Copa América | Di María chippt Argentinien zum Rekordsieg

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Das Endspiel der Copa América machte den Anfang am großen Finalsonntag. Um 2 Uhr MESZ traf Argentinien im Maracanã auf Brasilien. Es entwickelte sich eine enge Partie, in der letztendlich Ángel Di María den Unterschied machte und den einzigen Treffer der Partie erzielte. Dieses 1:0 bedeutet, dass Argentinien mit Rekordsieger Uruguay gleichzieht.

Ausgeglichene erste Hälfte – Di María macht den Unterschied

Brasilien war in den ersten 20 Minuten die etwas aktivere Mannschaft. Vor allem in den Zweikämpfen schenkten sich beide Rivalen keinen Zentimeter. Trotzdem war es die Albiceleste, die dieses Finale eröffnete. Weil Renan Lodi als letzte Instanz an einem langen Ball seines zukünftigen Teamkollegen Rodrigo De Paul vorbeischlug, kam Ángel Di María in die Show. Argentiniens Nummer 11 legte sich die Kugel einmal kurz mit links vor und überlupfte Ederson lässig zum 1:0 in der 22. Minute. Der Treffer wurde vom VAR auf eine mögliche Abseitsposition abgeklopft. Dieser Verdacht erhärtete sich jedoch nicht.

 



 

Von Lionel Messi, der fast auf den Tag genau sieben Jahre nach seiner wohl bittersten Niederlage mit Argentinien an Ort und Stelle seinen größten Triumph feiern könnte, war bis hierhin noch nicht viel zu sehen. In der 33. Minute fuhr Argentinien einen Konter, sein Abschluss ging jedoch klar vorbei.

Kurz darauf foulte Leandro Paredes seinen PSG-Teamkollegen Neymar. Dessen Freistoß aus aussichtsreicher Position blieb in der Mauer hängen. Nachdem auch Marquinhos an einem Eckball vorbeisegelte, ging es mit dem 1:o für Argentinien in die Kabine.

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Martínez verhindert uninspiriertes Brasilien – und verhilft Argentinien zum Rekordsieg

Die zweite Halbzeit begann eher gemächlich. In der 52. Minute versenkte Richarlison den Rebound seines eigenen Versuches. Der brasilianische Jubel war allerdings nur von kurzer Dauer, Evertons Stürmer stand abseits. Nur zwei Minuten später scheiterte er an Emiliano Martínez.

Copyright: Leco Viana/imago

Die Partie verflachte zunehmends, Brasilien zeigte sich uninspiriert. Daran änderten auch die Einwechslungen von Vinícius Júnior und Gabriel Barbosa wenig. Und wenn sie mal durchkamen, dann war Martínez zur Stelle, wie gegen Barbosa in der 87. Minute. Im direkten Gegenzug hätte Messi alles klar machen können, bekam seine Extremitäten aber nicht mehr sortiert. Chance vertan.

Argentinien brachte das Ergebnis trotzdem über die Zeit. Nach 95 Minuten beendete der uruguayische Schiedsrichter Esteban Ostoijich die Partie. Erstmals seit 1993 und nach vier verlorenen Endspielen in Folge gewinnt Argentinien die Copa América, löst damit Brasilien als Titelverteidiger ab. Nicht nur das: Ihr 15. Titel bedeutet auch, dass die Albiceleste mit Uruguay als Rekordsieger gleichzieht. Und nach Cristiano Ronaldo 2016 hat nun auch Lionel Messi seinen großen Titel mit der Nationalmannschaft. Dritter wurde Kolumbien, die in einer packenden Partie Peru 3:2 besiegten.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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