Samstag, November 28, 2020

Hertha vs: BVB: Das Spiel hinter dem Moukoko-Hype

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Vorschau | Die Vorberichterstattung rund um die Begegnung von Hertha BSC und Borussia Dortmund kannte eigentlich nur ein Thema: Das mögliche Bundesliga-Debüt von Supertalent Youssoufa Moukoko. Dabei geht es ja auch in dieser Partie vorrangig um drei Punkte. Beide Teams könnten einen Sieg aus unterschiedlichen Gründen sehr gut gebrauchen.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 20.30 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Begegnung zweier eigentlich formstarker Teams
  • Hertha BSC hat Negativtrend stoppen können
  • Der BVB trotz Bayern-Niederlage sehr gefestigt

Hertha BSC: Keine falsche Angst

„Wir sind nicht zufrieden, wenn wir gegen einen guten Gegner gut spielen, aber keine Punkte holen. Wir wollen immer gewinnen, egal, gegen wen wir spielen. Das ist auch das Ziel gegen Borussia Dortmund“, setzt Trainer Bruno Labbadia (54) seitens Hertha BSC gleich einmal den Ton für das kommende Samstagabendspiel. Für Labbadia ist klar: Hertha kann mit breiter Brust in das Duell gehen.

Gründe gibt es dafür gleich mehrere. Allen voran sind die Berliner seit zwei Spielen ungeschlagen, auf ein 1:1 gegen Wolfsburg folgte der klare 3:0-Sieg gegen den FC Augsburg. “Wir haben gute Leistungen gezeigt in den letzten Spielen, aber dafür ein bisschen zu wenige Punkte geholt”, sagte Manager Michael Preetz (53). “Wir haben in Augsburg einen ganz wichtigen Sieg eingefahren und wollen jetzt unbedingt an diese Leistung anknüpfen. Wir wissen, dass das eine große Aufgabe ist am Samstag.” Die Entwicklung beim Hauptstadtklub stimmt nun schon seit ein paar Wochen, so langsam auch die Ergebnisse.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Darüber hinaus hat sich Hertha in der laufenden Saison bereits gegen den FC Bayern (3:4) und RB Leipzig (1:2) teuer verkauft. „”Wir haben gegen beide Mannschaften zwei sehr gute Spiele geliefert mit dem Makel, dass wir keine Punkte geholt haben. Das wollen wir verändern“, so die Marschroute Labbadias. Gegen den BVB hat sich die „alte Dame“ in den vergangenen Jahren meist wacker geschlagen. Zwar gingen die letzten drei Duelle verloren, jeweils aber knapp mit nur einem Tor Unterschied. Davor gab es zwei Unentschieden. “So ein Spiel kann extrem dazu beitragen, dass es weiter ins richtige Fahrwasser geht. Wir stecken in der Entwicklung“, erklärte Labbadia. „Jetzt haben wir einen sehr starken Gegner vor der Brust. Natürlich wäre es klasse, wenn wir da ein Erfolgserlebnis mitnehmen würden. Das würde uns in der Entwicklung und im Glauben, den die Mannschaft immer weiter gewinnen muss, helfen.”

Bei den Blau-Weißen gilt also: Punkte werden nicht eingerechnet, aber auch auf keinen Fall ausgeschlossen. Sie würden zumindest helfen, um den Positivtrend fortzusetzen und Hertha in der Tabelle weiter Luft zu den Abstiegsrängen gewinnen zu lassen. Von den mehr als ein Dutzend Nationalspielern, die seitens Hertha unterwegs waren, haben sich bislang alle fit zurückgemeldet. Dahingehend hat man also keine Ausfälle zu beklagen. Allerdings wird Sturmtank John Cordoba (27) den Berlinern wohl bis Ende des Jahres fehlen, Krzysztof Piatek (25) wird ihn ersetzen.

Borussia Dortmund: Nicht beirren lassen

Auch der BVB war zuletzt auf einem sehr guten Weg. Vier zu-null-Siege wurden infolge eingefahren, darunter zwei in der Champions League. Erst im Spitzenspiel gegen den FC Bayern (2:3) musste sich Dortmund erstmals wieder geschlagen geben – jedoch ohne, wie in den letzten Jahren, von den Münchenern überfahren zu werden. Im Gegenteil: Die Schwarz-Gelben lieferten am letzten Spieltag eine gute Vorstellung ab, sollten somit also weiter in Form geblieben sein.

In den vergangenen Tagen, wenn nicht sogar Wochen, ging es jedoch weniger um die Dortmunder Gesamtleistungen. Nur ein einziger Name bestimmte die Berichterstattung: Youssoufa Moukoko. Das Toptalent von Borussia Dortmund hat am Freitag seinen 16. Geburtstag gefeiert und ist somit nun offiziell für die Bundesliga spielberechtigt. Sein Debüt wird bereits gegen Hertha BSC heiß erwartet, im Kader soll der Mittelstürmer zumindest stehen.

„Er hat fantastisches Potenzial. Es macht Spaß, mit ihm zu trainieren“, schwärmte Trainer Lucien Favre (63) auf der Pressekonferenz. Manager Michael Zorc (58) warnte jedoch vor einem zu großen Hype: „Youssoufa ist ein wichtiger Teil von Borussia Dortmund. Wir sollten allerdings alle etwas den Fuß vom Gaspedal nehmen, sodass sich alles entwickeln kann.“

Foto: IMAGO

Genug andere sportliche sind vorhanden. Zum einen wäre da der Gegner Hertha, den Favre, der die „alte Dame“ von 2007 bis 2009 trainierte, nicht unterschätzen will. „Ich habe mehrere Spiele von Berlin gesehen. Sie sind sehr unangenehm zu spielen“, warnte der Schweizer. Auch auf die bevorstehenden Wochen macht Favre aufmerksam: „Wir haben einen Monat, in dem wir zehn Spiele absolvieren. Darauf müssen wir uns Spiel für Spiel konzentrieren. Die Spieler sind bereit dafür. Mit unserem Kader können wir regelmäßig rotieren. Ich mache mir keine Sorgen, wir werden das gut schaffen.“

Keine Sorgen wird sich Dortmunds Trainer auch machen, weil Mittelstürmer Erling Haaland (20) nach dem Chaos bei der norwegischen Nationalmannschaft in Berlin dabei sein wird – „Er ist zu 100 Prozent bereit.“

Prognose

Borussia Dortmund gilt als Favorit in diese Begegnung. Die individuelle Klasse und auch die größere Eingespieltheit der Mannschaft sprechen für den BVB. Allerdings darf man Hertha BSC, das in den letzten Jahren immer wieder als Favoritenschreck aufgetreten ist, auch nicht unterschätzen. Die Gastgeber aus Berlin haben sich in den letzten Wochen sichtlich weiterentwickelt und wirken nun deutlich stabiler. Eine Punkteteilung ist daher nicht völlig unrealistisch, auch wenn ein BVB-Sieg wahrscheinlicher ist.

Mögliche Aufstellungen:

Hertha BSC: Schwolow – Mittelstädt (Plattenhardt), Alderete, Boyata, Pekarik – Tousart, Stark, Guendouzi – Cunha, Lukebakio, Piatek

Borussia Dortmund: Bürki, Guerreiro, Hummels, Akanji, Meunier – Witsel, Delaney – Reyna, Reus, Sancho – Haaland

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(Photo by LARS BARON/POOL/AFP via Getty Images)

Marc Schwitzky

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