Donnerstag, Januar 23, 2020
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“The Mourinho-Way” – Ein gefährlicher Weg, auch für Sarri

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Chris McCarthy
Chris McCarthy
Chefredakteur

Der historisch gute Start für Maurizio Sarri und den FC Chelsea ist fast in Vergessenheit geraten. Obwohl man mit dem vierten Platz im ersten Jahr unter der Leitung des Italieners voll im Soll ist, droht der sture Trainer nun einen gefährlichen Weg einzuschlagen…

Stimmungsschwankungen

11. Spieltag der Premier League. Manchester City rangiert mit 29 Punkten auf Platz eins. Dicht dahinter mit zwei Punkten Rückstand und noch vor dem heutigen Tabellenführer aus Liverpool: Der FC Chelsea. Ausschlaggebend dafür, dass die Blues gegenüber den punktgleichen Reds die Nase vorne hatten, war damals noch die Offensive, mit 27 Toren die zweitbeste der Liga. Im Schnitt erzielte die Mannschaft von Maurizio Sarri zu dieser Zeit stolze 2,45 Tore pro Spiel. “Sarri-Ball” hatte den Westen Londons verzaubert, die Stimmung war blendend.

23. Spieltag. Der Tor-Schnitt ist auf 1,18 abgestürzt, Liverpool hat mittlerweile nicht nur 14 Treffer, sondern auch ganze 13 Zähler mehr auf dem Konto als die Blues. Obwohl man im ersten Jahr unter Sarri, einem Jahr der Transition, mit dem aktuellen vierten Platz vor der Saison sicherlich zufrieden gewesen wäre, scheint die Stimmung um die Stamford Bridge plötzlich zu kippen.

(Photo by Jan Kruger/Getty Images)

Hindernisse?

Besonders laut wurden die Zweifel nach dem 0:2 gegen den FC Arsenal, besser gesagt die Fragen an den Trainer.

Warum musste N’Golo Kanté die Position räumen, auf der er zur absoluten Weltklasse avancierte? Statt dem französischen Abräumer spielt auf der defensiven Sechs nun Taktgeber Jorginho, der defensiv und physisch nunmal seine Schwächen hat. Gleiches gilt für Kanté, der – bei all seinen Stärken – auf der offensiveren “Acht” sichtbar auf seine spielerischen Grenzen stößt. 

Warum hält Sarri an der Idee fest, mit Eden Hazard in der Sturmspitze zu spielen? Seinen eigentlichen Stürmern, Olivier Giroud und Alvaro Morata, traut er – berechtigt oder nicht – diese Rolle jedenfalls nicht zu. Durch die Beförderung Hazards in die Spitze schwächt der Trainer ebenfalls gleich zwei Positionen. Den Blues fehlt damit nicht nur ihr mit Abstand kreativster Spieler in der Chancenproduktion, sondern auch ein echter Zielspieler im Strafraum und damit ein verlässliches Endprodukt. 

Auch gegen den Arsenal entpuppte sich die Entscheidung des Trainers, die zwei besten Spieler seines Kaders auf einer ungewohnten Position zu spielen, als signifikantes Hindernis im Offensivspiel. Erst in der 82. Minute gab es den einzigen Schuss aufs Tor der defensivschwachen Gunners. Während Sarri hierbei sicherlich eine Idee verfolgt, Jorginho hat zentral-defensiv mehr spielerischen Einfluss und Hazard soll als “falsche Neun” mehr Balance zum Mittelfeld bewirken, wird auch der Italiener erkennen, dass es mit der Umsetzung hapert. Für die Pleite gegen den Stadtrivalen gab der 60-jährige allerdings ganz andere Gründe an…

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Mourinho-Way

In seinem Interview nach dem Spiel, das er übrigens auf Italienisch hielt, damit seine Botschaft “klar verstanden” wird, betonte Sarri, dass die Niederlage “mehr als alles andere unserer Mentalität geschuldet” sei. Damit nicht genug, Sarri holte aus:

“Ich bevorzuge es, […]über Taktik zu reden und warum wir aus strategischer Sicht verloren haben. Aber die Tatsache ist, dass es so scheint, als wäre diese Gruppe von Spielern extrem schwer zu motivieren” 

Sky

Während die Gunners durchaus wacher und vor allem entschlossener wirkten, war das am Samstag, wie oben beschrieben, lange nicht das einzige Problem im Spiel der Blues. Selbst wenn es so wäre, die eigene Mannschaft in aller Öffentlichkeit mit der Begründung fehlender Mentalität an den Pranger zu stellen und die eigenen Fehlern unter den Teppich zu kehren, erinnert in dieser Form stark an einen gewissen José Mourinho. Dieser wies im letzten Jahr seiner umstrittenen Amtszeit bei Manchester United ähnliche Verhaltensmuster auf. Schlimmer noch, er scheute sich nicht mal davor, einzelne Akteure namentlich negativ hervorzuheben.

So weit ist Sarri natürlich noch lange nicht. Doch den Weg, den der sichtlich frustrierte Italiener am Samstag einschlug, ist ein ganz gefährlicher. Wo dieser in der Regel endet, musste Mourinho erst kürzlich am eigenen Leib erfahren…

(Photo by Jan Kruger/Getty Images)

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