Montag, November 30, 2020

Tuchel unter Druck! – PSG empfängt Stade Rennes zum Spitzenspiel

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Damian Ozako
Damian Ozako
Redakteur

Vorschau | Nach Enttäuschungen in der Champions League steht für PSG und Stade Rennes das Spitzenspiel der Ligue 1 an. Beide Teams wollen sich mit einem Sieg in die Länderspielpause verabschieden. 

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 21 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Rennes und PSG mit Problemen in der Champions League
  • Tuchel unter Zugzwang
  • Verletzungssorgen in Paris

PSG

Im Sommer stand PSG noch im Finale der Champions League und nun haben die Mannen von Thomas Tuchel (47) große Probleme in der Gruppenphase. Nachdem der französische Meister bereits gegen Manchester United verlor, folgte am Mittwoch eine bittere Niederlage in Leipzig. Nach einer frühen Führung durch Angel Di Maria (32), vergab eben jener nur nach 16 Minuten die Möglichkeit per Elfmeter nachzulegen. Es kam, wie es kommen musste und Leipzig konnte die Partie drehen. Dazu kamen noch Platzverweise gegen Idrissa Gueye (31) und Presnel Kimpembe (25). 

Für Tuchel eine Niederlage zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Der Trainer steht nämlich immer stärker im Fokus der Medien und wirkt derzeit sehr angeschlagen. Eine Verlängerung seines Vertrages steht derzeit nicht zur Debatte und sein mehr oder weniger offen geführter Konflikt mit Sportdirektor Leonardo (51) sorgt für weitere Unruhe. Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Rennes präsentierte er sich niedergeschlagen, als er gefragt wurde, ob er sich von der Vereinsführung allein gelassen fühlt: „Vielleicht. Aber das spielt auch keine Rolle. […] Auf dem Trainingsgelände habe ich gute Beziehungen. Hier fühle ich mich nicht alleine.“ 

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Wobei es auch dort immer leerer wird, was allerdings an den großen Verletzungssorgen der Pariser liegt. Besonders schwerwiegend ist natürlich die Abwesenheit der Superstars Kylian Mbappé (21) und Neymar (28). Aber darüber hinaus fehlen auch noch Mauro Icardi (27), Leandro Paredes (26), Marco Verratti (28), Julian Draxler (27) und der Langzeitverletzte Juan Bernat (27). Dazu kommen noch die kurzfristigen Ausfälle von Kimpembe, der einen Schlag auf den Fuß erlitten hat, sowie Keylor Navas (33) und Pablo Sarabia (28), die beide an muskulären Problemen leiden. 

Dennoch wird der Tabellenführer, der die letzten sechs Ligaspiele mit einer Tordifferenz von 17:1 gewinnen konnte, voll auf Sieg spielen. Tuchel ist bewusst, dass es sich nach Sieg einfacher arbeiten lässt, aber man müsse nun ruhig bleiben und Vertrauen in die Spieler haben, wie er auf der Pressekonferenz mitteilte. 

Stade Rennes

Für Rennes war die Reise nach London zum FC Chelsea eine zum vergessen. Insbesondere Linksverteidiger Dalbert (27) hat einen rabenschwarzen Abend erlebt. Nach zehn Minuten verursachte der Brasilianer mit einem Foul an Timo Werner (24) einen Elfmeter, den der deutsche Nationalspieler zur Führung verwandelte. Nach 40 Minuten bekam Dalbert den Ball im Strafraum an die Hand und Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Sichtung der TV-Bilder erneut auf Strafstoß und verwies den 27-Jährigen obendrein noch vom Platz. Eine sehr harte Entscheidung. Werner interessierte dies nicht und nagelte den Ball vom Punkt aus unter die Latte. 2:0 und die Vorentscheidung. Chelsea spielte es in der zweiten Hälfte souverän runter und gewann letztendlich mit 3:0. 

Für Rennes läuft es zwar in der Königsklasse nicht sonderlich gut (ein Punkt nach drei Spielen), aber dafür sieht es in der Ligue 1 ordentlich aus. Nach neun Spieltagen befindet sich die Elf von Trainer Julien Stephan (40) auf einem starken dritten Platz. Wären die unnötigen Patzer gegen die Kellerkinder Stade Reims (2:2) und Dijon (1:1) nicht gewesen, hätte Rennes durchaus als Tabellenführer nach Paris reisen können. Zumindest konnte der Klub aus dem Nordwesten Frankreichs am vergangenen Spieltag zum ersten Mal nach drei sieglosen Partien drei Punkte einfahren. Nun befindet man sich drei Punkte hinter dem Branchenprimus aus der Hauptstadt. 

(Photo by DYLAN MARTINEZ/POOL/AFP via Getty Images)

Die Abwesenheit der beiden Superstars Neymar und Mbappé beschäftigt natürlich auch den Gegner. Stephan beschrieb die beiden Akteure auf der Pressekonferenz als „phänomenal“, wies jedoch auch daraufhin, dass PSG auch ohne die beiden über ein starkes Team verfügt. Insgesamt will der 40-Jährige den Fokus auf die eigenen Stärken legen: „Wir müssen in Schlüsselmomenten unbedingt genauer sein. Um unsere Qualitäten umzusetzen, müssen wir Entschlossenheit und Charakter zeigen“, so Stephan. Er macht auch klar, wo die Qualitäten seiner Mannschaft liegen: „Paris hat die beste Offensive, wir die zweitbeste. Sie haben den meisten Ballbesitz, wir den zweitmeisten.“ 

Rennes wird sich nicht zurückziehen, sondern auch voll auf Sieg spielen. Dabei müssen die Franzosen allerdings auf Schlüsselspieler Eduardo Camavinga (17) sowie Leihgabe Daniele Rugani (26) verzichten. Der Einsatz von Flavien Tait (27) wackelt noch.

Prognose

PSG geht als Favorit in das Spiel, aber die Personalprobleme sind mittlerweile zu groß. Stade Rennes kann auch ohne Camavinga dem Gastgeber ein Unentschieden abringen.

Mögliche Aufstellungen:

PSG: Rico, Kurzawa, Diallo, Pereira, Florenzi, Marquinhos, Gueye, Herrera, Rafinha, Di Maria, Kean

Stade Rennes: Gomis, Dalbert, Da Silva, Aguerd, Traore, Nzonzi, Bourigeaud, Lea Siliki, Gboho, Terrier, Guirassy

Weitere Vorschauen zum aktuellen Spieltag

(Photo by RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images)

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