Mittwoch, November 25, 2020

Hertha BSC: Die Richtung stimmt

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Spotlight | Mit sieben Punkten nach sieben Ligaspielen kann Hertha BSC noch nicht zufrieden sein. Ein reiner Blick auf die Ergebnisse reicht jedoch nicht aus, um die Entwicklung des Hauptstadtvereins schlussendlich beurteilen zu können. Denn: In Berlin werden gerade die richtigen Schritte gegangen.

Labbadia & Preetz: Hertha braucht Zeit

Geschäftsführer Sport Michael Preetz (53) hat zuletzt gegenüber Sport Bild die Länderspielpause genutzt, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Der sportliche Hauptverantwortliche bei Hertha BSC hätte sich gewünscht, „dass wir den einen oder anderen Punkt mehr machen und die Pokalrunde überstehen. Das wäre trotz der Schwierigkeiten (…) möglich gewesen, und das hätte den Entwicklungsprozess sicher beschleunigt. Insofern brauchen wir einen etwas längeren Atem – aber den haben wir. “ Mit einem enttäuschenden 4:5 gegen Eintracht Braunschweig hatten sich die Berliner aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Sieben Punkte aus sieben Ligaspielen stellen den Hauptstadtklub ebenfalls nicht zufrieden.

Von außen könnte man meinen, die „alte Dame“ kommt nicht in den Tritt – und hinkt damit einmal mehr den Erwartungen und eigenen Ambitionen hinterher. „Fußball ist verrückt. In jedem anderen Unternehmen würde man sich nicht wundern, wenn die halbe Belegschaft ausgetauscht würde und nicht gleich von Beginn an alles klappt“, konstatierte Labbadia, der auf den im Sommer vollbrachten Umbruch hinwies, im kicker. „So wie wir Fußball spielen wollen, hängt viel an Automatismen. Klar, dass das Zeit braucht. Ich merke aber, dass wir immer mehr dahin kommen, wohin wir wollen.“

Und tatsächlich: Will man den wankelmütigen Saisonstart der Berliner verstehen, muss der Blick zunächst auf die Transferaktivitäten im Sommer/Herbst gerichtet werden.

Generationswechsel bei Hertha

Im Fußball wird das Wort „Umbruch“ beinahe inflationär benutzt. Auf Herthas Situation nach der Saison 2019/20 trifft diese Bezeichnung aber zweifelsohne zu. Die von Labbadia am häufigsten verwendete Formulierung in der Sommervorbereitung war „neue Achse“.

Verständlich, schließlich haben mit Vedad Ibisevic (36), Per Skjelbred (33), Salomon Kalou (35) und Thomas Kraft (32) gleich vier langjährige Leistungsträger und Führungsspieler den Hauptstadtverein nach zusammengerechnet 688 Einsätzen verlassen. „Bei allem Respekt vor dem, was sie in den vergangenen Jahren für Hertha BSC geleistet haben, keiner der vier konnte Herthas Zukunft sein. Wir haben uns bewusst für diesen konsequenten Schritt entschieden“, erklärte Manager Preetz. Auch der Abgang von Liverpool-Leihgabe Marko Grujic (24) hinterließ eine Lücke. Mit Alexander Schwolow (28) und John Cordoba (27) kamen hingegen nur zwei erfahrene Spieler hinzu.

(Photo credit should read ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Lucas Tousart (23), Omar Alderete (23), Deyovaisio Zeefuik (22), Matteo Guendouzi (21) und Leihrückkehrer Eduard Löwen (23) drückten das Alter und die Gesamterfahrung des Aufgebots hingegen deutlich nach unten. Durch den Generationswechsel hat Hertha plötzlich den fünftjüngsten Kader der Bundesliga. Auch rein personell war es ein echter Umbruch, den Berlin im Sommer vollzog. Ganze zwölf Spieler verließen den Verein, sechs neue kamen hinzu.  „Wir haben wegen der vielen auslaufenden Verträge die Chance gesehen, an der Kaderstruktur zu arbeiten und den Kader auch zu verschlanken. Das ist uns gelungen“, so Preetz. „Und wir haben immer gesagt, dass die Räume, die durch den Weggang von Führungsspielern entstehen, von anderen besetzt werden. Das ist kein Prozess, der in ein paar Wochen oder Monaten abgeschlossen ist.“

