Donnerstag, Oktober 29, 2020

FC Bayern | Diese Gründe sprechen für eine Alaba-Verlängerung

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Die Vertragsverhandlungen mit David Alaba stellen derzeit eines der großen Themen rund um den FC Bayern dar. Der Klub will mit dem Österreicher verlängern, der Spieler pokert derzeit. Mit offenem Ausgang.

  • David Alaba: Vertrag bis 2021
  • Berater Pini Zahavi pokert hoch
  • FC Bayern zuletzt mit Charmeoffensive

David Alaba und der FC Bayern: Das ist der aktuelle Stand

Beim FC Bayern München kann man mit den Personalentscheidungen der letzten Wochen und Monate größtenteils zufrieden sein. Wichtige Leistungsträger haben ihre Verträge verlängert, mit Leroy Sane (24) wurde der Wunschspieler verpflichtet. Es sieht alles gut aus, wären da nicht die Personalien Thiago Alcantara (29) und David Alaba (28). Mit dem Spanier Thiago war man sich bereits einig, doch dann folgte die Kehrtwende: Thiago will etwas Neues.

(Photo by Robert Michael/Pool va Getty Images)

Im Fall von David Alaba spielte die Spielerseite von Beginn an mit offenen Karten. Der Spieler ist 28 Jahre alt, hat beim FC Bayern vieles erlebt und nahezu alles gewonnen. Alaba will zu den Topverdienern gehören und hat, um dies zu erreichen, neben seinem Vater auch den berüchtigten Pini Zahavi (74) zu seinem Berater gemacht. Und dieser verhandelt knallhart, was man beim FC Bayern seit den Gesprächen mit Robert Lewandowski (31) aus eigener Erfahrung weiß. Die Verhandlungen mit der Alaba-Seite laufen schleppend, zuletzt kritisierte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (62) gar öffentlich die Gehaltsvorstellungen namentlich nicht genannter Berater.

Doch der Adressat sollte klar sein. Laut eigener Aussage ist der Österreicher in die Verhandlungen nicht groß involviert. Das spricht dafür, dass Zahavi versucht, das Maximum für seinen Klienten herauszuholen. Gewisse Reibungspunkte sind dabei vorprogrammiert. Zuletzt berichtete die Bild, dass es positive Gespräche gab und erste Anzeichen für eine Verlängerung existieren. Und das hat mehrere Gründe.

FC Bayern: Charmeoffensive für Alaba-Verbleib

Ein Faktor ist die interne Wertschätzung für den Österreicher. Alaba spielt seit vielen Jahren auf hohem Niveau, will deswegen auch entsprechend entlohnt werden. Nun ist die aktuelle Zeit, in der die Klubs mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie kämpfen, nicht die leichteste, um eine signifikante Gehaltserhöhung zu fordern, als Verhandlungseinstieg ist das aber sicher nicht verboten. Der FC Bayern will die Ausgangsforderung der Spielerseite nicht erfüllen, es gibt aber auch kaum einen Klub, dem dies in der aktuellen Situation zuzutrauen ist. Und dann ist da ja auch noch die Ablöse.

Wertschätzung kann man aber als Klub nicht nur durch monetäre Mittel ausdrücken, wenngleich diese ein wichtiger Bestandteil eben jener sind. Karl-Heinz Rummenigge startete zuletzt eine Charmeoffensive, schwärmte in einem Interview bei Sky in den höchsten Tönen von Alaba. Auf der Pressekonferenz zur Sane-Vorstellung kritisierte Rummenigge noch die Berater, mittlerweile äußert er sich nicht nur harmonischer, sondern strahlt auch eine gewisse Zuversicht für die weiteren Gespräche aus. Das Signal der Vereinsführung ist also gesendet.

Alaba bei Bayern: Abwehrchef statt “einer von vielen”?

