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Tuchel über Neymar-Pfiffe: “Er muss mit den Konsequenzen leben”

16. Oktober 2019
Marius Merck

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Tuchel über Neymar-Pfiffe: “Er muss mit den Konsequenzen leben”

News | Neymar sorgte im Sommer mit seinem Wechselwunsch für Aufsehen. Dieses Anliegen ging bekanntermaßen nicht in Erfüllung, die Anhänger ließen den Weltstar ihre Meinung über diese Seifenoper deutlich spüren. PSG-Trainer Thomas Tuchel hat sich nun zum dem Sachverhalt geäußert.

“Er hat ein gutes Herz”

Nach seiner Rückkehr in den Kader wurde Neymar vor allem in den ersten Spielen in der neuen Spielzeit von den eigenen Fans vehement ausgebuht und beschimpft. Den sportlichen Leistungen des 27-Jährigen schadete die Abneigung von den Rängen hingegen nicht: Der Brasilianer erzielte bei gleich drei 1:0-Siegen das Tor des Tages und fuhr damit mehr oder weniger im Alleingang neun Punkte ein. Besonders sehenswert war dabei sein Siegtreffer bei seinem Comeback gegen Straßburg in der Nachspielzeit per Fallrückzieher.

PSG-Coach Tuchel hat sich nun gegenüber dem “Guardian” zu der Situation um den Angreifer geäußert.

“Die Anhänger haben ihre Meinung geäußert und ich kann dies absolut nachvollziehen. (…) Sie sind sehr stolz auf ihren Verein, von daher hat es sich sicherlich nicht gut angefühlt, wenn sie wochenlang von dem Spieler selbst hören, dass er den Klub verlassen möchte. Ich habe Neymar gesagt, dass es im Leben manchmal so ist – man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen und mit den Konsequenzen leben.”

via Guardian

Der Übungsleiter hob jedoch auch hervor, dass Neymar “ein gutes Herz” habe. Dies wäre manchmal nicht einfach zu sehen, wenn man ihn nur “als Außenstehender” betrachte.

“Ich habe ihm weiter gesagt: Du denkst, dass der härteste Teil vorüber ist, aber nun musst du meinen Anforderungen standhalten und ich werde viel von dir verlangen. Also wartet der härteste Part noch auf dich.”

via Guardian

Tuchels Worte scheinen zumindest zunächst gefruchtet zu haben: Jedenfalls sprechen Neymars vier Treffer in fünf Ligue 1-Spielen nicht dagegen.

(Photo by FRANCK FIFE/AFP/Getty Images)

Marius Merck

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