Unerwartet komplizierter Transfermarkt für Hertha

Zum Einen hatte Hertha im vergangenen Transferfenster bewusst einen Umbruch forciert, der erwartungsgemäß Zeit kostet. Weniger geplant war jedoch zum anderen der ziemlich komplizierte Transfermarkt, der Hertha längst nicht ermöglichte, alle Vorhaben umzusetzen. „Fakt ist, dass wir uns die Transferperiode anders gewünscht haben“, stellte Labbadia klar, der aber mit dem, „was wir unter diesen Umständen gemacht haben“ zufrieden sei. Für den erfahrenen Trainer haben sich einige Wunschtransfers nicht realisieren können. „Wir wussten aber auch, dass nicht alles in einem Transferfenster geht.” Zudem sei der Transfersommer “einer der beklopptesten” gewesen.

Gemeint sind damit wohl zwei Umstände: Der durch Corona stark beeinflusste Transfermarkt und Herthas ganz besonderer Rolle in eben jenem. Die Prognose vor dem Sommertransferfenster lautete noch, dass Vereine wirtschaftlich dazu gezwungen sein werden, Spieler zu verkaufen, was den Preis dementsprechend drücken und Hertha in die Karten spielen würde. Schließlich sollten die Berliner von Investor Lars Windhorst (43) stolze 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen, um personell aufzurüsten.

Herthas als Big (City) Player wahrgenommen

Doch weder das eine, noch das andere traf in der Form zu. Der Transfermarkt in Corona-Zeiten bedeutete keinen Ausverkauf, stattdessen hielten die Teams ihre Kader möglichst zusammen und riefen für ihre Spieler Mondpreise auf. „Das Hauptproblem war, dass die meisten Vereine gar nicht verkaufen wollten, weil sie wussten, dass sie nur schwer Ersatz bekommen“, erklärte Labbadia. „So wäre das eine oder andere nur über horrende Forderungen bei der Ablöse oder dem Gehalt realisierbar gewesen. Das war kompliziert.“ Für Hertha war indes klar, solche Forderungen nicht zu erfüllen und nachhaltig zu investieren.

Es war also nicht so, dass sich Hertha als neureicher Verein einfach so hätte bedienen können, während andere Klubs dankbar um jeden Dukaten gewesen wären. Darüber hinaus hatte so mancher Verein wohl etwas zu große Fantasien, was das Budget Herthas angeht. „Bei einigen Klubs war zu spüren, dass wir der Gesprächspartner waren, der zur rechten Zeit kam, um die Löcher in den Kassen zu stopfen. Aber wir waren uns intern immer einig, dass wir das nicht mitmachen. Das hat dazu geführt, dass wir einige Male ‚Nein‘ gesagt haben“, so Preetz.

(Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Zumal es sich im Nachhinein so darstellt, dass die Taschen der Berliner nicht so prall gefüllt waren, wie zunächst angenommen. Wohl Corona-bedingte finanzielle Schwierigkeiten bei Investor Tennor Holding führten dazu, dass die zuletzt vereinbarte Tranche an Geld nicht geflossen ist – sie kommt später. Viel frisches Geld war im Sommer also gar nicht vorhanden. Sicherlich, mit einem Transferminus von 23 Millionen Euro hat Hertha einmal mehr viel Geld ausgegeben, doch einige Wunschdeals gingen so eben nicht auf – ein Umstand, der die Planungen jedes Vereins, unabhängig von der Höhe der Summen, zunächst einmal umwirft.

