Weißt du noch? | 2. August 1997: Rehhagels triumphale Rückkehr nach München

Weißt du noch...?

Spotlight | Im Frühling 1996 musste Otto Rehhagel nach nicht einmal einer ganzen Saison als Trainer des FC Bayern München bereits seinen Hut nehmen. Etwas mehr als ein Jahr später kehrte er als Übungsleiter mit einem Aufsteiger an seine alte Wirkungsstätte zurück – und legte den Grundstein für die größte Sensation in der Bundesliga-Geschichte.

Rehhagel & die Bayern: Das Missverständnis

In der Saison 1994/95 lieferten sich Borussia Dortmund und Werder Bremen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die deutsche Meisterschaft. Der BVB sollte sich am letzten Spieltag in diesem Zweikampf durchsetzen, da die Bremer ausgerechnet beim FC Bayern mit 1:3 verloren. Ausgerechnet?

Der deutsche Rekordmeister hatte nämlich in dieser Spielzeit überhaupt nichts mit dem Titel zu tun, landete unter Giovanni Trapattoni lediglich auf furchtbaren sechsten Rang. Doch die Münchener hatten für die nächste Saison bereits vorgeplant und dabei ausgerechnet dem (damals verhassten) Erzrivalen aus dem Norden den Trainer ausgespannt. Nach 14 Jahren an der Weser, zahlreichen Titeln und vor allem vielen Scharmützeln mit den Bayern unterschrieb Rehhagel zur Spielzeit 1995/96 in München. Auch wenn sein Abgang nicht einen derartigen Aufschrei wie 2013 beim Transfer von Mario Götze an den gleichen Ort auslöste, kann die Aussagekraft dieses Wechsels durchaus in solchen Sphären angesiedelt werden.

(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

In der bayerischen Landeshauptstadt fand Rehhagel die Crème de la Crème der deutschen Bundesliga vor: Lothar Matthäus, Oliver Kahn oder Mehmet Scholl standen bereits bei den Bayern unter Vertrag. Der neue Mann an der Seitenlinie durfte sich darüber hinaus noch über Neuzugänge wie DFB-Kapitän Jürgen Klinsmann (Tottenham), Ciriaco Sforza (Kaiserslautern) oder seinen bisherigen Schützling Andreas Herzog (Bremen) freuen. Das Sammelsurium an Spitzenspielern egalisierte zum Auftakt der Saison 1995/96 mit sieben Siegen direkt den ewigen Startrekord der Bundesliga-Geschichte, schnell wurde die Truppe in den Medien als „Dream Team“ bezeichnet.

Doch in der Rückrunde sollte ein andere Spitzname noch häufiger verwendet werden: „FC Hollywood“. Nahezu wöchentlich kamen Interna an die Presse, die Kabine wirkte völlig zerstritten. Im Vorfeld der EM 1996 schwelte als Krönung ein hässlicher Konflikt zwischen Matthäus und Klinsmann, dem früheren sowie aktuellen Nationalmannschaftskapitän, in den Medien. Rehhagel offenbarte zudem einige Schwächen im Umgang mit den zahlreichen „Alpha-Tieren“ im Kader, sodass sich Dortmund im Kampf um die Meisterschaft immer weiter absetzen konnte. Nach einer Heim-Niederlage gegen Hansa Rostock im April 1996 zogen die Verantwortlichen die Reißleine, Präsident Franz Beckenbauer übernahm höchstpersönlich den vakanten Posten.

(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Der „Kaiser“ führte die Bayern zwar zum Gewinn des UEFA Cups, doch der BVB konnte seine Meisterschaft verteidigen. So übernahm im Anschluss an diese Saison erneut Trapattoni die Mannschaft und führte diese in der Saison 1996/97 wieder an die Spitze des deutsche Fußballs. Im Anschluss an den Titelgewinn kam zu der überfälligen Trennung mit Klinsmann (Sampdoria), dessen medialer Konflikt mit Matthäus noch stets andauerte. Für den alternden Weltstar kam mit Giovane Elber (Stuttgart) einer der torgefährlichsten sowie der technisch beste Stürmer der Bundesliga nach München. Mit Bixente Lizarazu (Athletic Bilbao) konnten die Bayern ebenso den Abgang von Christian Ziege (AC Milan) auffangen. Der deutsche Meister war somit für die Ziel Titelverteidigung auf den ersten Blick gar besser aufgestellt.

