U21-EM | Kroatien schlägt die Schweiz und wahrt Chancen auf den Viertelfinal-Einzug

U21-EM 2021

News | Mit der Begegnung zwischen Kroatien und der Schweiz startete die Gruppe D in den zweiten Spieltag der U21-Europameisterschaft. Unter Mithilfe der Eidgenossen gingen die Kroaten in Führung, die sie nach der Pause ausbauten und verdient mit 3:2 gewannen, obwohl sie in der Schlussphase noch ins Wackeln gerieten. 

Kroatien nutzt Torwartfehler von Racioppi

Im slowenischen Koper legten die – im Vergleich zum Erfolg über England auf vier Positionen veränderten – Schweizer einen aktiven Start hin. 30 Sekunden waren vorüber, als Jeremy Guillemenot eine Hereingabe von Andi Zeqiri nur knapp neben das Tor beförderte. In der achten Minute beging Anthony Racioppi jedoch einen folgenschweren Fehler. Er schlug das Spielgerät direkt vor die Füße von Luka Ivanusec, der aus etwa 20 Metern sofort abzog und gegen die Laufrichtung des auch noch ausrutschenden Schlussmanns zum 1:0 traf.

Die Nati reagierte unbeeindruckt auf den Rückstand. Nach 20 Minuten bediente Bastien Toma den in die Tiefe startenden Guillemenot, sein Heber flog zwar über Keeper Dominik Kotarski, aber auch über dessen Gehäuse. Auch an der nächsten Aktion beteiligte sich Guillemenot, diesmal wehrte Kotarski seinen Versuch aus halblinker Position ab (28.). Danach fanden die Eidgenossen allerdings keinen Weg mehr in die gefährlichen Zonen, weshalb die effizienten Kroaten den knappen Vorsprung mit in die Halbzeitpause nahmen. Erwähnenswert waren zudem die gleich drei Gelben Karten, die der niederländische Unparteiische Dennis Higler in der zweiminütigen Nachspielzeit verteilen musste.

(Photo: Imago/Marko Lukunic)

Kroatischer Doppelschlag – Die Eidgenossen geben sich nicht auf

Der zweite Abschnitt begann mit einem weiteren Aussetzer eines Torhüters. Kotarski spielte den Ball unbedrängt in den Lauf des glücklosen Guillemenot und merzte den Fehlpass mit seiner anschließenden Parade sofort wieder aus. Auf der anderen Seite wehrte Racioppi einen Distanzschuss von Nikola Moro direkt vor die Füße von Ivanusec ab, dessen Nachschuss aus kurzer Distanz blockte er glänzend mit dem Fuß (53.). Die Kockasti trat nach dem Seitenwechsel präsenter auf. Die nächste Gelegenheit besaß Kristijan Bistrovic, doch sein Abschluss wurde über das Tor abgefälscht.

Nach einer Stunde erfolgte der Lohn für das erhöhte offensive Engagement. Jordan Lutomba brachte den mit enormer Geschwindigkeit anstürmenden Bistrovic zu Fall, der fällige Elfmeterpfiff ertönte prompt. Moro übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän – 2:0. Etwa 180 Sekunden später tauchte Dario Vinzinger infolge eines Steilpasses des spielintelligen Moro frei vor Racioppi auf und erhöhte auf 3:0.

Damit war die Partie eigentlich frühzeitig gelaufen, auch wenn Vinzinger mit einem überflüssigen Handspiel am Strafraumrand das 3:1 einleitete. Den logischen Strafstoß verwertete der eingewechselte Kastriot Imeri (79.). Zehn Zeigerumdrehungen darauf beförderte der frisch in die Begegnung gekommene Sandro Kulenovic eine Ecke beim Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor – 3:2. Erneut leistete ein kroatischer Angreifer den Eidgenossen tatkräftige Unterstützung. Deshalb entstand eine aufregende sechs Minuten andauernde Nachspielzeit. Kotarski musste noch einmal sein gesamtes Können abrufen und rettete damit die 3:2-Führung über die Ziellinie.

Die Kroaten zogen somit mit der Schweiz und Portugal, das um 21.00 Uhr noch auf England trifft, gleich. Das Trio hat jeweils drei Punkte auf dem Konto. Am letzten Spieltag duelliert sich Kroatien mit England und die Schweiz mit Portugal.

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(Photo: Imago/Marko Lukunic)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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