Montag, April 6, 2020

Dortmund | Alles wie immer: der BVB dreht sich im Kreis

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Damian Ozako
Damian Ozako
Redakteur

Im Fokus | Borussia Dortmund ist im DFB-Pokal an Werder Bremen gescheitert und muss nun auch noch auf Kapitän Marco Reus verzichten, der sich eine Verletzung zugezogen hat. Es gibt Parallelen zur Vorsaison.

Dortmund: Ein Februar zum Vergessen

Der BVB hat in der vergangenen Saison einen rabenschwarzen Februar erlebt und ist damals in eine Krise gerutscht, die den Fortgang der Saison maßgeblich prägte. Nach einem unnötigen 1:1 in Frankfurt, schied man im DFB-Pokal gegen Werder Bremen aus. In der Verlängerung verspielte man zweimal eine Führung und unterlag danach im Elfmeterschießen. Für die Psyche eine herbe Niederlage. Nur wenige Tage später verspielte man im eigenen Stadion eine 3:0-Führung gegen Hoffenheim in den letzten 15 Minuten und holte nur einen Punkt. In der Champions League ging man gegen Tottenham mit 0:3 unter, um danach beim Tabellenletzten Nürnberg nur 0:0 zu spielen.

In der Liga gab es zwar auch zu späteren Zeitpunkten noch herbe Einbrüche, aber nach dieser Phase der Saison trat Dortmund merklich unsicherer auf und verlor jeglichen Rhythmus. Überzeugende Siege gab es kaum noch. Dass mit Marco Reus der Kapitän wochenlang verletzt fehlte, machte es nicht besser. Er blieb in zur Halbzeit gegen Bremen in der Kabine.

(Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Wie reagiert Dortmund dieses Mal?

Und nun? Nach drei Siegen zum Rückrundenbeginn verlor man am Dienstag gegen ein formschwaches Werder Bremen und trat erneut mit der Lethargie an, die sich in der vergangenen Rückrunde breit machte und sich durch die gesamte folgende Hinrunde durchzog. Jetzt fehlt in den nächsten entscheidenden Wochen erneut Kapitän Reus und Dortmund-Fans befürchten ein Déjà-vu zu erleben. In der Liga geht es in den kommenden Wochen gegen Leverkusen, Frankfurt, Angstgegner Bremen und Freiburg. In der Champions League wartet mit PSG ein absoluter Topklub auf Dortmund. Wirft der BVB also wieder alle drei Wettbewerbe in einem Monat weg, wie es schon im vergangenen Jahr quasi der Fall war?

Noch gibt es keinen Grund zur Panik, aber viel Hoffnung kommt auch nicht auf. Dortmund ist während der gesamten Saison sehr fehleranfällig und ist derzeit von den Teenagern Sancho und Haaland, sowie Brandt abhängig. Mit Reyna (17) hat noch ein Talent eine ansprechende Leistung gegen Bremen gezeigt. Und die Führungsspieler? Die tauchten, wie schon so oft seit Monaten, komplett ab. Dass mit Emre Can ein weiterer “Mentalitätsspieler” im Winter verpflichtet wurde, spricht Bände. Es darf nicht sein, dass ein 19-Jähriger, der aus der österreichischen Liga kommt, diese Mannschaft pushen muss, um überhaupt in Fahrt zu kommen. Sich nur auf seine Präsenz, Sanchos Dribbling und Brandts Kreativität zu verlassen, ist für einen Klub mit Titel-Ambitionen nicht hinzunehmen.

(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Dortmund: Wiederkehrende Muster

Doch es ist die Realität in Dortmund. Führungsspieler tauchen ab und die jungen Wilden halten das Team am Leben. Eine Situation, die man im vergangenen Februar bestens beobachten konnte. Der BVB hat eine Mannschaft, die immer und immer wieder in die selben Muster zurückfällt. Lethargie, Unkonzentriertheiten, Selbstzufriedenheit und teilweise sogar Arroganz, die unberechtigter nicht sein könnte. Die immer wiederkehrenden Kampfansagen und Schwüre, dass man aus den Fehlern gelernt habe, kennen die meisten Fans schon auswendig. Sollte man in vier Wochen in der Liga weit entfernt von der Spitze und in der Champions League ausgeschieden sein, würde es ins Bild passen, das der BVB unter Favre seit Anfang 2019 zeigt.

Ein Lerneffekt ist nicht ausgeschlossen, aber mittlerweile extrem unwahrscheinlich.

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(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

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