Aufsteiger: Rehhagel kommt auch als „Meister“…

Diese Mission sollte in ihrem Start am 2. August 1997 im Münchener Olympiastadion gegen den Ex-Coach Rehhagel nehmen. Dieser kam ebenfalls als Meister zurück zum seinem alten Arbeitgeber. Doch der charismatische Trainer, der zur damaligen Zeit zweifellos zu den gefragtesten Übungsleitern des Landes zählte, feierte diesen Titel beispielsweise nicht im Ausland. Nein, in seinen besten Jahren als Coach unterschrieb Rehhagel wenige Monate nach seiner Entlassung in München trotz attraktiverer Anfragen bei einem Absteiger.

(Photo by Bongarts/Getty Images)

Der 1. FC Kaiserslautern war im Sommer 1996 allerdings kein „normaler“ Absteiger. Die „Roten Teufel“ gehörten in der ersten Hälfte der 1990er Jahren zu den absoluten Spitzenmannschaften im deutschen Fußball: Meisterschaft 1991, Pokalsieg 1990 oder Vizemeister 1994 – auf dem Betzenberg fanden in jener Epoche regelmäßig Europokalspiele statt. Auch den völlig unerwarteten Abstieg erlebte man als UEFA-Cup-Teilnehmer (!), nach 33 Jahren im Oberhaus sollte der Klassenerhalt in einer katastrophalen Saison 1995/96 misslingen. Der Abstieg stand nach einem Remis am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Leverkusen fest.

Doch schon unmittelbar nach diesem Erlebnis bekannte sich nahezu die gesamte Mannschaft, in welcher einige Nationalspieler zu finden waren, zu dem Verein. Um diesen Sachverhalt wirklich einordnen zu können, genügt es sich die heutigen Konsequenzen vorzustellen, wenn ein ständiger internationaler Teilnehmer wie Gladbach oder Frankfurt ein solches Horror-Szenario widerfahren und dennoch das (fast) ganze Team den bitteren Gang zusammen antreten würde. Wie groß der Zusammenhalt bei Lautern war, belegt darüber hinaus noch ein weiterer Fakt: Nur eine Woche nach dem feststehenden Abstieg gewann der Verein gegen den Karlsruher SC (qualifizierter UEFA-Cup-Teilnehmer) den DFB-Pokal.

(Photo by Bongarts/Getty Images)

Somit waren die Voraussetzungen für den direkten Wiederaufstieg geschaffen, nach dem Abgang von Eckhard Krautzun war mit Rehhagel zudem ein namhafter Trainer für dieses Vorhaben gefunden worden. Die Rückkehr in die Bundesliga gelang dem Team um Weltmeister Andreas Brehme und die Vize-Europameister wie Miroslav Kadlec oder Pavel Kuka völlig problemlos, der Aufstieg stand schon einige Spieltage vor dem Ende der Saison fest. Der Kern des Teams blieb auch zurück in der Bundesliga nahezu unverändert, erfuhr allerdings noch einige wichtige Ergänzungen.

Marian Hristov (Levski Sofia) und Andreas Buck (Stuttgart) sollten im Laufe der Runde wichtige Rollen in der Mannschaft übernehmen. Der entscheidende Coup war jedoch die Rückkehr von Sforza, welcher ähnlich wie Rehhagel sein Glück in München nicht fand und nach einem weiteren Jahr bei Inter zurück in die Bundesliga wechselte. Darüber hinaus kam ein junges Talent aus Regionalliga namens Michael Ballack (Chemnitz) an den Betzenberg. Angesichts der Qualität im Kader zählte Kaiserslautern trotz des Status als Aufsteiger nicht unbedingt zu den Abstiegskandidaten, dennoch waren die Rollen vor dem ersten Spieltag der Saison 1997/98 im Olympiastadion klar verteilt.