Hügelige Vorbereitung

So fand sich der Kader spät und wohl nicht mit den eingangs geplanten Neuzugängen zusammen. Schwolow, Zeefuik und der bereits im Winter verpflichtete Tousart waren zwar recht frühzeitig da, Cordoba kam aber erst kurz vor dem ersten Ligaspiel dazu. Guendouzi, Alderete und Löwen kamen sogar erst am Deadlineday (5. Oktober, drei Spieltage waren bereits gespielt) in Berlin an.

Für den Cocktail an Unwegbarkeiten kamen somit drei Hauptzutaten zusammen: Ein immenser Kaderumbruch mit dem Wegfall vieler Führungsspieler, ein spät zusammengesetzter Kader mit Spielern aus aller Herren Länder und zu guter Letzt eine durchaus komplizierte Vorbereitung. Da sich das Transferfenster dieses Jahr so lange hinzog, fehlte den Trainern die Planungssicherheit, zum 1. Spieltag den Kader zusammenzuhaben. „Letztendlich hat sich alles nur nach hinten verschoben“, analysierte Labbadia den Markt. Auch die Länderspielpause inmitten einer Saisonvorbereitung, die bei Hertha bis 15 Spieler fehlen lässt, tat ihr Übriges, um den Prozess des Zusammenwachsens erheblich zu verlangsamen.

Nach erstem Sieg herrschte Flaute bei Hertha

Hertha BSC startete, nicht zuletzt wegen des peinlichen Pokal-Aus, mit einem mulmigen Gefühl in die Saison 2020/21. Doch der Beginn konnte sich sehen lassen. Mit einem 4:1 über Werder Bremen gelang der Auftaktsieg. Eine weitgehend sichere Defensive, schnelles Spiel nach vorne und Matheus Cunha (21), der für die besonderen Momente zuständig war, waren die Sieggaranten. Darauf hätte sich aufbauen lassen können, doch für eine junge, neu zusammengewürfelte Mannschaft typisch kam es anders.

Am 2. Spieltag verlor Hertha verdient mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt. Ein Spiel, das den großen Unterschied zwischen den beiden Teams aufzeigte. Während die SGE seit Jahren mit derselben Achse spielt und ihre Abläufe in Perfektion kennt, findet sich eben jene in Berlin gerade erst. So reichte ein grundsolides Bundesligaspiel der Frankfurter, um das mit sich selbst beschäftigte Hertha zu schlagen. In dieser Partie zeigte sich auch Makel, der sich durch die nächsten Wochen durchzog: Individuelle Fehler. Gegen die Hessen war es ein verursachter Elfmeter und auch im nächsten Spiel gegen den FC Bayern München (3:4) warf man sich selbst den Stock in die Speichen. Eine eigentlich mehr als ordentliche Leistung gegen den deutschen Rekordmeister wurde durch mehrere individuelle Abwehrfehler und einen unnötigen Strafstoß wertlos gemacht.

Hertha fünf Spiele ohne Sieg

Auf die eigentlich gute Leistung gegen die Münchener hätte Hertha eigentlich aufbauen können, schließlich wäre ein Punkt nicht unverdient gewesen. Gegen den Aufsteiger Stuttgart (0:2) folgte jedoch das zweite der Bundesliga-Spielzeit, in der die Hauptstädter nicht wirklich auf dem Platz standen. Zwei waren, wie gegen Frankfurt, Ansätze einer individuell gut besetzten Mannschaft zu erkennen, doch war die Summe noch deutlich weniger wert als ihre Einzelteile. Zu fehlerbehaftet, zu unkonzentriert und mit zu wenig Plan in Ballbesitz musste sich Hertha dem gut organisierten VfB geschlagen geben. Auch in diesem Spiel siegte der Gedanke, dass die Mannschaft eben noch keine ist  und sich selbst im Weg steht.

