und diese hat sich gelohnt. Nach dem Restart zeigte sich Real in bestechender Form, konnte jedes Spiel gewinnen und somit die Meisterschaft in Spanien erringen.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Real oftmals eher effektiv als überzeugend agierte und man sicherlich schon spektakulärere Spielansätze im Bernabeu sah, als im Moment. Doch Zidane hat es wieder einmal geschafft, ein funktionierendes und erfolgreiches Kollektiv zu formen. Diese Entwicklung war beim Hinspiel gegen Manchester City noch nicht so weit fortgeschritten, die Niederlage folgerichtig. Die lange Pause bis zum Rückspiel hat man bei den Königlichen allerdings definitiv genutzt, um in deutlich positiverer Stimmung in das richtungsweisende Spiel zu gehen, als es direkt nach dem 1:2 der Fall gewesen sein dürfte.

(Photo by OSCAR DEL POZO / AFP)

Der größte Nachteil für Zidane und seine Mannen dürfte noch nicht einmal beim Ergebnis der ersten Runde liegen, sondern bei einer Personalie. Kapitän und Führungsspieler Sergio Ramos (34) wird nach seinem Platzverweis gesperrt aussetzen müssen. Ein herber Verlust für Real Madrid. Vom Spieler Ramos mag man halten, was man will, seine Überzeugung und sein Siegeswille waren aber schon mehrfach ganz entscheidende Punkte in den erfolgreichsten Jahren des Vereins. Aufzufangen ist der Ramos-Verlust also nicht. Dies in einem Spiel gegen einen Rückstand und eines der besten Teams Europas könnte letztendlich der Knackpunkt sein, auch wenn davon auszugehen ist, dass Zidane seinen Spielern ein gesundes Selbstbewusstsein mitgeben wird und diese in der Liga dieses auch sammeln konnten.

Wenn Madrid die Vorzeichen noch drehen will, und in die nächste Runde der Champions League einziehen will, wird es vor allem auf Karim Benzema (32) ankommen. Der Franzose spielt im Sturmzentrum eine herausragende Saison und wird auf der Jagd nach Toren der wichtigste Mann auf dem Feld sein. Die Königlichen brauchen mindestens zwei Treffer, dies ist natürlich auch dem Gegner aus Manchester bewusst und wird für eine noch strengere Bewachung des Zielspielers in der Offensive sorgen. Deshalb könnte das Duell im Etihad auch endlich der Moment sein, in dem Eden Hazard (29) wieder von sich reden macht. Die Saison für den Belgier war eine zum Vergessen, die hohen Erwartungen wurden bei Weitem nicht erfüllt. Doch der europäische Wettbewerb ist die große Chance für den Flügelspieler, die Wahrnehmung noch einmal zu ändern. Und wie könnte man dies besser tun, als mit einem kleinen Wunder gegen Pep Guardiolas Manchester City.

Prognose

Es wird schwerer für City, als viele denken. Hier ist alles offen, das Hinspielergebnis könnte am Ende aber für die Engländer den Ausschlag geben.

Mögliche Aufstellungen

Manchester City: Ederson; Walker, Fernandinho, Laporte, Cancelo; Rodri, Gundogan, De Bruyne; Sterling, Gabriel Jesus, Mahrez

Real Madrid: Courtois; Carvajal, Varane, Militao, Mendy; Casemiro, Modric, Kroos; Hazard, Benzema, Asensio

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Julius Eid

(Photo by Octavio Passos/Getty Images)

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