Zum Spiel: Sforza & Schjönberg sorgen für die Sensation

Die Aufstellungen:

FC Bayern: Kahn – Helmer, Matthäus, Babbel – Strunz, Fink (74./Nerlinger) – Scholl, Basler (55./Hamann), Lizarazu – Elber, Rizzitelli (55./Jancker)

Kaiserslautern: Reinke – Schjönberg, Kadlec, Koch (31./Hristov) – Schäfer, Roos – Ratinho (75./Reich), Sforza, Wagner – Kuka, Marschall

Tor: 0:1 Schjönberg (80./Sforza)

Gelbe Karten: Lizarazu, Strunz, Matthäus, Fink – Sforza, Marschall, Wagner, Reinke

Schiedsrichter: Lutz-Michael Fröhlich

Zuschauer: 63.000 (ausverkauft)


Im Vorfeld: Es kracht bei beiden Mannschaften

Die Fans der Gastgeber freuten sich an jenem 2. August 1997 auf einen lockeren Auftakt gegen einen Aufsteiger, welcher wenigstens ein nicht völlig unattraktiver Gegner war. Die Bayern hatten eine vielversprechende Vorbereitung absolviert, in welcher man den Ligapokal nach Siegen über Dortmund und Stuttgart gewann. Vor allem Neuzugang Elber brillierte in der Spitze. Demgegenüber machte aber auch der „FC Hollywood“ Schlagzeilen: Matthäus hatte mit seinem Werk „Mein Tagenbuch“ einen Ausflug in den Bereich der Belletristik gemacht.

Die Preisgabe zahlreicher Interna (so hätte er z. B. die Ehe von Scholl womöglich mit diversen Gesprächen retten können) kosteten dem Rekordnationalspieler das Kapitänsamt. Dass es nicht zu einem Rauswurf kam, überraschte viele Mitspieler, der neue Kapitän Helmer bezeichnete das Verhalten des einzigen deutschen Weltfußballers gar als „krank“. Doch auch bei dem Aufsteiger hing der Haussegen schief: Rehhagel und Manager Hans-Peter Briegel lieferten sich seit Wochen einen Schlammschlacht in den Medien. Nur kurz vor dem Auftakt erschien ein neue Spitze des Trainers in den Zeitungen, woraufhin Kapitän Brehme mahnende Worte sprach.

Der Siegtorschütze des WM-Endspiels von 1990 stand in München dann aus seltsamen Gründen nicht im Kader (saß aber auf der Bank und fungierte aber als eine Art Co-Trainer von Rehhagel). Mit Vereinspolo und umgebundener Trainingsjacke wurde in Brehme im Innenraum des Stadions von Bayern-Präsident Beckenbauer im Vorfeld begrüßt, wo in diesen Jahren auch ein Halbzeit-Interview nicht unüblich war – die Uhren tickten in den 90ern wirklich anders. Vergleichbar mit heute war allerdings die Masse an Journalisten, welche Rehhagel bei seinem Einlauf (lässig einen Ball prellend) auf die Bank verfolgte und umkreiste.

(Photo by Mark Sandten/Bongarts/Getty Images)

Erste Halbzeit: Otto´s Machtplan – eigentlich perfekt

Der Titelverteidiger passte sich nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Fröhlich auffallend schnell den Temperaturen von fast 35 Grad an. In ihren neuen dunklen Trikots präsentierte sich die Meister von Beginn an behäbig und schon fast aufreizend lustlos. So kamen die Gäste auch zu den ersten Möglichkeiten in dieser Partie, doch Kahn entschärfte die Versuche von Kuka und Marschall. Bei den Bayern gab es keinerlei Bewegung, vor allem Basler als Spielmacher absolvierte gegen seinen ehemaligen sowie zukünftigen Verein eine schwache Partie. Dass der Rekordmeister während der ersten Halbzeit noch nicht in Rückstand geraten war, konnte langsam nur noch mit Glück begründet werden:

Marschall, dem ersten zwei Wochen vorher die Nierensteine entfernt worden waren, schickte Kuka erneut auf die Reise, dieser scheiterte nun an der Latte. Rehhagel wurde auf an Seitenlinie sichtbar unruhiger, zwar hatte er sein Team sehr gut auf dieses Spiel vorbereitet, doch allzu viele Chancen sollte eigentlich ein Aufsteiger beim amtierenden Meister nicht liegen lassen. Diese ungeschriebenen Gesetzmäßigkeiten des Fußballs hätten sich kurz vor dem Pausenpfiff fast bewahrheitet, als die Bayern zu ihrer ersten Chance kamen: Nach einer Flanke von Basler kam Babbel völlig frei zum Abschluss im Strafraum, setzte den Ball aber knapp am Gehäuse von Reinke vorbei.

(Photo by Bongarts/Getty Images)

Zweite Halbzeit: Jancker bringt Schwung

In der zweiten Hälfte spielte die Trapattoni-Elf dann deutlich verbessert, was vor allem an der Einwechslung von Jancker lag, welcher sowieso in den nächsten Wochen Rizzitelli als Mann neben Elber verdrängen und sich selbst als Stammspieler etablieren sollte. Eine schöne Hereingabe des Brasilianers setzte Jancker per Kopf aber zunächst über die Latte. Kurz darauf brachte Elber wiederholt einen Ball in den Strafraum, Strunz (mit dunkelrot getönten Haaren) brachte allerdings das Kunststück zustande, den Ball völlig frei per Direktabnahme aus kurzer Entfernung über das Tor zu schießen. Insgesamt lag nun dennoch langsam eine Bayern-Führung in der Luft.

Dieser Eindruck bestätigte sich in der Folgephase jedoch nicht. Lediglich Matthäus sorgte durch einen seiner für ihn typischen Gewaltschüsse aus der zweiten Reihe für einen Raunen im Olympiastadion. Distanzschüsse und viele Flanken von Elber (!), welcher häufig auf den Flügel ausweicht und sich aufgrund seiner technischen Fähigkeiten freispielt, dann aber in der Mitte fehlt – welchen Matchplan Trapattoni auch immer gewählt hat, seine Spieler versagten. Der FCK hatte allerdings bei extremen Sommerwetter in der zweiten Hälfte ebenso nachgelassen, sicher auch bedingt durch den hohen Einsatz in der ersten Hälfte.

Photo by Bongarts/Getty Images)

Eine Aktion sollte Kaiserslautern aber noch haben. Zehn Minuten vor dem Ende brachte der eigentlich schwach spielende Sforza einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum, wo Schjönberg seinem Bewacher Strunz enteilt war und problemlos per Aufsetzer zur Führung einköpfte. Die Gastgeber rannten nun nochmal wütend an, doch die Defensive des Aufsteigers stand sicher. Bis auf einen Jancker-Abschluss kam nichts Zählbares mehr zustande – und so hatte die Bundesliga-Saison 1997/98 schon am ersten Spieltag eine riesige Sensation, welche Rehhagel nach dem Abpfiff mit einem Sprint über den Rasen seines ehemaligen Arbeitgebers feierte.

Nachschau: Grundstein für die noch größere Sensation

Am 2. Spieltag besiegte Lautern auch den Mitaufsteiger aus Berlin und erklomm so die Tabellenspitze. Eine Tabellenführung im August hat im Normalfall nicht die größte Aussagekraft für den Saisonausgang im Mai, doch die „Roten Teufel“ gaben diese Position schlicht und ergreifend nur noch einmal am 3. Spieltag an Karlsruhe ab! So wurde der Auftakt in München zum Sinnbild für die gesamte Saison: Ein Aufsteiger kauft dem Titelverteidiger den Schneid ab.

