Samstag, November 28, 2020

Champions League | Warum das Real-Spiel für Gladbach eine große Chance ist

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Am Dienstagabend um 21 Uhr wird im Borussia-Park das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Real Madrid in der UEFA Champions League angepfiffen. Für die Gastgeber ist dieses Spiel die Belohnung für eine herausragende Entwicklung und die Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

  • Gladbach gegen Real Madrid: Jetzt oder nie?!
  • Das Inter-Spiel als Grundlage
  • Real Madrid: Trotz Clasico-Sieg verwundbar

Das Higlightspiel ohne entsprechenden Rahmen

Als die Rückkehr in die Königsklasse in trockenen Tüchern war, hofften die Fans von Borussia Mönchengladbach ebenso wie die Verantwortlichen, dass die Zuschauer miterleben können, wie sich die Fohlen gegen die besten Teams der Welt auf dem Feld messen. Nach der Auslosung wurde dieser Wunsch noch einmal verstärkt, denn mit Real Madrid und Inter wurden der Borussia zwei absolute Hochkaräter zugelost. Mittlerweile ist klar: Die Spiele, auf die man lange hinfieberte, finden nicht im entsprechenden Rahmen statt, sondern mit wenigen bis keinen Zuschauern.

(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Gemeinsam mit den eigenen Fans ein Fußballfest zu feiern, war ein Traum, der nun aufgeschoben werden muss. Trotzdem hat die Elf von Trainer Marco Rose (44) am Dienstagabend einiges vor. Sie will zeigen, dass sie zurecht ein Teil im Konzert der Großen ist. Die bisherigen Eindrücke in der laufenden Saison lassen die Erkenntnis zu, dass dies auch durchaus im Bereich des Möglichen ist.

Gladbach nach Inter: Zwischen Enttäuschung und Stolz

Am vergangenen Mittwoch spielte Borussia Mönchengladbach im San Siro. Bei Inter und dem exzentrischen, aber hochqualifizierten Coach Antonio Conte (51) wurde der erste Punkt der Gruppenphase eingefahren – nach einem sehr guten Auftritt. Am Ende wussten die Spieler der Fohlen nicht so wirklich, ob die Enttäuschung oder der Stolz überwiegt. Enttäuschung darüber, kurz vor dem Ende des Spiels das 2:2 nach einer Standardsituation kassiert zu haben oder der Stolz, Inter an de Rand der Niederlage gebracht zu haben.

Betrachtet man das Ergebnis aus dem Parallelspiel, dann dürfte sich der ein oder andere bei der Borussia doch ein wenig geärgert haben. Denn Real Madrid verlor überraschend mit 2:3 zuhause gegen Shakhtar aus Donezk. Hätte die Rose-Elf gewonnen, dann wäre die Ausgangslage überragend gewesen. Der Druck hätte bei den Königlichen gelegen. Wobei: Das ist auch in diesem Spiel der Fall. Denn eine Niederlage von Gladbach gegen Real Madrid wäre nicht mehr als eine Niederlage von Gladbach gegen Real Madrid. Das klingt banal, sorgt aber für eine sehr interessante Konstellation.

Gladbach ist noch nicht am Leistungslimit

Der Blick auf die bisherige Saison der Borussia offenbart, dass noch Luft nach oben ist. Eine Pflichtspielniederlage gab es, die Remis gegen Union und Wolfsburg sorgten nicht für Begeisterungsstürme. Allerdings war man in Dortmund nicht dramatisch unterlegen, die beiden anderen Spiele hätten auch gewonnen werden können. Zudem befindet sich die Rose-Elf schon jetzt in dem Zielbereich der Tabelle, der auch am Ende der Saison anvisiert wird. Was bedacht werden muss: Durch den engen Terminplan und die Zusatzbelastung durch die Champions League müssen die Fohlen mit ihren Kräften besser haushalten.

(Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Das ist ein Lernprozess, der dieser Tage durchlaufen wird. Das Spiel in Mainz am Wochenende zeigte jedenfalls, dass Gladbach auch von Rückschlägen nicht aus der Fassung gebracht wird. Nach einem 1:2-Rückstand konnte nämlich noch gewonnen werden. Überdies kommen die Schlüsselspieler wie Marcus Thuram (23) oder Alassane Plea (27) langsam in ihren Rhythmus, der durch die Verletzungen zu Saisonbeginn erst fehlte. Die Breite im Kader ist gut, auch mit viel Rotation steht noch eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld. Und die elf Spieler, die am Dienstagabend auf Real Madrid treffen, sind nicht nur weitgehend ausgeruht, sondern auch noch hochmotiviert.

Real Madrid: Trotz Clasico-Sieg noch auf der Suche

Ein weiterer Faktor, der für ein interessantes Spiel im Borussia-Park spricht, ist die bisherige Saison von Real Madrid. Man hat das Gefühl, dass es nahezu unmöglich ist, aus den Königlichen so wirklich schlau zu werden. Die Mannschaft von Trainer Zinedine Zidane (48) verkörpert jedenfalls alles andere als eine Lockerheit oder gar eine schier unheimliche Unbesiegbarkeit, die über dieser Mannschaft schwebte, als Zidane in seiner ersten Amtszeit dreimal in Folge Europas Thron besteigen konnte. Am Wochenende wurde zwar der Clasico mit 3:1 gegen den FC Barcelona gewonnen, doch was bedeutet das dieser Tage schon?

Die Partie gegen die Katalanen im Umbruch war über weite Strecken sehr unterhaltsam. Real Madrid spielte besser als zuvor, war defensiv aber anfällig. Das zieht sich ohnehin schon durch die noch junge Saison. Spiele, in denen die Königlichen in jedem Mannschaftsteil nahe am Limit spielen, sucht man vergeblich. Vieles ist Stückwerk, viel Aufwand muss betrieben werden. Patzer wie gegen Shakhtar, Cadiz (0:1) oder Real Sociedad (0:0) befördern Zidane einige Sorgenfalten auf die Stirn. Und der Franzose weiß ganz genau: Verliert man in Mönchengladbach, drohen die beiden Spiele gegen Inter zu entscheidenden und sehr wichtigen Duellen zu werden. Das soll vermieden werden.

Eine gute Borussia hat die Werkzeuge

Wenn das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Real Madrid um 21 Uhr angepfiffen wird, werden beide Mannschaften versuchen, ihre beste Leistung zu zeigen. Blickt man auf die Stärken, Schwächen und die aktuelle Form, dann hat der Gastgeber durchaus die Mittel, um Real vor Probleme zu stellen. Die Fohlen können zwischen verschiedenen Formationen variieren, sind mit unterschiedlichem Personal eingespielt, können auch unter Druck sehr sauber aufbauen und schnell umschalten. Zudem sind auch Ballbesitzmomente im Spiel integriert.

Kurzum: Marco Rose kann den Stil seiner Mannschaft anpassen und auf die entsprechenden Anpassungen von Zidane auf der Gegenseite reagieren. Individuell hat Real natürlich Vorteile auf seiner Seite. Doch dass das kein verlässlicher Indikator ist, zeigte schon der erste Spieltag und das Duell mit Shakhtar. Spielt der Gastgeber ohne signifikante Fehler und ist das Mittelfeld um Florian Neuhaus (23) und Jonas Hofmann (27) gewohnt laufstark, wird es schwer für den spanischen Topklub. Die Chance auf die Überraschung ist da. Und größer als vielleicht gedacht…

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(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

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