Samstag, Oktober 31, 2020

FC Bayern | Diese Qualitäten bringt Neuzugang Marc Roca mit

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Der FC Bayern München hat mit Marc Roca einen Mittelfeldspieler vom RCD Espanyol aus Spanien verpflichtet. Schon im Sommer 2019 beschäftigte sich der Rekordmeister mit dem Spanier.

  • Marc Roca kommt im zweiten Anlauf
  • Der FC Bayern zahlt bis zu 15 Millionen Euro für den Spanier
  • Kann Roca eine sofortige Verstärkung sein?

Marc Roca war schon 2019 ein Thema

Im Sommer 2019 brillierte der mittlerweile 23-Jährige Marc Roca im Mittelfeldzentrum der spanischen U21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Durch sehr gute Leistungen im Endrundenturnier rückte Roca in den Fokus des FC Bayern, der zu diesem Zeitpunkt nach einer Verstärkung im Mittelfeld suchte. Doch Espanyol wollte von der Ablösesumme, die der Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Euro entsprach, nicht abrücken.

Der FC Bayern verpflichtete stattdessen Michaël Cuisance (21) von Borussia Mönchengladbach. Ein Jahr später bestand nun aber erneut Bedarf. Thiago Alcantara (29) steht nicht mehr im Kader und spielt mittlerweile für Liverpool, sodass Marc Roca erneut in den Fokus rückte. Mit allen Bonuszahlungen soll der Spanier insgesamt nur rund 15 Millionen Euro kosten und könnte sich deswegen als Schnäppchen entpuppen.

Warum ist Roca so günstig?

Doch warum ist der Spieler ein Jahr später so günstig zu haben? Der Grund ist einfach: RCD Espanyol ist nach einer schwachen Saison aus der höchsten spanischen Spielklasse abgestiegen. Im gesamten Verlauf der Sommertransferphase befand sich Marc Roca für einen relativ geringen Preis auf dem Markt. Atletico wurde mit ihm in Verbindung gebracht, doch die Rojiblancos verhandelten nicht intensiver über einen Transfer.

(Photo by David Ramos/Getty Images)

Roca gehörte in der Abstiegssaison aber noch zu den besseren Spielern von Espanyol. Das Gesamtkonstrukt wirkte nicht homogen, als einzelner Akteur zu glänzen, ist unter diesen Umständen schwierig. Der Abstieg sollte deswegen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der 23-Jährige über viele Qualitäten verfügt. Ein “fertiger” oder gar kompletter Spieler wie ein Thiago ist er allerdings auch noch nicht.

Marc Roca: Stärken im Passspiel

Die Stärken von Marc Roca liegen vor allem im Spiel mit dem Ball. Er kann als tiefer, spielmachender Sechser agieren, präzise kurze und lange Pässe spielen. Aus der Tiefe heraus sind seine langen, hohen Bälle ein sehr gutes Mittel, um die gegnerische Defensive in Bewegung zu halten und das Spiel zu verlagern. Auch im System des FC Bayern sind diese Qualitäten sehr gut zu gebrauchen. Trainer Hansi Flick (55) teilte nun mehrfach mit, dass die Mannschaft noch lernen müsse, das Spiel häufiger zu beruhigen.

Nach dem Thiago-Abgang fehlte ein Spieler im Mittelfeld, der für die entsprechende Ruhe und Kontrolle sorgen kann. Mit Roca legt man in diesem Bereich also nach. Auf dem Platz mag der Spanier nicht immer die Eleganz ausstrahlen, die für andere spielstarke zentrale Mittelfeldspieler charakteristisch ist, das ist aber lediglich eine Randerscheinung. In seinem Kerngeschäft, dem Verteilen der Bälle, ist Marc Roca nämlich sehr zuverlässig.

Gegen den Ball noch Luft nach oben

Mit einer Körpergröße von 1,84m und einem sehr guten Stellungsspiel ist Roca zudem auch ein Spieler, der offensiv wie defensiv viele Kopfballduelle für sich entscheidet. Die nötige Robustheit in den Zweikämpfen ist ebenfalls vorhanden, allerdings sind noch nicht alle Elemente in seinem Spiel vollumfänglich ausgereift.

(Photo by Alex Caparros/Getty Images)

Das Pressingverhalten von Marc Roca ist noch ausbaufähig. Es fehlt an der nötigen Konsequenz im Spiel gegen den Ball, auch die Positionierung und das Abwägen von Risiken beim Vorschieben müssen verbessert werden. Allerdings ist der Spieler in einem Alter, in dem er noch reifen kann. Zudem wechselt er in ein funktionierendes Konstrukt, das taktisch auf einem hohen Niveau unterwegs ist. Hansi Flick ist zuzutrauen, dass er Roca schnell auf Kurs bringt.

Fazit: Potenzial zum Schnäppchen

Dass der FC Bayern keinen idealen Thiago-Ersatz oder hochkarätigen Mittelfeldspieler aus dem oberen Preissegment verpflichten würde, zeichnete sich bereits frühzeitig ab. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürt man auch beim Rekordmeister. Mit Marc Roca wurde nun weder ein überteuerter Transfer getätigt, noch eine hektische Last-Minute-Lösung verpflichtet, um die Kaderbreite zu verbessern.

Vielmehr scheint es sich ausgezahlt zu haben, dass bis zum Ende der Transferphase gewartet wurde. Denn auch wenn noch nicht alle Attribute den höchsten Ansprüchen genügen, kann Roca langfristig zu einer echten Verstärkung und kurzfristig zum wichtigen Rotationsspieler werden. Denn der Spielplan ist eng getaktet, Leon Goretzka und Joshua Kimmich (beide 25) benötigen Ruhepausen.

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. (Photo by Eric Alonso/Getty Images)

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