Foto: IMAGO

Die Niederlage gegen Stuttgart sollte jedoch das vorerst letzte objektiv schlechte Spiel der „alten Dame“ sein. Ständig von Länderspielpausen, späten Transfers etc. zerrissen, hatte Labbadia nun zum  ersten Mal in der Saison den gesamten Kader (Corona-bedingt bis auf Guendouzi) für knapp drei Wochen zusammen. Immer wieder stellte Herthas Übungsleiter heraus, wie wichtig gemeinsame Trainingseinheiten sind, um sich kennenzulernen und die taktischen Abläufe zu verinnerlichen. Eigentlich logisch: Ein Team kann nur eins werden, wenn sich jeder kennt und weiß, was auf dem Feld zu tun ist.

Dennoch sollte das nächste Spiel gegen RB Leipzig (1:2) noch verloren gehen und damit die vierte Niederlage infolge sein. Doch was von außen womöglich als weiterer Sargnagel für die Berliner Ambitionen in dieser Saison erachtet wurde, war vielmehr der Startpunkt für die Wende.

Eine Niederlage, die Mut macht

Trotz einmal mehr null Punkten war gegen Leipzig ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Hertha wirkte so stabil und kompakt wie zuvor vielleicht nur gegen Bremen. Erstmals waren die Berliner so wirklich griffig in ihrem Spiel, Favorit RB hatte große Probleme, sich gute Torchancen zu erspielen. Der Konterstil in diesem Spiel war womöglich nicht repräsentativ für die eigentliche Spielidee Labbadias, aber nach langem war endlich wieder ein Plan zu erkennen, der diszipliniert umgesetzt wurde. Zum ersten Mal stand eine wirkliche Mannschaft auf dem Feld, die genau wusste, was zu tun war und nicht nur durch individuelle Klasse bestach. Doch auch in diesem Spiel brachte sich Hertha durch individuelle Fehler (Abwehrfehler, gelb-rote Karte, unnötiger Elfmeter) um den verdienten Lohn.

Nach dem fünften Spieltag stand Hertha mit nur drei Punkten auf Platz 15 da. Vier Spiele hatte der Klub infolge verloren. Eine mehr als nur enttäuschende Bilanz, auch wenn Punkte gegen Bayern und Leipzig wohl auch nicht eingeplant waren. Es war vor allem die mäßigen Leistungen gegen Frankfurt und Stuttgart, denen Berlin hinterhertrauerte. Doch wie bereits erwähnt: Die Niederlage in Leipzig war aufgrund der eigentlichen Fortschritte im Spiel der Wendepunkt der noch jungen Saison – erster Beleg dafür: In den zwei Begegnungen danach holte Hertha vier Punkte.

Hertha findet sich

Nach der erneuten Niederlage gegen Leipzig, der eigentlich aber positiven Gesamtentwicklung wurde offensichtlich der Hunger der Berliner Spieler geweckt. Es kehrte kein Gefühl von Krise ein, stattdessen wurde am vorletzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg (1:1) einmal mehr daran gearbeitet, den berühmten Bock umzustoßen. Hertha lieferte am 1. November ein starkes Heimspiel ab, in welchem die noch immer ungeschlagenen „Wölfe“ an den Rand einer Niederlage gebracht wurden. Defensive Stabilität, konstruktives Ballbesitzspiel, kreative Momente, klare taktische Abläufe und ein gutes Zusammenspiel – all diese Kriterien vereinte Hertha an jenem Abend. Einzig die Effizienz fehlte am 6. Spieltag. So ging die Durstrecke bezüglich eines Sieges zwar weiter, aber immerhin wurde erstmals seit dem 1. Spieltag ein Punktgewinn verzeichnet.

So schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich Hertha endlich wieder einen Dreier sichern kann. Am vergangenen Spieltag war es gegen den FC Augsburg soweit – Hertha siegte klar und verdient mit 3:0. Alle Ansätze, die in den vorangegangenen Wochen aufblitzen, kamen gegen den FCA zum Vorschein. Dieser Sieg Herthas war wie die logische Konsequenz. Eine stetige Weiterentwicklung, die in einem äußert souveränen Auftritt mündete. Erneut zeigte sich Hertha in seinem Abwehrverhalten sehr konzentriert, im Ballbesitzspiel spielte man – nicht zuletzt durch den erstmals in der Startelf gestandenen Guendouzi – geduldig und im Gegensatz zum vorherigen Spiel stimmte nun auch die Chancenverwertung.  Es war beeindruckend, wie souverän Hertha trotz fünf Spielen ohne Sieg an jenem Tag auftrat.