In der Vergangenheit wurde nicht selten berichtet, dass David Alaba gerne einmal dauerhaft im Mittelfeld spielen möchte. Der Österreicher brillierte beim FC Bayern aber erst auf der Linksverteidigerposition, ist unter Trainer Hansi Flick (55) nun in der Innenverteidigung zu finden. Und der absolute Abwehrchef. Zusammen mit Jerome Boateng (31) kümmert sich Alaba um die Spieleröffnung, zudem schaltet er sich mit seiner Dynamik mitunter in die Offensive ein. Er genießt Freiheiten, dirigiert aus der Tiefe und scheint sich sichtlich wohl zu fühlen.

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Den Status als Abwehrchef müsste er sich bei einem neuen Klub erst einmal erkämpfen. In Madrid oder Barcelona, angebliche Wunschziele für Alaba, herrschen bereits gewisse Hierarchien in der Defensive. Die Frage ist auch, auf welcher Position ihn ein potenzieller neuer Klub sieht. In München hat Alaba Planungssicherheit, wächst zudem immer mehr in die Rolle eines Führungsspielers hinein.

Flicks Ideen und Bayerns Potenzial – Argumente für Alaba?

Wer als Spieler schon einmal den Triumph in der Königsklasse feiern und den Henkelpott hochhalten konnte, der will dieses Gefühl noch einmal erleben. Eine Garantie, diesen Wettbewerb zu gewinnen, hat man bei keinem Klub. In der Phase der Karriere, in der sich David Alaba derzeit befindet, schaut man also auch nach dem Potenzial möglicher neuer Klubs.

Der FC Bayern ist unter Hansi Flick, mit einem Neuzugang der obersten Kategorie wie Leroy Sane und spannenden Talenten wie Tanguy Nianzou (19), Michael Cuisance (20) und Alphonso Davies (19), für die Zukunft gut aufgestellt. Viele Spieler, die zum Kern der Mannschaft gehören, sind zwischen 23 und 26 Jahre alt, finden langsam zu ihrer Höchstform und schöpfen ihr Potenzial gerade erst vollumfänglich aus.

(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Der Einfluss von Trainer Flick kann derzeit ohnehin nicht hoch genug bewertet werden – fachlich wie menschlich. Die Spieler schwärmen von ihrem Trainer, der sie fordert und fördert. Zahlreiche Spieler wurden unter ihm besser, haben konstant auf hohem Niveau gespielt. Davon profitieren die einzelnen Spieler, aber auch die Mannschaft trägt einen Nutzen davon. Alaba spürt, dass sich der FC Bayern gerade wieder in einer sehr positiven Entwicklung befindet. Nach Jahren, die von Aufs und Abs geprägt waren, könnte diese Aufbruchstimmung ein wesentlicher Faktor sein, der für den Ausschlag pro Bayern sorgt.

Fazit: Früher oder später verlängert Alaba beim FC Bayern

Die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und David Alaba sind noch im Endstadium, aber es existieren einige Vorzeichen, die den Fans des Rekordmeisters Hoffnung machen können. Zwar drohte Pini Zahavi zuletzt in den Gesprächen angeblich mit einem ablösefreien Wechsel und in der Tat sollen sich einige Topklubs wie Real Madrid und Manchester City dahingehend positionieren, eine lange Ungewissheit dürfte aber nicht das Ziel der Spielerseite sein. Auch wenn ein hohes Handgeld sicher ein Faktor ist, der nicht unterschätzt werden sollte. Dass in diesem Sommer ein adäquates Angebot eintrudelt, das Verein und Spieler gleichermaßen zufrieden stellen kann, ist unwahrscheinlich.

Die Charmeoffensive des Klubs, die zuletzt offensichtlich besseren Gespräche, die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge, die einen gewissen Optimismus erkennen lassen, und der Status von Alaba beim FC Bayern, der sich in einer guten Entwicklung befindet, sprechen für einen Verbleib. Und möglicherweise wird auf den aktuell angebotenen Vertrag auch noch ein wenig mehr Gehalt draufgelegt oder es werden Bonuszahlungen vereinbart. Dann wären am Ende wohl alle Parteien glücklich – und Pini Zahavi hätte seinen Job erledigt. Und das Maximum herausgeholt.

Manuel Behlert

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(Photo by RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images)

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