Die Truppe von Rehhagel zeichnete nicht unbedingt durch spielerische Elemente aus, sondern vor allem ein großer Kampfgeist und Zusammenhalt. So gewann (oder drehte) man gerade auf dem Betzenberg zahlreiche Partien kurz vor Schluss. Auch die zweite Begegnung gegen den Titelverteidiger konnten Rehhagel & Co. mit 2:0 für sich entscheiden. Die Bayern durchschritten 1997/98 zahlreiche Täler, welche auch durch die anhaltenden atmosphärischen Differenzen begründet waren. Auf dem absoluten Höhepunkt dieser negativen Phase hielt Trapattoni seine legendäre Pressekonferenz ab. Doch auch diese Wutrede sollte nicht den gewünschten Effekt haben, die Zeit des Italieners in München war abgelaufen.

Mit dem Triumph im DFB-Pokal konnte der beliebte Trapattoni immerhin einen würdigen Abschied feiern, auf dem Weg dahin setzten sich die Bayern unter anderem auch gegen Lautern durch. Bei den Pfälzern hielt der Machtkampf zwischen Rehhagel und Briegel noch einige Wochen an, der Sieger ließ sich aufgrund der sportlichen Resultate einfach ermitteln. Bei dem Aufsteiger mauserte sich Marschall, welchen viele Beobachter aufgrund zahlreicher Verletzungen schon abgeschrieben hatte, zum Spieler der Saison. Mit 21 Toren verpasste er knapp den Titel des Torschützenkönig hinter Ulf Kirsten (Leverkusen), sprang dafür aber noch in den Kader des DFB für die WM 1998 in Frankreich.

(Photo by Bongarts/Getty Images)

Am 33. Spieltag machte Kaiserslautern durch ein 4:0 über Wolfsburg den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft perfekt. Danach brachen alle Dämme, nur zwei Jahre nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte feierte der Klub das bis heute größte Comeback der deutschen Fußballgeschichte. Mit dem Titel gingen auch die Leitwölfe Brehme und Kadlec von Bord, diese Lücken konnten niemals geschlossen werden. Der sensationelle Erfolg ließ zudem eine gewisse Bodenhaftung abhanden kommen, man begann viel Geld auf dem Markt zu verprassen.

Dabei waren auch einige Treffer wie Youri Djorkaeff oder Lincoln dabei, insgesamt agierte man dennoch finanziell über den eigenen Möglichkeiten. Die Platzierungen im Europapokal in den Folgejahren täuschten noch eine Weile über den sportlichen Niedergang hinweg. Rehhagel nahm im November 2000 nach heftigen Anfeindungen der Presse seinen Hut, dass er sein Händchen für Fußball-Wunder aber noch immer hatte, bewies er mit dem sensationellen Gewinn der EM 2004 mit Griechenland. Zu diesem Zeitpunkt kämpfte der FCK schon wieder gegen den Abstieg und musste zehn Jahre nach dem ersten Abstieg im Sommer 2006 zum zweiten Mal den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Mittlerweile ist der Traditionsverein auf den Plätzen der 3. Liga zu bestaunen.

(Photo by Sandra Behne/Bongarts/Getty Images)

Für die Bayern war das Nachsehen gegen den Underdog ein gewisser Segen. Nach Trapattoni´s Ende verpflichtete der Klub mit Ottmar Hitzfeld den perfekten Coach für diese begabte, aber schwierig zu führende Mannschaft. Der deutsche Trainer leitete eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte ein und gewann gleich in seinem ersten Jahr auf der Bank um ein Haar das Triple. Auf dem Weg ins Champions-League-Finale nahmen die Bayern im Viertelfinale (2:0, 4:0) Rache an den „Roten Teufeln“, wobei man dann im Finale gegen ein englisches Team aus Manchester mit dem selben Spitznamen unglücklich unterlag.

Die Bayern & „Rote Teufel“ – aus Münchener Sicht in den Spätneunzigern keine glückliche Kombination.

Weitere Porträts und andere nostalgische Beiträge findet ihr hier.

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(Photo by Gunnar Berning/Bongarts/Getty Images)

Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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