Labbadia zufrieden mit der Entwicklung

“Wir haben gehofft, dass es zum Saisonanfang etwas schneller gehen könnte, waren aber darauf vorbereitet, dass die Entwicklung etwas dauern kann”, zog Labbadia ein erstes Zwischenfazit. “Eine Achse ist eine der wichtigsten Punkte innerhalb einer Mannschaft.” “Von den bisherigen sieben Bundesliga-Spielen waren laut ihm „fünfeinhalb Partien gut – aber die Ergebnisse haben nicht so gestimmt. Da müssen wir hinkommen. Das fing mit dem Pokalspiel an und endete in dem Bruch nach der Länderspielpause vor dem Stuttgart-Spiel. Diese Entwicklung wird noch eine Zeit lang andauern.” Es braucht also Geduld – eine Charaktereigenschaft, die Herthas Verantwortliche, Preetz, Labbadia und Sportdirektor Arne Friedrich (41) seit Saisonbeginn einfordern

Foto: IMAGO

Für den Hertha-Coach stimmt die Richtung, in die sich das Team nach dem Umbruch entwickelt. “In diesem Prozess, in dem wir stecken, müssen wir uns stetig verbessern und versuchen, noch bessere Ergebnisse abzuliefern. Das wird noch einiges an Arbeit bedeuten, aber da habe ich total Lust drauf – weil ich die Entwicklung der Jungs sehe, die zweifelsohne stimmt”, zeigt sich Labbadia optimistisch. “Wir arbeiten daran, Entwicklungsschritte zu zementieren und alles zu verfestigen. Die Spieler haben Lust darauf und die Erfolgserlebnisse bringen uns weiter, weil sie dann merken, dass es funktioniert. Glaube und Überzeugung braucht man einfach für das Spiel.”

Hertha im Spagat

Die letzten zwei Spiele haben gezeigt, in welche Richtung sich die Mannschaft von Hertha BSC entwickeln kann, wenn sie die benötigte Zeit bekommt und nicht ständig von Länderspielen o.ä. ausgebremst wird. Die angesprochene Achse findet sich immer mehr, man ist nicht mehr vollkommen von den Einfällen eines Cunhas abhängig, der sich mittlerweile ebenfalls immer mehr in den Dienst der Mannschaft stellt.

Klar ist trotz der zuletzt vielen positiven Schritte: Das kann nur der Anfang sein. Zwar hüten sich Preetz und Labbadia davor, Worte wie „Europa“ in den Mund zu nehmen, ein Platz in der oberen Tabellenhälfte ist aufgrund der Transferbilanz seit Sommer 2019 und der Qualität des Kaders muss jedoch das Mindestziel sein. Hertha befindet sich dabei im Spannungsverhältnis der mittelfristigen Ambitionen durch den Investor und den weltlichen Problemen eines Kader-Neuaufbaus. Diesen Spagat gilt es nun zu bewältigen. Die ersten Schritte dafür sind gemacht.

Am kommenden Spieltag geht es für Hertha gegen Borussia Dortmund. „So ein Spiel kann extrem dazu beitragen, dass es weiter ins richtige Fahrwasser geht“, erklärte Labbadia. „Wir stecken in der Entwicklung. Jetzt haben wir einen sehr starken Gegner vor der Brust. Natürlich wäre es klasse, wenn wir da ein Erfolgserlebnis mitnehmen würden. Das würde uns in der Entwicklung und im Glauben, den die Mannschaft immer weiter gewinnen muss, helfen.”

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(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Marc Schwitzky

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